Die besten Inspirationsquellen während der Pandemie

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Je wilder die Nachrichtenlage, desto bewusster sollte unsere Mediennutzung ausfallen.

In den bisherigen Monaten der Pandemie war gut zu beobachten, wie diejenigen Stimmen stets mehr Gehör erhielten, welche besonders dramatische Entwicklungen prophezeiten. Dass schlechte Nachrichten die höchsten Einschaltquoten und Klickraten erhalten, ist zwar keine neue Erkenntnis. Doch ihre schiere Menge und die in ihnen stets mitschwingende potentielle Bedrohung unserer Gesundheit hinterlässt auch Nebenwirkungen.

Mir wurde im Laufe der Zeit immer klarer, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit Medien ist – bezogen sowohl auf die Nutzungsdauer als auch auf die Auswahl der Inhalte.

Positive Inspirationsquellen finden

Vielleicht noch wichtiger als das kritische Hinterfragen negativer Botschaften und ihrer Überbringer ist es für unsere geistige Gesundheit positive Inspirationsquellen zu finden.

Wir brauchen Inhalte, die uns dabei unterstützen, optimistisch zu bleiben, zu erkennen, was wir beeinflussen können, und uns in die von uns gewünschte Richtung weiterzuentwickeln.

Wir brauchen Menschen, deren bejahende Einstellung zum Leben ansteckend ist, die uns Mut machen und uns lehren, wie wir in jeder Krise nach den darin liegenden Chancen Ausschau halten.

Die besten Inspirationsquellen während der Pandemie

In diesem Artikel stelle ich Dir meine liebsten Inspirationsquellen während der Pandemie vor – von Büchern über Podcasts und Filmen bis hin zu Blogs. Ich hoffe, die eine oder andere Quelle weckt auch in Dir neue Motivation, Kraft und Zuversicht.

Außerdem interessiert mich, wer oder was Dich in jüngster Zeit besonders inspiriert hat. Lass mich und die anderen Leser gerne in einem Kommentar wissen, welche Inspirationsquellen Du in den letzten Monaten besonders schätzen gelernt hast und regelmäßig nutzt, um damit den vielen negativen Nachrichten etwas Positives entgegenzusetzen!

1. Bücher

„UNSCRIPTED: Life, Liberty, and the Pursuit of Entrepreneurship“ von M.J. DeMarco

Nach The Millionaire Fastlane* der zweite Bestseller von M.J. DeMarco. Dabei ging es dem Autor gar nicht darum, Erfolgsautor zu werden. DeMarcos Mission besteht vielmehr darin, anderen Menschen zu zeigen, wie sie – genau wie er – finanziell frei und unabhängig werden können.

Den Ausgangspunkt für ein Leben ohne Geldsorgen bildet für DeMarco eine Haltung, die unsere typischen Vorstellungen vom Erfolgspfad radikal in Frage stellt. Weder ein hohes Einkommen als Angestellter noch Selbständigkeit an sich führen demnach zu einem Leben in finanzieller Freiheit.

Chancen auf den wirtschaftlichen Durchbruch erhält laut UNSCRIPTED* nur derjenige, der sich von seinem Arbeitgeber unabhängig erklären und sein Einkommen von der Arbeitszeit entkoppeln kann. Zusätzlich braucht es ein Geschäftsmodell, dass ein Problem von möglichst vielen Menschen löst. Und Probleme gibt es bekanntlich genug…

„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari

Dies ist kein gewöhnliches Geschichtsbuch. Eine kurze Geschichte der Menschheit* erzählt die Geschichte des Menschen von seinen Ursprüngen auf eine Art, wie man sie bislang aus keinem anderen Geschichtsbuch kennt. Die Höhen und Tiefen unserer Urahnen lassen uns beim Lesen zugleich staunen wie erschrecken.

In großen Bögen wird die Entwicklung des Menschen so nachgezeichnet, dass Muster deutlich werden, die die Zeiten überdauern. Der Leser erkennt, welche Eigenschaften den Homo sapiens von allen anderen Hominiden unterscheiden – leider sind es nicht immer die besten.

Am Ende schlägt man das Buch dankbar zu für die neuen, tiefen Einsichten, die man gewonnen hat. Anderseits wird man anschließend mit einer gewissen Sorge auf die Zukunft der Menschheit blicken, denn der Autor Harari hat deutlich gemacht: Die wesentliche Eigenschaften des Menschen ändern sich nicht.

„Die Kunst des guten Lebens: 52 überraschende Wege zum Glück“ von Rolf Dobelli

Wovon ist unser Glück abhängig?

Seit der Antike beschäftigt die Menschen die Frage nach einem glücklichen Leben. Und seitdem variieren die Antworten. Der Schweizer Autor Rolf Dobelli ist sich sicher: Den einen Weg zum Glück gibt es nicht. Dafür ist die Welt viel zu kompliziert.

Viel wichtiger als Geld, Gesundheit oder Intelligenz sind mentale Werkzeuge, mit denen wir die Welt besser verstehen können. In seinem Buch Die Kunst des guten Lebens* stellt Dobelli 52 dieser gedanklichen Modelle vor, die ein gutes Leben zwar noch nicht garantieren, aber immerhin wahrscheinlicher machen.

Als Inspirationsquelle für neue Denkanstöße und verblüffende Perspektivwechsel kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der die gängigen Glücksrezepte hinterfragen möchte.

Auf Frei-mutig habe ich für Dich 5 einfach gute Ideen aus Dobellis „Die Kunst des guten Lebens“ zusammengefasst.

*Affiliate-Link: s. dazu Ziff. 9 der Datenschutzerklärung

2. Podcasts

„Die Kunst, Dein Ding zu machen“ von Christian Bischoff

Einer der erfolgreichsten Persönlichkeitstrainer sagt von sich selbst, seine Lebensaufgabe bestehe darin, andere Menschen groß zu machen.

Für mich ist Christian Bischoff eine Inspirationsquelle, weil sein Interesse an der Entwicklung anderer Menschen ehrlich wirkt und er die Überzeugung ausstrahlt, dass die Dinge am wichtigsten sind, die man nicht sehen kann.

Sein Podcast „Die Kunst, Dein Ding zu machen“ liefert wöchentlich neue Ideen und Tipps, wie Du Ängste überwinden, zu Deiner Herzensintelligenz finden und Dein volles Potential entfalten kannst.

Besonders gelungen finde ich die Podcast-Ausgabe mit Dieter Lange „Wie Du Bewusstheit und Glück findest“ (Folge 355).

Falls Dich Persönlichkeitsentwicklung interessiert, empfehle ich Dir außerdem meinen Artikel 5 einfach gute Ideen aus dem Buch „Bewusstheit“ von Christian Bischoff

„Finanzielle Intelligenz“ von Marc Friedrich

Marc Friedrich ist ein Finanzexperte – aber im guten Sinn! In seinen Sachbüchern, Videos und dem Podcast „Finanzielle Intelligenz“ klärt er auf markante Weise über wirtschaftliche Zusammenhänge auf. Börse alles andere als langweilig und für jeden verständlich.

Schonungslos warnt Friedrich nicht nur vor expansiver Notenbankpolitik und ihren Gefahren für unseren Wohlstand. Er ist auch jemand, der ein ganzheitliches Bild zeichnen möchte. Deshalb verknüpft er die wirtschaftlichen auch mit politischen, gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen.

Friedrichs Markenzeichen ist eine anpackende (und ansteckende) Einstellung: Sein Blick darauf, was uns Digitalisierung, Energiewende und Pandemie noch bringen, ist niemals pessimistisch, sondern zielt darauf, möglichst gut aufzuklären, vorzubereiten und praktische Handlungsempfehlungen zu geben.

Zum Einstieg empfehle ich Dir die Podcast-Folge mit Christian Bischoff „Warum Bitcoin die Zukunft ist!“

3. Serien und Filme

Sløborn

Eine 6-teilige Serie, die viele Entwicklungen der Corona-Pandemie wie in einer Glaskugel vorwegnimmt: Auf der fiktiven Nordseeinsel Sløborn bricht die tödliche Taubengrippe aus. Innerhalb von wenigen Tagen mutiert die idyllische Urlaubsinsel zu einem isolierten Katastrophengebiet.

Die Phasen im Umgang mit der unsichtbaren Gefahr, wie Ärzte, Polizei und Geschäftsleute verzweifelt einen Ausweg suchen, bringen uns ganz automatisch die Erinnerungen an die reale Pandemie zurück.

Meine Lieblingsfigur: Der Künstler, der auf die Insel kommt, um seine Schreibblockade zu überwinden, und es in jedem neuen Stadium des Dramas schafft, seine schrecklichen Erfahrungen in poetischer Form zusammenzufassen.

Der Schwerpunkt der Geschichte liegt allerdings bei den Folgen der Seuche für Kinder und Jugendliche und dadurch wird jene dystopisch-aktuell.

Die Serie Sløborn, von der es inzwischen auch eine 2. Staffel gibt, ist kostenlos in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Der Rausch

Nach einer These des norwegischen Psychiaters Finn Skårderud kommt der Mensch mit einem um 0,5 Promille zu geringen Blutalkoholwert auf die Welt. Vier befreundete Lehrer in der Midlife-Crisis wagen deshalb ein Experiment: Wie wirkt sich ein leichter, aber konstanter Alkoholpegel auf ihr Leben aus?

Zunächst rundum positiv: Mit den Drinks steigt die Stimmung, der Draht zu den Schülern verbessert sich und auch in die privaten Beziehungen zieht mehr Leidenschaft ein – alles läuft mit leichtem Rausch besser als vorher.

Doch es kommt, wie der Zuschauer befürchtet: Die Zahl der Cocktails, die für die gute Stimmung notwendig sind, wird ständig erhöht und irgendwann wird man die Geister, die man sich eingoß, nicht mehr los.

„Der Rausch“ mit Mads Mikkelsen ist ein ernster und zugleich froher Film. Er feiert das Leben, wie es ist – widersprüchlich, unberechenbar, tragisch, wunderschön. Zumal, wenn man weiß, dass die Tochter des Regisseurs Thomas Vinterberg während der Dreharbeiten bei einem Unfall verstarb.

Zum Trailer

Minimalism: A Documentary About the Important Things

Schon ein Klassiker? Der Dokumentarfilm „Minimalism: A Documentary About the Important Things“ begleitet für eine Buchtour die „Väter“ der Minimalismus-Bewegung: Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus, besser bekannt als The Minimalists.

In sehr persönlichen Szenen erzählen die beiden davon, wie erleichtert sie sich fühlten, als sie begannen, überflüssigen Ballast loszulassen, wie wenig Dinge es eigentlich braucht, um glücklich zu sein und wie wichtig jede einzelne Begegnungen im Leben ist.

Veröffentlicht im Jahr 2016, bin erst während der Pandemie dazugekommen, diesen Film zu sehen. Die Doku ist nicht nur ein Portrait von Minimalisten – andere bekannte Minimalisten wie Leo Babauta, Joshua Becker und Courtney Carver kommen auch zu Wort – sondern auch die Geschichte des Anfangs einer Bewegung, die inzwischen überall auf der Welt Verbündete gefunden hat.

Zum Trailer

4. Blogs

Collaborative Fund Blog

Welche Lehren kann man aus der jüngeren Geschichte ziehen? Was sagen uns die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten 100 Jahr über unsere Gegenwart und Zukunft?

Die Texte auf dem Blog von Collaborative Fund finde ich inspirierend, weil sie im Unterschied zu den täglichen Nachrichten eine wohltuend langfristige Perspektive einnehmen. Was bleibt wirklich übrig, wenn man alle wissenschaftlichen Erkenntnisse ohne Zeitdruck in einem größeren Zusammenhang betrachtet? Zum Beispiel, dass selbst intelligente Menschen meist irrationale Entscheidungen treffen – uns zwar besonders dann, wenn es um Geld geht.

Mein persönlicher Lesetipp: 5 Lessons from History von Morgan Housel

Scott H. Young – learn faster, achieve more

Prokrastination gehört heute vielleicht zur größten Herausforderung, der sich jeder stellen muss, der etwas Herausragendes schaffen möchte. Wie kann ich mich trotz unendlicher Ablenkungsmöglichkeiten besser konzentrieren, wie erfolgreich etwas Neues lernen, wie das Beste aus meiner Zeit machen?

Scott H. Young sucht nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen auf all diese Fragen, probiert die Antworten höchstpersönlich aus und berichtet anschließend auf seinem Blog von seinen Erfahrungen und wie jeder von uns davon profitieren kann.

Ein besonders lesenswerter Artikel: Do the Real Thing, der uns daran erinnert, dass wir in der Regel ganz genau wissen, was wir tun müssten, um erfolgreich zu sein.

Meine Frage an Dich: Welche Inspirationsquellen hast Du in den letzten Wochen und Monaten schätzen gelernt? 
Ich freue mich auf Deine Anregung in den Kommentaren!

Zum Weiterlesen empfehle ich Dir besonders folgende Artikel:

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Julia

    Liebe Rebecca,
    bei mir sind es vor allem Bücher, die mir als Inspiration dienen. Allen voran die Bücher von John Strelecky. Angefangen habe ich mit „Das Café am Rande der Welt“. Ich habe es bereits ganz oft gelesen und jedes Mal bin ich auf meinem Weg ein Stück weiter und verstehe noch mehr, was zwischen den Zeilen steht. Am Samstag habe ich mir aus der Bücherei das Buch „Embrace yourself“ von Taryn Brumfitt ausgeliehen und direkt in einem durchgelesen. Selbstliebe mausert sich zu einem zentralen Thema in diesem Jahr.
    Einer meiner liebsten Kanäle auf YouTube ist der von Selinatur. Ich folge ihr bereits seit Jahren und ihre Videos haben auf mich eine unglaublich inspirierende und beruhigende Wirkung.
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Rebecca

      Liebe Julia,
      vielen Dank für Deine vielen Inspirationstipps! „Das Café am Rande der Welt“ ist auch eines meiner Lieblingsbücher und da Du es gerade erwähnst, bekomme ich Lust, es direkt wieder zu lesen 🙂
      Zum Thema Selbstliebe und Selbstfürsoge fällt mir noch die aktuelle Blogparade von Anna Koschinski ein. Schau doch gerne einmal bei ihr vorbei: https://annakoschinski.de/selbstfuersorge-blogparade/. Vielleicht schreibst Du ja sogar einen eigenen Beitrag?
      Herzliche Grüße
      Rebecca

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