Zeit für die liebsten Weihnachtsgeschichten

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Zeit für die liebsten Weihnachtsgeschichten

Was darf an Weihnachten nicht fehlen? Ich finde, eine gute Weihnachtsgeschichte! (Kerzenschein, selbstgebackene Plätzchen und Zeit mit der Familie natürlich auch.)

Egal ob sentimental, schnulzig oder schrill-komisch – Geschichten gehören zu Weihnachten wie Zimt in den Glühwein. Ohne sie ist es einfach nur halb so schön.

Um Dir die Wartezeit auf das Christkind etwas zu versüßen, habe ich Dir heute meine liebsten Weihnachtsgeschichten zusammengestellt. Ich lese, höre oder sehe sie alle Jahre gerne wieder, um mich auf das Fest der Liebe einzustimmen.

Sofern sie online abrufbar sind, hinterlasse ich Dir auch einen entsprechenden Link.

Meine liebsten Weihnachtsgeschichten

Lukas 2, 1-20

Außer der Reihe steht die Mutter aller Weihnachtsgeschichten. Die Erzählung der Geburt Christi nach Lukas. Auch wenn ich ihn schon oft gehört habe, finde ich den Text immer wieder berührend.

Den kurzen Ausschnitt aus dem Evangelium findest Du hier.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Der hierzulande wahrscheinlich beliebteste Weihnachtsfilm (zumindest beim weiblichen Geschlecht).

Für mich enthält „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ alles, was man sich von einem gelungenen Weihnachtsmärchen erhofft: eine identitätsstiftende Hauptfigur, ein Spannungsbogen, der auch bei der 100. Wiederholung hält, und eine schneeweiße Winterlandschaft.

Bis Aschenbrödel mit ihrem Prinzen davonreiten kann, muss es allerlei Schikanen durch ihre kalte Stiefmutter und deren eingebildete Tochter hinnehmen. In der deutsch-tschechischen Verfilmung der Cinderella-Geschichte aus dem Jahr 1973 erleben wir ein mutiges, selbstbewusstes und kluges Aschenputtel. Die junge Frau kann reiten, jagen und auf Bäume klettern. Immer wieder beweist sie, dass ihr Herz am rechten Fleck schlägt. Zusammen mit vielen kleinen und großen Helfern gelingt es ihr schließlich, ihr altes Leben als Dienstmagd hinter sich zu lassen.

Abgerundet wird dieses Wintermärchen durch eine Ohrwurm-Musik, bezaubernde Kostüme, etwas Magie und Filmszenen im und um das Barockschloss Moritzburg.

Zu den Sendezeiten an Weihnachten 2020.

Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmal Carol)

Das klassische Weihnachtsmärchen von Charles Dickens aus dem Jahr 1843 über die Bekehrung des geizigen, übellaunigen Ebenezar Scrooge.

Das Weihnachtsfest ist für den Geschäftsmann Scrooge reiner „Humbug“. Es hält ihn uns seinen Mitarbeiter nur von der Arbeit ab und kostet Geld. In der Nacht vor Weihnachten erhält Scrooge Besuch von drei Geistern. Der Geist der vergangenen Weihnacht erinnert Scrooge an seine Kindheit und Jugend. Der Geist der gegenwärtigen Weihnacht bringt Scrooge zu dessen Sekretär Cratchit. Obwohl seine Familie arm ist und ein krankes Kind pflegt, feiern sie zusammen ein fröhliches Weihnachtsfest. Der dritte Geist führt Scrooge schließlich an dessen einsames Sterbebett.

Schockiert besinnt sich Scrooge seiner Herzlosigkeit. Er wandelt sich zu einem besseren Menschen und beschert seinem Mitarbeiter Cratchit und dessen Familie ein festliches Weihnachten.

Die Weihnachtsgeschichte kannst Du online sowohl auf deutsch als auch im Original auf englisch nachlesen.

Hercule Poirots Weihnachten

Wer lieber Krimis mag, dem empfehle ich diesen Roman von Agatha Christie. Obwohl aus dem Jahr 1938, ist diese weihnachtliche Suche nach dem Mörder auch heutzutage noch spannend.

Der alte Simeon Lee hat es geschafft, alle seine Kinder und Enkel zu Weihnachten unter einem Dach zu vereinen. Doch das Wiedersehen steht unter düsteren Vorzeichen. An Heiligabend finden die Nachkommen ihren Vater mit aufgeschlitzter Kehle und inmitten einer großen Blutlache in dessen Bett. Ein Rätsel gibt die von innen verschlossene Tür zum Schlafzimmer auf. Wie hat der Mörder das gemacht?

Wie immer in Christies Romanen ist grundsätzlich jeder des Mordes verdächtig. Ihr Meisterdetektiv Hercule Poirot legt mit Hilfe seiner “harmlosen Plaudereien” den Charakter des Opfers frei. Die zahlreichen Spannungen der Familienmitglieder untereinander, die Begrenzung der Szenerie auf die Patriarchenvilla Gorston Hall und der untypische Verlauf des Weihnachtsfests machen diese Geschichte lesenswert.

“Deshalb ist die Weihnachtszeit auch eine Zeit der Heuchelei, gut gemeinte Heuchelei, in der besten Absicht, c’est entendu, aber eben doch Heuchelei.”

Hercule Poirot

Das Weihnachtsgedicht

Als Kind habe ich während der Adventszeit meine Musik-Kassette “Morgen kommt der Weihnachtsmann” rauf und runter gehört (bzw. von links nach rechts). Ein Gedicht darauf stammte aus dem 19. Jahrhundert und fängt für mich noch heute wie auf Knopfdruck die friedliche, besinnliche Stimmung von Weihnachten ein:

„Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen buntes Spielzeug fromm geschmückt
Tausend Kindlein stehn und schauen, sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern! Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen – O du gnadenreiche Zeit.“

Joseph von Eichendorff

Weitere bekannte Weihnachtsgedichte gibt es hier.

Ab unter den Baum

Mit diesen Weihnachtsgeschichten verabschiede ich mich in die Weihnachtspause. Es ist noch Zeit, die letzten Geschenke einzupacken und den Weihnachtsbaum zu schmücken. Egal, wie, wo und mit wem Du Weihnachten verbringst, ich wünsche Dir und Deinen Liebsten ein frohes Weihnachtsfest!

Denke daran: das beste Geschenk ist Deine Aufmerksamkeit. Und vergiss auch nicht, Dir etwas Zeit für Dich zu nehmen. Falls Dir zwischendurch alles zu viel wird, lies meine Tipps, wie Du Weihnachten vereinfachen kannst.

Jetzt Du: Welche Geschichten tragen Dich durch die Weihnachtszeit?

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