Finanzielle Freiheit – nur ein Traum?

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Träumst Du auch von der finanziellen Freiheit?

Die Vorstellung, losgelöst von allen Geldsorgen zu sein, ist verführerisch. Finanzielle Freiheit verspricht uns nicht nur Unabhängigkeit von einem ungeliebten Job, verständnislosen Vorgesetzten oder gierigen Kreditgebern. Mit ihr verbindet sich auch die Möglichkeit, genau das zu tun, was man tun möchte.

Ob Du nun die meiste Zeit mit der Familie verbringen, ein Hobby intensivieren, ausgedehnte Reisen unternehmen oder ein Herzensprojekt auf die Beine stellen möchtest – ausreichend finanzielle Mittel können Dir die Türen dorthin öffnen.

Die magische Zahl

Das mathematische Prinzip hinter der finanziellen Freiheit ist zunächst einfach erklärt: Als finanziell frei gilt, wer mindestens das 25-fache des eigenen Jahresbedarfs gespart hast. Von der Rendite dieser Summe am Aktienmarkt (4 Prozent) würden alle laufenden Ausgaben gedeckt und man könne für den Rest des Lebens damit auskommen, ohne jemals wieder arbeiten zu müssen.

Kennst Du schon die Summe, bei der Du Deine finanzielle Freiheit erreichen würdest? Um diese magisches Zahl herauszufinden, kannst Du einen Freiheitsrechner wie diesen benutzen.

Doch sei gewarnt vor dieser ersten Überschlagsrechnung: Je nachdem, wie hoch Dein Lebensstandard ist und wie viel Geld Du momentan zurücklegen kannst, wirst Du vielleicht feststellen, dass Dir noch viel Kapital fehlt, um Dich als finanziell frei zu bezeichnen.

Selbst optimistische Ansätze gehen davon aus, dass Du mindestens 7 Jahre auf die finanzielle Freiheit hinarbeiten musst – bei konstant hohen Sparbeträgen. Eine Übersicht über die Zeit, die es benötigt, finanzielle Freiheit zu erreichen – abhängig von Deinem jährlichen Einkommen und den jährlichen Ausgaben (in US-$) – findest Du hier.

Rückt der Traum von der finanziellen Freiheit damit in unerreichbare Ferne?

Am Anfang steht Ernüchterung

So hoch der Begriff der finanziellen Freiheit aktuell im Kurs steht, so bodenständig muss auch gesagt sein: Für die meisten von uns sind diese Zahlen zunächst ernüchternd.

Die notwendigen Sparbeträge erscheinen unrealistisch, die Wartezeit überfordert unsere Phantasie und schon scheinen sich unsere Träume von der Villa am Strand, der Weltreise oder der Rennpferdezucht in Luft aufzulösen.

Zumindest steht für viele am Anfang des Abenteuers die Erkenntnis, dass man sich bislang überall, nur nicht auf dem Weg zur finanziellen Freiheit befunden hat. Vielmehr wird uns klar, dass schon viel Zeit ungenutzt verstrichen ist, hoffnungsvoll gekaufte Finanzprodukte doch nicht zu uns gepasst haben und viel Geld verloren gegangen ist.

So oder so: Ehrlicherweise werden sich die meisten nach einem Blick auf die nüchternen Tabellen eingestehen müssen, dass es nicht so wie bislang weitergehen kann – wenn man es mit der finanziellen Freiheit denn ernst meint. Dafür sind größere Veränderungen an der Struktur der persönlichen Finanzen und den Gewohnheiten im Umgang mit Geld notwendig.

Doch nur ein Traum?

Sich die nicht so finanziell freie Realität einzugestehen, kann enttäuschen, frustrieren, verärgern. Aber lass Dich bitte vom ersten Schock der Zahlen nicht entmutigen.

Eine Art Weckruf ist manchmal die Voraussetzung dafür, aufzuwachen und die Weichen aktiv in eine andere Richtung zu stellen.

Suche auch nicht nach einem Schuldigen: Weder Deine Eltern, Lehrer, Partner noch Banken, Finanzexperten oder Dein Chef sind daran Schuld, dass Du aktuell finanziell stehst, wo Du stehst. Du allein trägst die Verantwortungen für Deine Finanzentscheidungen.

Und auch, wenn Du erst bei Null oder mit einem Minusbetrag anfängst, wenn Du glaubst, Du seist zu alt oder Du Dich gerade total überfordert von Geldfragen fühlst: Es ist nie zu spät, die Verantwortung für die eigenen Finanzen zu übernehmen.

Natürlich ist es gut, wenn Du möglichst früh beginnst – dann arbeitet die Zeit für Dich. Deshalb liegt es spätestens jetzt in Deiner Hand, das Fundament für Deine finanzielle Freiheit zu legen.

Wie Du das Fundament vorbereitest

Die Basis der finanziellen Freiheit ist ein breites, stabiles Fundament aus geordneten Finanzen, guten Gewohnheiten und dem Wissen um essentielle wirtschaftliche Zusammenhänge. Dafür kannst Du jetzt die Grundsteine legen.

1. Bringe Deine Finanzen in Ordnung

Verschaffe Dir am Anfang Klarheit über Deinen finanziellen Ausgangspunkt und lerne die fundamentalen Regeln im Umgang mit Geld.

Dazu gehört ein Kassensturz, der Deine momentane Vermögenssituation, alle laufenden Verträge, mögliche Schulden und andere Verpflichtungen sowie Deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben beinhaltet.

Um persönlich Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen, solltest Du eine Zeit lang die Grundregeln im Umgang mit Geld einüben. Dazu gehört zum Beispiel:

  • ein Haushaltsbuch zu führen (eine kostenlose Vorlage findest Du unter Material)
  • fortlaufend weniger auszugeben als einzunehmen
  • eine Einkaufs- / Wunschliste zu führen
  • keine Konsumschulden aufzunehmen
  • Rücklagen zu bilden.

Zu diesem Thema habe ich einen ausführlichen Artikel geschrieben: In 5 einfachen Schritten zu geordneten Finanzen

Außerdem empfehle ich Dir, Dir Deine bisherigen Erfahrungen und Verhaltensweisen in Bezug auf Finanzen vor Augen zu führen. Was kannst Du z. B. aus Verlusten für die Zukunft lernen?

2. Verbessere Deine Gedanken in Bezug auf Geld

Die ersten Veränderungen im Umgang mit Geld vorzunehmen ist wichtig. Doch sie berühren meist nur die Oberfläche Deiner Beziehung zu Geld.

Entscheidend auf dem Weg zur finanziellen Freiheit ist, dass Du Dir auch Deiner Gedanken über Geld bewusst wirst. Deine Gedanken über Geld sind relevant, weil sie Dich Chancen erkennen und ergreifen lassen.

Deine bisherigen Gedanken über Geld sind wahrscheinlich mehrheitlich negativ: Weit verbreitet sind Vorstellungen von Geldmangel, Reichtum nicht verdient zu haben oder der Glaube, dass Geld korrumpiert – auch wenn wir es nicht offen aussprechen.

Besonders unsere Hemmungen, Ängste und Sorgen in Bezug auf Geld halten uns zurück und verhindern, dass wir kalkulierte Risiken eingehen und Gewinnchancen nutzen.

Finanziell erfolgreiche Menschen denken anders über Geld: Sie sehen Geld als unterstützende Kraft in ihrem Leben an, glauben daran, dass sie die Macht des Geldes positiv für sich und andere einsetzen können und wissen, dass grundsätzlich genug Geld für alle da ist.

Als jemand, der Verantwortung für seine finanzielle Freiheit übernehmen will, übernimmst Du deshalb auch Verantwortung für Deine Gedanken über Geld und hinterfragst Deine bisherigen Geld-Glaubenssätze.

Zu diesem Thema empfehle ich Dir auch den Artikel Warum Deine Gedanken über Geld relevant sind

3. Investiere in Deine finanzielle Bildung

Wer sollte Deine Finanzen am allerbesten kennen und deshalb wissen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind? Du!

Kein Bankberater, kein netter Onkel und kein Finanzblogger kennt Deine persönliches Situation und Deine Träume so gut wie Du selbst. Deshalb ist es wichtig, dass Du (zusätzlich zu Deinen Einnahmen) Dein Wissen über den Umgang mit Geld kontinuierlich ausbaust.

Auf jeden Fall solltest Du die Grundzusammenhänge von Wirtschaft, Unternehmertum und Investitionen verstehen lernen. Dazu gibt es viele gute Bücher, Kurse und Blogs.

Zwei Bücher, die ich Dir zum Einstieg besonders empfehlen kann, heißen:

Der Weg zur finanziellen Freiheit: Die erste Million“ von Bodo Schäfer* und

Rich Dad, Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen“ von Robert Kyosaki*

Ein (englischsprachiger) Blog, den ich Dir sehr ans Herz lege, ist Four Pillar Freedom

Auf dem Weg zum Traumhaus

Wie Dein persönlicher Weg zur finanziellen Freiheit aussehen wird, hast Du selbst in der Hand.

Mein Tipp: Baue geduldig an Deinem Fundament und nimm Dir Zeit, die ersten Steine richtig zu setzen, denn

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“

Anton Bruckner

*Affiliate-Link (s. dazu Ziff. 9 der Datenschutzerklärung)

Meine Frage an Dich: Wofür würdest Du die finanzielle Freiheit nutzen?

Zum Weiterlesen empfehle ich Dir auch diese Artikel:

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