5 einfach gute Ideen aus „Über die Psychologie des Geldes“ von Morgan Housel

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Die einfachen Ideen sind oft die besten. Aber sie sind nicht immer leicht zu finden.

Ich lese Bücher, um für Dich die besten Ideen für ein einfacheres Leben herauszufiltern. Denn einfach lebt es sich deutlich besser. Die jeweils 5 besten Ideen aus einem Buch stelle ich Dir hier vor.

Jede Idee muss dabei 3 Kriterien erfüllen. Sie ist

  • einfach zu merken
  • leicht in die Praxis umzusetzen und
  • hat eine positive Wirkung.

Diesmal stelle ich Dir 5 einfach gute Ideen aus diesem Buch vor:

„Über die Psychologie des Geldes: Zeitlose Lektionen über Reichtum, Gier und Glück“ von Morgan Housel*

Buchcover Die Psychologie des Geldes Morgan Housel Frei-mutig 5 einfach gute Ideen

Ausgangsfrage des Buches

Wie geht man erfolgreich mit Geld um? Das ist eher eine Frage der Psychologie als der Physik, sagt Morgan Housel. Unser Verhalten gegenüber Finanzen hat in der Regel wenig mit Daten und Fakten zu tun und dafür viel mit Gefühlen und Stimmungen. In Geldfragen verhalten wir uns selten rational, sondern tun das, was sich für uns stimmig anfühlt.

Wie wir bessere Finanzentscheidungen treffen, die in Einklang mit der Psychologie des Geldes stehen, verrät der Kolumnist Morgan Housel in 20 kurzweiligen Kapiteln.

5 einfach gute Ideen aus „Über die Psychologie des Geldes“ von Morgan Housel

1. Niemand ist verrückt

Es ist schwer, allgemeine Ratschläge für einen erfolgreichen Umgang mit Geld zu geben. Denn jeder Mensch hat ein individuelles Verhältnis zu Geld.

Unser individueller Blick auf die Welt ist das Ergebnis einer Mischung aus persönlichen Ängsten, Hoffnungen, Marketing, Stolz und Anreizen, die wir zu einem Plot vermengen, der für uns Sinn ergibt.

Wir wir durchs Leben gehen und darüber denken, wie Geld funktioniert – die Psychologie des Geldes – unterscheidet sich stark von Person zu Person. Jemand, der in Armut aufgewachsen ist, denkt anders über Chancen und Risiken als ein Kind reicher Investmentbanker.

Wie viel Risiko wir eingehen wollen und wie viel Sicherheit wir brauchen, welche finanziellen Ziele wir uns setzen und welche Finanzstrategie wir einschlagen, hängt von unserer persönlichen Erfahrung ab.

Für den einen bedeutet ein erfolgreicher Umgang mit Geld, die höchste Rendite in kurzer Zeit zu erzielen, für die andere, einen bestimmten Prozentsatz vom Einkommen über Jahre hinweg zu sparen.

Selbst wenn wir viel über die Geschichte des Geldes lernen und uns bemühen, wirtschaftlichen Zusammenhängen mit offenem Geist zu begegnen, ist die Kraft unserer Emotionen – vor allem der Ängste und Unsicherheiten – in Finanzfragen immer stärker.

„What seems crazy to you might make sense to me.“

„Was Dir verrückt vorkommt, kann in meinen Augen Sinn ergeben.“

Morgan Housel

Niemand entscheidet sich bewusst dafür, schlecht mit Geld umzugehen. Alle finanziellen Entscheidungen, die jemand trifft, sind in diesem Moment für denjenigen logisch bzw. erfüllen seine speziellen Bedürfnisse.

Aus psychologischer Sicht lautet der beste Finanztipp deshalb: Du solltest nicht einfach das Verhalten anderer nachahmen, sondern mit Deinem Geld so umgehen, dass Du nachts noch gut schlafen kannst.

Einfach gute Idee: Triff nur finanzielle Entscheidungen, mit denen Du ruhig schlafen kannst.

2. Zeit kann Enormes bewirken

Warum ist Warren Buffet so reich? Es gibt hunderte Bücher über Warren Buffet, einen der reichsten Menschen der Erde, die versuchen das Geheimnis seines finanziellen Erfolgs zu entschlüsseln.

Die wenigsten davon gehen auf die einfachste und doch entscheidende Erklärung ein: Warren Buffets Reichtum liegt nicht an seinen (erfolgreichen) Investitionen, sondern daran, dass er investiert, seit er ein kleiner Junge ist.

Buffet verdiente seine ersten Cents als Grundschüler. Als er zehn Jahre alt war begann er ernsthaft zu investieren. Mit 30 Jahren besaß er ein Vermögen von einer Million Dollar; im Alter von 56 Jahren knackte er die Marke von einer Milliarde Dollar. Heute, im Jahr 2023, mit 92 Jahren, verfügt Buffet über ein Vermögen von über 100 Milliarden Dollar.

Keine Frage, Warren Buffet ist sicherlich ein guter Investor. Doch der Schlüssel zu seinem finanziellen Erfolg liegt darin, dass er über ein dreiviertel Jahrhundert lang ein guter Investor war.

Das Beispiel soll deutlich machen: Zeit ist die entscheidende Größe beim Investieren. Die Wirkung des Zinseszins-Effekts ist enorm. Da sie aber unserer Intuition widerspricht, unterschätzen wir sie gerne. Dabei ist es dumm, das Potential von Zeit zu ignorieren und sie nicht in unserem Sinne zu nutzen.

„Compounding works best when you can give a plan years or decades to grow.“

„Zinseszins funktioniert am besten, wenn man einem Plan Jahre oder Jahrzehnte Zeit zum Wachsen geben kann.“

Morgan Housel

Wenn Du ein besserer Investor werden willst, solltest Du Deinen Zeithorizont verlängern, lautet eine einfach gute Idee aus dem Buch „Die Psychologie des Geldes“. Housel selbst investiert z. B. langfristig in kostengünstige Indexfonds.

Seine Finanzstrategie besteht nicht darin, Einzelaktien auszuwählen oder den richtigen Zeitpunkt zum Verkaufen vorherzusehen. Er konzentriert sich auf das, was er beeinflussen kann – eine hohe Sparquote, Optimismus, dass die Weltwirtschaft über die nächsten Jahrzehnte wachsen wird, und Geduld.

Einfach gute Idee: Erfolgreich Investieren ist vor allem eine Frage der Zeit.

3. Sparen. Einfach sparen.

Warum sollte man sparen? Für ein neues Auto, ein Haus, den nächsten Urlaub? Nichts spricht gegen das Sparen für konkrete Konsumwünsche. Doch es braucht keinen speziellen Grund, um zu sparen. Man kann – und sollte – auch einfach so sparen, empfiehlt Morgan Housel in „Die Psychologie des Geldes“.

Auf ein bestimmtes Ziel hin zu sparen, ergibt nur Sinn in einer Welt, die vorhersehbar ist. Ist sie jedoch nicht. Zu sparen ist wie ein Sicherheitsnetz, das uns bei unvermeidlichem Gegenwind auffängt.

Außerdem ist Geld nicht nur dafür da, um Produkte zu kaufen. Geld ist auch Zeit und je mehr wir gespart haben, desto mehr Freiheit und Flexibilität gewinnen wir.

Geld kauft uns Möglichkeiten: abzuwarten, nachzudenken, auf eine gute Gelegenheit zu warten. Je finanziell unabhängiger Menschen sind, desto unabhängiger sind sie zudem von der Meinung anderer.

„Money’s greatest intrinsic value – and this can’t be overstated – is its ability to give you control over your time.“

„Der größte intrinsische Wert von Geld – und das kann man gar nicht genug betonen – ist dessen Fähigkeit, Dir Kontrolle über Deine Zeit zu geben.“

Morgan Housel

Finanzielle Freiheit entsteht dann, wenn wir über einen langen Zeitraum weniger Geld ausgeben als einnehmen und die Differenz sparen und investieren. Wer lernt, mit weniger zufrieden zu sein, als er hat, wird niemals finanzielle Probleme bekommen. Dafür mehr Kontrolle über seine Zeit und Möglichkeiten.

Wohlstand aufzubauen hat letztlich wenig damit zu tun, wie hoch Dein Einkommen oder Deine Investitionsgewinne sind. Wohlstand ist relativ. Wer mehr ausgibt als er einnimmt, wird nie wohlhabend sein – auch wenn der Gehaltsscheck noch so üppig ist und der Sportwagen noch so glänzt.

Die gute Nachricht: Ob und wie viel Du sparst, hast allein Du in der Hand. Ganz im Gegensatz zu anderen Faktoren wie der Höhe von Steuern, der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes oder dem Ergebnis von Lohnverhandlungen.

Einfach gute Idee: Sparen ist immer eine gute Idee.

4. Niemals genug?

Viele reiche Leute tun ziemlich verrückte Dinge, um noch reicher zu werden. Obwohl sie das Geld nicht bräuchten, gehen sie hohe Risiken ein, überschreiten sogar das Gesetz, um noch mehr Geld zu verdienen.

Dabei gibt es rational gesehen keinen Grund, das zur riskieren, was man hat, für etwas, das man nicht braucht. Doch die Psychologie des Geldes ist, wie wir inzwischen wissen, nicht rational…

„The hardest financial skill is getting the goalpost to stop moving.“

Morgan Housel

Die Einsicht, ab einem gewissen Level nicht immer mehr Geld haben zu müssen, ist schwer.

Eine Ursache dafür ist, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen. Sich mit immer noch Reicheren zu vergleichen ist ein Spiel, das wir nicht gewinnen können. Irgendjemand ist immer reicher als wir.

Das Leben macht keinen Spaß ohne ein Gefühl dafür, wann es gut ist. Glücklicher lebt man, wenn man erkennt, dass man genug hat.

Genug zu haben heißt gleichwohl nicht, nicht ambitioniert zu sein oder nicht nach Besserem zu streben. Genug bedeutet zu wissen, wann der Preis für Mehr zu hoch ist.

Es gibt Dinge, die sollte man nie für Geld riskieren. Persönliche Freiheit, Reputation, Unabhängigkeit, Zufriedenheit, Familie und Freunde sind einfach unbezahlbar. Wenn Du sie verlieren solltest, wirst Du alles dafür geben wollen, sie wiederzubekommen.

Einfach gute Idee: Erkenne, wann genug genug ist.

5. passabel > perfekt

Es ist besser, finanziell einen passablen Weg zu gehen, als dem perfekten Plan nachzueifern. Wer das Thema Finanzen aus der Passabel-Perspektive betrachtet, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit länger am Ball bleiben – wie unter Punkt 2 erwähnt, der Hauptfaktor dafür, finanziell erfolgreich zu sein.

Ein Investor, der Entscheidungen trifft, die nicht perfekt sondern akzeptabel sind, wird seine Emotionen im Zweifel besser unter Kontrolle haben, als jemand, der überhaupt keine falsche Entscheidung treffen will.

„A plan is only useful if it can survive reality.“

„Ein Plan ist nur dann hilfreich, wenn er in der Realität besteht.“

Morgan Housel

Die Psychologie des Geldes lehrt uns: Wenn wir finanzielle Entscheidungen treffen, wählen wir in der Regel nicht diejenige Strategie, die rein mathematisch betrachtet den größten Erfolg bringen würde. Vielmehr wählen wir die Variante, die uns am wenigsten Kopfschmerzen bereitet.

Erwarten wir also nicht zu viel von einer Finanzstrategie. Wir sind alle Menschen. Und Menschen möchten nicht mehr nachdenken, als sie unbedingt müssten. Die Wenigsten fällen finanzielle Entscheidungen mit Hilfe einer Excel-Tabelle. Sie entscheiden sich im Kaufhaus, beim Abendessen, am Konferenztisch.

Hinzu kommt: Wer es nicht nur auf nackte Zahlen abgesehen hat, sondern auch andere Werte verfolgt, z.B. den Erfolg eines Produkts, eines Unternehmens oder eine persönliche Mission, wird nicht so schnell aufgeben, wenn es einmal nicht so gut läuft.

Einfach gute Idee: Eine nicht-perfekte Strategie ist langfristig erfolgreicher.

Alle 5 einfach guten Ideen aus „Über die Psychologie des Geldes“ auf einen Blick:

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Findest Du diese 5 Ideen auch einfach gut?
Dann wird Dir dieses Buch sicher gefallen!

Buchcover Die Psychologie des Geldes Morgan Housel Frei-mutig 5 einfach gute Ideen

„Über die Psychologie des Geldes: Zeitlose Lektionen über Reichtum, Gier und Glück“ von Morgan Housel* ist 2021 als Taschenbuch beim FinanzBuch Verlag erschienen und umfasst 224 Seiten.

Wenn Du das Buch über diesen Affilitate-Link* bestellst, unterstützt Du diesen Blog, ohne dass Zusatzkosten auf Dich zukommen.

Noch ein Tipp: Morgan Housel ist Mitgründer von Collaborative Fund, einem Unternehmen, das Start Ups finanziert und unterstützt. Auf dem dazugehörigen Collab Blog schreibt Housel regelmäßig über Geld, Psychologie, Geschichte, Glück und Ideen, die die Welt verändern.

*Affiliate-Link: s. dazu Ziff. 9 der Datenschutzerklärung

Welche der vorgestellten Ideen aus "Die Psychologie des Geldes" findest Du am besten? 
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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„Wer nicht weiß, welchem Hafen er zusteuern soll,
für den gibt es keinen günstigen Fahrtwind.“

Seneca

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