Das kannst Du Dir jetzt sparen

Das kannst Du Dir jetzt sparen

Weihnachten rückt näher und damit eine Zeit des intensiven Konsums: Kaufen, Schenken, Essen und Trinken werden die restliche Zeit bis zum Ende des Jahres prägen. Black Friday und Cyber Monday geben den Startschuss zu einem Shoppingmarathon, verbunden mit dem Versprechen, jede Menge Geld zu sparen.

Während man von allen Seiten mit sensationellen Angeboten, Geschenkideen und Schlemmereien bombardiert wird, gibt es auch minimalistische Alternativen, etwa einen shoppingfreien November. Denn spätestens mit Beginn der Adventszeit, den Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkten und stimmungsvollen Auslagen, fällt es uns (sicher auch in diesem besonderen Jahr) schwer, Konsumzurückhaltung zu üben. Der November bietet sich gerade deshalb als Monat an, in dem wir uns auf das konzentrieren, was wir nicht brauchen.

Schone also in den kommenden Wochen Deine Finanzen und frage Dich, ob Du Dir die folgenden Dinge nicht lieber sparen kannst.

Trendkleidung

Herbst und Winter bringen es mit sich, dass wir mehr anziehen. Wenn beim Blick in den Kleiderschrank auffällt, dass etwas fehlt, spricht auch nichts dagegen, sich jetzt Wintermantel, Strickpullover oder Thermoleggings zu besorgen. Am besten für Portemonnaie und Nerven ist es, sich dabei auf klassische, zeitlose Mode zu konzentrieren, die auch in den nächsten Jahren noch tragbar sein wird. Die aktuellen Trendartikel, die in ein paar Wochen schon wieder out sind, kannst Du auf dem Wühltisch liegen lassen.

Kosmetikartikel

Drogerie Haul, anyone? Es gibt Kosmetikartikel, die braucht man einfach nicht. Zu den Produkten, die ich nicht mehr kaufe, zählen Gesichtsmasken (haben bei mir keinen Effekt), Haarkuren (sind überflüssig, sagt mein Friseur), Peelings (schaden auf Dauer der Haut), Rasierschaum (alternativ kann man Conditioner oder Duschgel nutzen) und Mundspülung (angeblich kontraproduktiv). Cremes und Make-Up halten nach dem Öffnen sowieso nur wenige Monate, weswegen man nicht zu viele davon gleichzeitig kaufen sollte.

Bearbeitungsgebühren

In der Finanzbranche gibt es eine Reihe von Bearbeitungsgebühren, die man sich sparen kann, indem man ein wenig Recherche betreibt, den Anbieter wechselt oder Geschäfte online erledigt. Nach meiner Erfahrung lohnt es sich besonders bei Girokonten, Tages- und Festgeldkonten, Wertpapier-Depots und Fondsverwaltung nach kostengünstigeren oder gar kostenlosen Angeboten zu suchen.

Gadgets

Unter diese Kategorie fasse ich alle Neuheiten, die Dir keinen wirklichen Mehrwert bringen. Das kann die neueste Version eines Smartphones sein, ein größerer Fernseher oder ein neues Paar Kopfhörer, wenn Deine bisherige Version noch gut funktioniert. Dazu gehören z.B. auch Küchenutensilien, die man selten benutzt (wer braucht eigentlich einen Topping-Zerkleinerer?), Ausrüstungsgegenstände, die Dein Leben nicht deutlich erleichtern, sowie generell Gegenstände, die schnell kaputt gehen.

Lieferdienste

Ich gebe zu, ich bin die Erste, die eine Speisekarte googelt, wenn sie keine Lust hat zu kochen. Im Nachhinein wird mir aber jedes Mal bewusster, dass ein Lieferservice langsamer und teurer ist, als selber etwas aufzuwärmen. Mein Tipp für den absoluten Hunger-Notfall: ein Vorrat an Essen, das man schnell und einfach zubereiten kann, z.B. Tiefkühlpizza, Doseneintopf oder Nudeln mit Pesto. Wenn Du zu den Personen gehörst, die regelmäßig unterwegs Snacks oder Getränke kaufen, könntest Du Dich darauf ebenso vorbereiten und Dir Verpflegung von daheim mitnehmen.

Zeitschriften

Sind sie nicht verlockend? All die schönen Hochglanzmagazine in den Bahnhofsbuchhandlungen versprechen „Alles über [Deine Leidenschaft einfügen]“, „Die neuesten Trends für [nächste Jahreszeit einfügen]“ oder „Wie Sie [Problem einfügen] jetzt lösen“. Mich hinterlassen die meisten Zeitschriften leider enttäuscht zurück, dafür mit dem Gefühl, einem gewissen Ideal nicht zu entsprechen, und dem Verlangen, etwas zu kaufen. Wie wäre es, das nächste Mal auf Reisen ein Buch zu lesen, ein Hörbuch zu hören oder einfach aus dem Fenster zu schauen?

Dekoration

Auch die Versuchung von Dekorationsgeschäften ist gigantisch – gerade in der Adventszeit. Wer möchte jetzt nicht ein modern und zugleich gemütlich eingerichtetes Zuhause haben? Aber bleiben wir ehrlich: wir haben genug Kissen, Kerzen, Kerzenständer, Vasen, Bilderrahmen, Bettwäsche, Handtücher, Taschen, Tischdecken, Vorratsdosen, Schüsseln, Teller, Gläser und Tassen. Wir brauchen das nicht alles noch mit Rentiermotiv.

Spontankäufe

Achtung: wenn wir gerade etwas gekauft haben, fällt es uns leichter, noch etwas zu kaufen. Dieses Phänomen machen sich gerne Onlinehändler zunutze – nach dem Motto „Jetzt weiter einkaufen“. Auch zeitlich und mengenmäßig begrenzte Angebote verleiten uns, mehr zu kaufen als wir benötigen. Bewährte Mittel, um Spontankäufe zu verhindern, sind Einkaufslisten oder Wunschzettel (kennen wir ja schon seit unseren Kindheitstagen). In der Adventszeit helfen uns solche Listen auch, den Überblick über unsere Geschenkideen zu behalten.

Bewussterer Konsum

Indem wir unsere Konsumgewohnheiten auf den genannten Feldern hinterfragen, erkennen wir besser, was überflüssig ist. Ein zeitlich begrenzter Verzicht eröffnet uns die Möglichkeit, unsere Ausgaben in Zukunft bewusster zu treffen. Frage Dich am Anfang, in welchen Bereichen Du das meiste Geld für Unnötiges ausgibst oder wo Du am leichtesten etwas sparen kannst. Dann wirst Du schnell erste Erfolge feststellen und mehr Geld für das haben, was Dir wirklich wichtig ist.

Und Du? Worauf möchtest Du in den nächsten Wochen verzichten?

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