Geschenke, die glücklich machen

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Dieses Jahr ist wohl auch an Weihnachten alles ein wenig anders. Wenn wir etwas durch die Corona-Pandemie lernen, dann vielleicht die (bislang) selbstverständlichen Geschenke im Leben mehr Wert zu schätzen: das Lächeln eines Fremden, die Umarmung eines Freundes, die Nähe zu Menschen, die uns lieb sind.

Dieses Weihnachtsfest ist eine gute Gelegenheit, uns wieder an die ursprüngliche Bedeutung des Schenkens zu erinnern. Nicht, möglichst wertvolle Gegenstände zu tauschen, sondern einer Person zu zeigen, dass man sie liebt, schätzt und dankbar dafür ist, dass sie da ist.

Im Grunde brauchen wir dafür überhaupt kein Geld auszugeben. Ein Brief, ein Bild oder ein Anruf reichen, um unsere Verbundenheit auszudrücken. Bist Du dennoch auf der Suche nach Geschenkideen, schlage ich einen minimalistischen Ansatz vor: schenke etwas Nützliches oder Schönes und vermeide Dinge, die überflüssig oder mit bestimmten Erwartungen verbunden sind.

Zeit

Das Wertvollste, das Du jemandem schenken kannst, ist Deine Zeit. Kannst Du Deine Familie an Weihnachten sehen, konzentriere Dich ganz auf die Begegnung mit ihnen. Lass Dich nicht ablenken.

Schon die heute beginnende Adventszeit bietet sich an, etwas zusammen mit Familie und Freunden zu unternehmen. Wie wäre es, gemeinsam Plätzchen zu backen, Geschenke auszusuchen oder gemütlich einen Glühwein zu trinken? Falls ein Besuch bis zum Jahresende nicht möglich sein sollte, könntet Ihr Euch auch für das neue Jahr verabreden. Mein Tipp: ein Winterspaziergang inklusive Heißgetränk.

Unterstützung

Ganz sicher kannst Du etwas, das andere Menschen brauchen. Du könntest z.B. Verwandten das Geschenk machen, sie im Umgang mit dem Computer oder Smartphone zu unterstützen, Deinen Eltern bei Arbeiten in Haus und Garten helfen oder für Freunde babysitten, einkaufen oder den Hund ausführen.

Wünsche erfüllen

Wenn Du es schaffst, jemandem an Weihnachten einen Herzenswunsch zu erfüllen: *Jackpot*. Wie das geht? Entweder fragst Du direkt, was sich jemand wünscht. Dann liegst Du sicherlich richtig, es fehlt aber der Überraschungseffekt. Partner oder Eltern wissen meistens auch, worüber sich jemand an Weihnachten freuen würde. Am allerbesten überlest Du selbst, ob der zu Beschenkende in der Vergangenheit einen Wunsch oder einen Mangel erwähnt hat. Die Freude an diese (oft kleinen) Dingen ist besonders groß, weil Deine Aufmerksamkeit zum Geschenk dazugehört.

Erlebnisse

Schöne Erlebnisse machen glücklich und bleiben in guter Erinnerung. Sie sind deshalb als Geschenk Gegenständen vorzuziehen, die irgendwann Staub ansetzen. Wie Du Erlebnisse verschenkst:

  • Eintrittskarten für den Zoo, einen Freizeitpark, eine Therme oder Sauna, das Kino, Theater oder ein Konzert.
  • Gutscheine für ein Massagestudio, ein Café oder Restaurant in der Nähe.
  • Ein (gemeinsam belegter) Kochkurs, Sportkurs, Sprachkurs, Musikkurs, Malkurs, Fotokurs – je nach Interesse des Beschenkten.

Essen und Trinken

Etwas Ess- oder Trinkbares verschafft den Beschenkten Genuss und steht hinterher nicht (oder selten) ungenutzt herum. Zum Verschenken eignen sich z.B. Schokolade, Pralinen, Gewürze oder haltbare Spezialitäten wie italienische Nudeln, Olivenöl und Balsamicoessig. Etwas Besonders sind auch Champagner, Winzersekt und regional hergestellte Kaffeeröstungen und Spirituosen.

Ein Jahr Freude

An einem Geschenk-Abonnement hat der Beschenkte das ganze Jahr über Freude. Es gibt für nahezu jedes Hobby ein passendes Zeitschriften-Abo – von Astronomie bis Zoologie. Ein Pflanzenliebhaber freut sich vielleicht über ein Blumenabo. Oder Du gestaltest einen Jahreskalender mit persönlichen Fotos und Gedanken.

Nützliches

Es gibt Menschen, die sagen „Ich wünsche mir nichts. Ich habe schon alles.“ Das ist bescheiden und ehrenwert. In der Regel fehlt es uns auch an nichts Materiellem in unserem Leben. Wenn Du diesen Menschen dennoch eine Aufmerksamkeit zukommen lassen möchtest, bietet sich ein Gutschein für etwas an, das sie regelmäßig nutzen, z.B. für eine Tankstelle, den Baumarkt oder eine Buchhandlung.

Gutes tun

Im Namen von Menschen, die alles haben, kannst Du auch etwas Gutes tun. Dafür bieten sich Spenden für gute Zwecke an (z.B. für Denkmalschutz oder Kriegsgräberfürsorge) oder Patenschaften bei wohltätigen Organisationen (z.B. für Kinder, Tiere oder die Natur).

Kinder

Für Kinder empfehle ich die 4-Geschenke-Regel, wonach Kinder (nur) vier Geschenke erhalten, die jeweils eines der folgenden Bedürfnisse befriedigen: etwas, das Kinder sich wünschen, etwas, das sie benötigen, etwas zum Anziehen und etwas zum Lesen.

Selbstgemachtes

Zum Abschluss noch ein paar Ideen für mit Liebe gemachte Geschenke:

  • Plätzchen, Kuchen, Marmeladen und Eingemachtes
  • selbstgezogene Pflanzen
  • Kränze aus Tannenzweigen, Buchsbaum und Zypresse
  • (gerahmte) Bilder, Fotocollagen, Karten, Briefe und Gedichte
  • gestrickte Mützen, Schals und Socken
  • passt nicht ganz in die Kategorie, aber auch erwähnenswert: Bücher, die Du gelesen hast und weiterempfiehlst.

Wie auch immer Du Weihnachten feierst – ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein friedliches und gesundes Fest!

Jetzt Du: Waren diese Vorschläge hilfreich und hast Du noch weitere Geschenkideen? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Maria von Hoeren

    Liebe Rebecca,

    ja deine Vorschläge sind sehr gut aber sie bei Kindern umzusetzen ist schwierig – Weihnachten sollen sie doch nicht enttäuscht sein.

    1. Rebecca

      Liebe Maria,
      vielen Dank für Deine Anmerkung. Ja, wahrscheinlich erwarten Kinder heutzutage viele Geschenke an Weihnachten. Ich denke aber, man sollte es nicht übertreiben.
      Liebe Grüße
      Rebecca

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