7 Wege, wie Du Weihnachten vereinfachen kannst

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Die Erwartungen an das Weihnachtsfest sind größer als der Dortmunder Weihnachtsbaum.

Festliche Dekoration, exquisites Essen, perfekte Geschenke, strahlende Kinderaugen, Harmonie und nicht zuletzt Schnee – keine Jahreszeit ist so überladen mit unseren Kindheitserinnerungen, Hoffnungen und Idealvorstellungen. Und kein Fest artet alle Jahre wieder in so viel Stress, Konsum und Magenproblemen aus.

Dabei sehnen wir uns doch am Ende eines Jahres – ganz besonders in diesem – nach etwas ganz anderem. Wir möchten zur Ruhe und Besinnung kommen. An Weihnachten soll endlich einmal Stille einkehren und wir wollen uns an das wirklich Wichtige im Leben erinnern.

Ich finde, es ist an der Zeit, dass wir Weihnachten vereinfachen, den vor Erwartungen überquellenden Nikolaussack entrümpeln und Platz schaffen für den wahren Kern der Weihnachtsbotschaft! Deshalb stelle ich Dir in diesem Artikel 7 Wege vor, wie Du in diesem Jahr Weihnachten vereinfachen kannst.

1. Das beste Geschenk bist Du

Durch unsere Jagd nach den perfekten Geschenken bereiten wir uns alljährlich Kopfzerbrechen, Hektik und im Zweifel sogar Schulden.

Doch das wertvollste Geschenk, das Du jemandem machen kannst, ist Deine Zeit. Der Schmuck, das Smartphone und die erfundenen Küchenhelfer sind nichts gegen Deine Aufmerksamkeit, Dein Lächeln und Deine Geschichten.

Während es uns in der Regel an nichts Materiellem fehlt, ist Achtsamkeit füreinander heute das wahre Luxusgut. Du kannst das Schenken an Weihnachten vereinfachen, indem Du Dich auf das konzentrierst, was nur Du persönlich jemandem geben kannst.

Konkrete Geschenkideen habe ich in diesem Artikeln zusammengestellt: Geschenke, die glücklich machen und 56 minimalistische Geschenkideen.

2. Plane Unvorhergesehenes ein

Irgendwie erwarten wir selbst während einer weltweiten Pandemie, dass an Weihnachten alles wie immer ist. Doch wir sollten aus den Erfahrungen der letzten Monate lernen und auch das Unvorhersehbare einplanen.

An Heiligabend hat Dein Zug Verspätung, jemand aus Deiner Familie wird krank, die Regierung verschärft noch einmal die Vorsichtsmaßnahmen? Wir wissen nicht, was das Ende des Jahres noch mit sich bringt. Doch wir können uns vorbereiten. Zeitmanagement-Experten würden zu Zeitpuffern, mehr Flexibilität und Alternativstrategien raten.

Berücksichtigen wir z. B., dass Lieferzeiten in diesem Jahr etwas länger als gewohnt ausfallen. Alternativ zu Versandbestellungen könnten wir auch einfach die von der Pandemie schwer getroffenen Gastronomen, Freizeit- und Kultureinrichtungen in unserer Heimat mit dem Kauf von Gutscheinen unterstützen.

3. Setze Grenzen

Weil wir uns das ganze Jahr auf das Weihnachtsfest freuen, tendieren wir leider auch schnell dazu, über die Strenge zu schlagen, wenn es endlich soweit ist. Doch weniger ist auch hier besser für unsere Gesundheit, unsere Finanzen und unser Wohlbefinden.

Du kannst Weihnachten vereinfachen, indem Du Dir selbst Grenzen für die Bereiche setzt, die Deiner Erfahrung nach kritisch sind. Begrenze beispielsweise Deinen Konsum von Süßigkeiten und Alkohol oder setze Dir finanzielle Budgets für Deine Ausgaben für Geschenke, Essen und Dekoration.

Auch beim Eingehen sozialer Verpflichtungen solltest Du Maß halten. In diesem Jahr fallen pandemiebedingt zwar die meisten Weihnachtsfeiern aus, Weihnachtsmärkte sind abgesagt und private Besuche streng reglementiert. Grundsätzlich ist es aber eine gute Idee, die Besuche an Weihnachten auf die Menschen zu begrenzen, die Dir am wichtigsten sind.

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4. Erwartungen loslassen

Du erhältst nicht das Geschenk, das Du Dir gewünscht hast. Es regnet ununterbrochen anstatt zu schneien. Das Paket mit dem Weihnachtspulli kommt erst am 27. Dezember an. Enttäuschungen entstehen, wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden. An einem überladenen Fest wie Weihnachten ist diese Gefahr besonders groß.

Wir können Weihnachten vereinfachen, wenn wir stattdessen ein bisschen weniger von unseren Mitmenschen und unserer Umwelt erwarten. Konzentrieren wir uns lieber auf das, was wir in der Hand haben: dass wir aufmerksam sind, gut zuhören, niemanden alleine lassen, anderen Menschen helfen, mit Liebe schenken und uns nicht ablenken lassen. Tu einfach Dein Bestes für ein friedliches Fest.

5. Nimm Dir Zeit für Dich

An Weihnachten dreht sich vieles um andere – wen wir wann besuchen, was wir anderen schenken, was wir für sie kochen usw. Vergessen wir dabei nicht, uns auch Zeit für uns zu nehmen.

Die Advents- und Weihnachtszeit soll Dir dienen, Deine Aufmerksamkeit nach innen zu richten, zu entschleunigen und wie die Natur im Winter Kraft für das nächste Frühjahr zu sammeln.

Nimm Dir jetzt Zeit für kleine Rituale, z. B. täglich ganz bewusst das Türchen am Adventskalender öffnen, abends nach einem Spaziergang heißen Tee trinken und Dich in eine dicke Decke kuscheln. Erfreue Dich auch während der Weihnachtstage an den unscheinbaren Momenten, die doch so bereichernd sind: selbstgebackene Plätzchen essen, den leisen Schneefall beobachten und Deine liebsten Weihnachtslieder hören.

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6. Weihnachten ist nicht perfekt

Die gebratene Gans fällt vom Servierteller? Die handbemalte Christbaumkugel zerspringt? Du erhältst ein Geschenk doppelt? Wie immer ist auch an Weihnachten nicht alles perfekt. In Situationen wie diesen hilft wahrscheinlich Lachen am allerbesten. Es wirkt ansteckend und löst die allgemeine Anspannung.

Lass die Werbebilder von einem perfekten Fest einfach beiseite. 3 Tage mit fettigem Essen, Engelschören und den Verwandten können den stärksten Mann umhauen. Gleitet eine Diskussion ins Unangenehme, bekommst Du Bauchschmerzen oder wird es Dir allgemein zu eng, kannst Du etwas dagegen tun: wechsle das Gesprächsthema, schlage einen Verdauungsspaziergang vor oder biete dem Gastgeber an, beim Abwasch zu helfen.

7. Beginne eine neue Weihnachtstradition

Wenn alte Wege versperrt sind, tun sich neue Pfade auf. Wie wäre es damit, in diesem Jahr – in dem so vieles nicht ging – etwas ganz Neues zu probieren?

Statt zum Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt lädst Du Deine Schulfreundin zum Winterspaziergang mit heiß befüllter Thermoskanne ein. Anstelle eines Weihnachtsbrunches organisierst Du ein Videotelefonat mit ehemaligen Kollegen. Die Grußkarte verschickst Du diesmal erst im neuen Jahr.

Wenn Du etwas anders machst, kannst Du es gleichzeitig besser machen. Wer weiß, vielleicht beginnst Du damit eine ganz neue Weihnachtstradition?

Meine Frage an Dich: Was würdest Du am liebsten an Weihnachten vereinfachen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Wie auch immer Du Weihnachten verbringst – ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein frohes und gesundes Weihnachtsfest!

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