Minimalismus im Badezimmer – mehr Platz zum Entspannen und Verwöhnen

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Wie fühlst Du Dich, wenn Du Dein Badezimmer betrittst?

Genießt Du es, Dich morgens im Bad auf den bevorstehenden Tag vorzubereiten?
Findest Du hier nach einem anstrengenden Tag Gelegenheit, Dich zu erfrischen und zu entspannen?
Freust Du Dich auf Deine Zeit im Badezimmer?

Falls die Beschreibung (noch) nicht auf Dich zutrifft, kann Dir Minimalismus im Badezimmer helfen, dort künftig einen Raum zum Entspannen und Verwöhnen zu finden.

Wohlbefinden oder Unruhe?

Das Badezimmer ist ein Rückzugsort, dem eine besondere Bedeutung für unser persönliches Wohlbefinden zukommt. Das Bad kann zu einem kleinen Wellnesstempel werden, in dem wir uns täglich reinigen, pflegen und neue Kraft schöpfen.

Doch die Realität sieht oft anders aus. Im Alltag stören unzählige mit Werbebotschaften beklebte Flaschen, Tuben und Döschen auf den Ablageflächen die optische Ruhe. Aufgeschobene Aufgaben wie das Entkalken der Dusche sorgen für ein ständig schlechtes Gewissen. Kein Ort, an dem wir uns länger als nötig aufhalten wollen.

Mit einem minimalistischen Ansatz, der sowohl die verwendeten Produkte, die Einrichtung und die Ordnung im Badezimmer betrachtet, kannst Du das ändern.

In diesem Artikel erfährst Du, wie Du Minimalismus im Badezimmer praktizieren kannst, damit Du Dich ab sofort jeden Morgen auf die Minuten der Auszeit in Deinem privaten Spa freuen kannst.

Minimalismus im Badezimmer

Laut Minimalismus ist grundsätzlich weniger mehr. Sobald wir das Überflüssige reduzieren, gewinnen wir mehr Raum, Zeit und Geld für das Nützliche und Schöne im Leben.

Das Prinzip gilt auch für Minimalismus im Badezimmer: Indem wir aufbrauchen, ausmisten und uns auf das Wichtige fokussieren, legen wir nach und nach das Bad frei, das unseren individuellen Bedürfnissen am besten dient.

Die Ausgangsbedingungen für die Bad-Transformation sind in der Regel nicht die günstigsten. Denn im Hinblick auf die ersehnte Wellnessoase stellen uns einige Badezimmer vor große Herausforderungen:

  • Viele Badezimmer, gerade in Mietwohnungen, sind recht klein und Stauraum ist entsprechend rar.
  • Nicht alle Badezimmer haben Fenster, weshalb wir mitunter ausschließlich künstliches Licht und künstliche Belüftung vorfinden.
  • In einigen Badezimmern lagern Waschmaschine, Trockner und weitere Haushaltshelfer. Die sichtbare Erinnerung an (unerledigte) Hausarbeit kann uns vom Relaxen abhalten.

Wie gelingt es, solche Räume mit Ruhe und Entspannung zu verbinden?

1. Reduzieren

Für mehr Minimalismus im Badezimmer widmen wir uns zunächst den Produkten und Utensilien im Raum, die verzichtbar sind.

Häufig finden sich am Waschbeckenrand, auf Ablageflächen und in den Schränken eine breite Auswahl an allen möglichen Mittelchen, Tinkturen und Wundercremes. Zu verlockend waren die bunten Angebote in der Drogerie. Die „neue Formel“ erscheint uns als die bessere und Kosmetik-Hauls (Großeinkäufe) sind ein beliebtes Videoformat. Am Ende horten wir im Bad fünf und mehr angebrochene Produktvarianten und mit keiner sind wir richtig zufrieden.

Dein erster Schritt zu einem minimalistischen Bad besteht deshalb darin, Dich von allen überflüssigen Kosmetikprodukten zu befreien.

Folgendermaßen kannst Du beim Reduzieren vorgehen:

  • Verhänge eine Drogerie-Einkaufsquarantäne
  • Brauche alle mehrfach vorhandenen Produkte erst auf, bevor Du neue kaufst (auch Proben, Geschenke und Reisegrößen)
  • Entsorge Produkte, deren Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist. Nur 6 Monate haltbar sind z. B. Mascara und anderes Augen-Make-Up, Sonnencreme und Seren. Weitere Informationen zur Haltbarkeit von Kosmetik.
  • Sortiere Produkte aus, die Du nicht (mehr) benutzt oder nicht verträgst (die könntest Du an Freunde verschenken).

Identifiziere Deine Lieblingsprodukte

Sicher gibt es Kosmetikprodukte, die Du immer wieder kaufst – weil sie wirken, gut riechen oder Dir sonst ein gutes Gefühl geben. Identifiziere während der Phase des Aufbrauchens die Produkte, die Du am allerliebsten benutzt.

Vermutlich handelt es sich um die Produkte, die Du auch auf Reisen mitnehmen würdest. Meistens packen wir nämlich genau unsere Lieblingsprodukte ein, weil wir auch unterwegs keinesfalls auf sie verzichten wollen.

Bei den Produkten, bei denen alles passt, solltest Du weiterhin bleiben. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass neue Produkte wesentlich besser sind. Der Fokus auf Deine Favoriten wird Dich vom ständigen Suchen nach einem neueren, besseren Produkt entlasten. So sparst Du Zeit beim Einkaufen und weißt sicher, was Du an den Dir bekannten Produkten hast.

Reduziere überflüssige Kosmetik

Genauso wie Lieblingsprodukte wird es Produkte in Deinem Bad geben, auf die Du in Zukunft verzichten kannst, z. B. weil Du weniger Make-Up trägst, Deine Haare in einer anderen Art stylst oder natürliche Inhaltsstoffe bevorzugst. Kosmetikprodukte, die keinerlei Wirkung zeigen, die nicht mehr zu Deinem Lebensstil passen oder eine Allergie verursachen, kannst Du in Zukunft einfach weglassen.

Weniger Kosmetikprodukte zu nutzen, tut der Umwelt und Deinen Finanzen gut. Außerdem verhinderst Du, dass Deine Haut überfordert wird. Es ist tatsächlich möglich, seine Haut mit zu vielen Produkten zu überpflegen (nennt sich auch „Stewardessenkrankheit“). Die Folgen sind ein langwieriger Ausschlag und trockene Haut.

Weitere Vorschläge zum Reduzieren von Produkten im Badezimmer findest Du in den Blogbeiträgen von Achtsamer Minimalismus und Ich lebe Grün.

Miste die Badezimmer-Utensilien aus

Neben den überflüssig gewordenen Kosmetikprodukten verbergen sich in unseren Badezimmern häufig noch weitere „Leichen“ – diverse Utensilien, die aus den verschiedensten Gründen jahrelang unbenutzt herumliegen.

Durchforste Dein Badezimmer deshalb auch nach den Gegenständen, die Du jetzt und in Zukunft nicht mehr brauchst, z. B.:

  • alte Kosmetikpinsel, Schwämme und Bürsten
  • verbogene Haarklammern, ausgeleierte Haargummis, verfilzte Haarbürsten, ungenutzte Glätt-/Kreppeisen und Lockenstäbe
  • Nagelscheren, Wimpernzangen und Pinzetten, die nicht mehr richtig funktionieren
  • zu viele oder unansehnliche Handtücher und Waschlappen.

Falls Du noch mehr Ideen zum Ausmisten suchst, empfehle ich Dir meine Liste mit 100 Dingen, die Du sofort ausmisten kannst und 13 Fragen, die Dir das Ausmisten erleichtern.

Aufgrund der Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen im Badezimmer gibt es einige Gegenstände, die Du per se nicht im Badezimmer aufbewahren solltest. Zu den empfindlichen Gegenständen gehören Schmuck, Uhren und Medikamente.

2. Neu Ordnen

Nach dem Reduzieren können wir auf dem Weg zu mehr Minimalismus im Badezimmer den gesamten Raum in den Blick nehmen und neu ordnen. Wir schauen uns dazu die Aufbewahrungsmöbel, den Einrichtungsstil und passende Dekorationsmöglichkeiten an.

Finde die passende Einrichtung

Im Allgemeinen empfiehlt es sich für das Badezimmer (bzw. für jeden Raum des Hauses) einen Einrichtungsstil festzulegen und sich daran zu halten. Wiederholen sich ein Motiv oder eine Farbe an verschiedenen Stellen und passen mehrere Objekte gut zusammen, wirkt ein Raum auf uns harmonisch und entspannend.

Falls Du mit der (z. B. in einer Mietwohnung) vorhandenen Badgestaltung nicht zufrieden bist, bleiben Dir jenseits einer aufwändigen Renovierung noch jede Menge Möglichkeiten, Dein Bad mit den richtigen Einrichtungsgegenständen und bewusst eingesetzten Farben zu gestalten.

Möbel und Aufbewahrungsmittel suchst Du am besten danach aus, ob sie zum gewünschten Badezimmerstil passen und genug Stauraum bieten.

Extrem praktisch (gerade in kleinen Badezimmern) finde ich folgende Möbelstücke:

  • Spiegelschränke – sie schaffen unsichtbaren Stauraum für Kosmetik und reflektieren das Licht
  • Waschbeckenunterschränke – sie nutzen den Platz unter dem Waschbecken optimal aus
  • Hohe, schmale Regale und Hängeschränke – sie lassen einen Raum größer wirken
  • Waschmaschinen-Umbauschränke – sie nutzen den Platz über der Waschmaschine und bieten Platz für alle möglichen Waschutensilien.

Damit sich im Badezimmer eine ruhige Atmosphäre einstellt, sollte das Auge auf möglichst einheitliche, große Flächen treffen. Achte in diesem Zusammenhang z. B. darauf, dass Regale und Schränke blickdichte Türen haben. Ansonsten kannst Du auch nachträglich einen Vorhang anbringen oder einen Paravent aufstellen.

Weitere Möbelideen für mehr Stauraum im Bad.

Lass Dir helfen

Selbst ohne neue Möbel kann mit kleinen Helfern und überschaubaren Handgriffen mehr Ruhe und Ordnung in Dein minimalistisches Badezimmer einziehen:

Dekoriere stimmungsvoll

Schließlich hast Du die Möglichkeit mit dekorativen Elementen die Stimmung in Deinem Badezimmer positiv zu beeinflussen. Farblich aufeinander abgestimmte Handtücher, Badteppiche, Bilder und weitere Dekoobjekte wirken beruhigend. Wir fühlen uns einfach wohl, wenn in einem Raum eine bestimmte Farbe, ein Muster oder Motiv wiederholt aufgegriffen wird.

Inspirierende Dekoideen fürs Bad habe ich hier gefunden.

Tipps für kleine Bäder

Wie Du Dein Badezimmer dekorierst, entscheidet Dein persönlicher Geschmack.

Maritim frisch dekorierst Du ein Bad z. B. mit Weiß-, Grau- und Blautönen und Strandgut, das Dich an den letzten Urlaub erinnert. Wärme und Behaglichkeit strahlt eine Badezimmer in natürlichen Tönen aus, mit neutralen Erdfarben, Pflanzen und Naturmaterialien wie Holz und Rattan. Besonders elegant wirkt ein Bad mit rein weißen, schwarzen und silbernen oder goldenen Oberflächen.

Wenn Du besonders wenig Platz im Bad zur Verfügung hast, kann Minimalismus im Badezimmer ein positiver Wendepunkt sein. Wende die folgenden Tricks an, die einen Raum optisch größer wirken lassen:

  • Greife zu transparenten / gläsernen Aufbewahrungshelfern und Dekoobjekten
  • Stelle / Hänge viele Spiegel auf
  • Nutze mehrere Lichtquellen
  • Bevorzuge helle Farben für alle Stoffe und Flächen
  • Halte Ordnung (z. B. indem Du alles nach dem Benutzen zurück an seinen Platz legst)
  • Lagere Handtücher und Putzmittel in einem anderen Raum
  • Halte den Boden möglichst frei und hänge so viel wie möglich auf.

Zum Schluss: Erfreue Dich an Deinem minimalistischen Bad!

Ein auf das Wesentliche reduziertes und neu geordnetes Badezimmer wirkt befreiend. Ein Bad mit weniger Gegenständen und mehr freien Flächen lässt sich zudem leichter in Ordnung halten als ein zugestellter Raum. Deshalb wird Minimalismus im Badezimmer Dir auch freie Zeit schenken.

Um Dein Badezimmer dauerhaft in Ordnung und sauber zu halten, sind einige gute Gewohnheiten und eine regelmäßige Putzroutine sinnvoll. Falls Du einen eigenen Beitrag dazu lesen möchtest, (oder ich auch mit anderen Räumen des Hauses hier auf dem Blog aufräumen soll) hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

Ich hoffe, meine Tipps für mehr Minimalismus im Badezimmer helfen Dir, Dein Bad zu einem Ort zu machen, an dem Du ab sofort gut abschalten und Dich entspannen kannst. Da wir diesen Raum jeden Tag mehrfach benutzen, sollte er uns dabei helfen, gut mit unserem Körper und unserem Geist umzugehen.

Mein Ziel: Wenn Du in Zukunft das Badezimmer verlässt, fühlst Du Dich erfrischt und belebt!

Meine Frage an Dich: Vor welche Herausforderung stellt Dich Dein Badezimmer? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Zum Weiterlesen empfehle ich Dir besonders folgende Artikel:

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für den gibt es keinen günstigen Fahrwind.“

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