6 Ideen, wie Frauen mehr aus ihrem Geld machen

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Jedes Jahr zum Equal Pay Day am 7. März wird darauf aufmerksam gemacht, dass Frauen durchschnittlich weniger verdienen als Männer. Die Unterschiede beim Gehalt sind ein Indiz dafür, dass Frauen mit Blick auf Finanzen noch Nachholbedarf haben.

Auch aufgrund ihrer häufig unterbrochenen Berufsbiographien sind Frauen in der Regel stärker von Altersarmut gefährdet als Männer. Viele Frauen meiden darüber hinaus die Beschäftigung mit Finanzthemen wie ihrer Altersvorsorge und geben die Verantwortung für Geldfragen gerne komplett an den Partner ab.

Doch ohne finanzielles Bewusstsein entgehen Frauen viele Investitionschancen, sie verpassen die langfristigen Früchte des Zinseszinseffekts und machen sich im Zweifel finanziell abhängig von einem Partner oder staatlichen Zuwendungen.

Wer sich keine Zeit nimmt, sich um sein Geld zu kümmern, wird im Zweifel irgendwann kein Geld mehr für seine Zeit haben.

Die Frage lautet also: Wie können Frauen mehr aus ihrem Geld machen?

Ich bin der Meinung, es muss nicht länger bei der finanziellen Ungleichheit bleiben. Es gibt vieles, das Frauen im Umgang mit ihren Finanzen deutlich besser machen können! In diesem Artikel stelle ich Dir 6 Maßnahmen vor, mit denen ab sofort alle Frauen mehr aus ihrem Geld machen können.

Ladys, nehmen wir unsere Finanzen in die Hand, überwinden wir die Versorgungslücke und sorgen wir dafür, dass der Equal Pay Day endlich aus den Kalendern verschwindet!

6 Ideen, wie Frauen mehr aus ihrem Geld machen

1. Verantwortung übernehmen

Der erste und wichtigste Punkt: Jede Frau sollte die volle Verantwortung für ihre Finanzen übernehmen.

Du allein kennst Deine Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Lebenspläne am besten und deshalb kannst auch nur Du die Finanzentscheidungen treffen, die am besten zu Dir passen.

Deine persönlichen Finanzen sind viel zu wichtig, um sich nicht mit der Frage auseinanderzusetzen, was für Dich ökonomisch sinnvoll ist: Von Deiner finanziellen Intelligenz hängt ab, wie viel Du arbeitest, was Du Dir leisten und wann Du in Rente gehen kannst.

Übernimm deshalb die volle Verantwortung für Deine Finanzen. Überlasse finanzielle Richtungsentscheidungen genauso wenig wie vernünftige Chancen-Risiken-Analysen anderen Menschen – egal ob Deinen Eltern, Deinem Partner, einer Bank oder den Medien. Nur wer selbst seine Finanzen in die Hand nimmt und lernt unabhängige Entscheidungen zu treffen wird finanziell auf eigenen Beinen stehen können.

Warum Du gerade jetzt finanzielle Verantwortung übernehmen solltest

Natürlich ist es viel bequemer, sich in Geldfragen auf andere zu verlassen. Doch woher weißt Du, ob die Menschen wissen, was sie mit Deinem Geld tun, wenn Du nicht selbst grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge verstehst? Könnte es sein, dass andere nicht immer nur Dein Wohl im Sinn haben, sondern eigene finanzielle Interessen verfolgen? Woher wissen sie überhaupt, wie sie mit den aktuellen geldpolitischen Herausforderungen umgehen sollen?

Angesichts der momentan schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – u.a. Niedrigst-Zinsen auf dem Sparbuch, Inflationsraten um 5 Prozent, steigende Energie- und Lebensmittelkosten – ist es sogar noch wichtiger geworden sich mit Geldthemen auseinanderzusetzen.

Tagesgeldkonto, Lebensversicherung und Anleihen reichen nicht mehr, um das eigene Geld vor Entwertung zu schützen. Um Deine Kaufkraft zu erhalten, brauchst Du auch Sachwerte. Und um ein Vermögen aufzubauen, benötigst Du Investitionsmöglichkeiten.

Die Börse, Aktien und Fonds sollten Dir nicht länger Angst einjagen. Die gute Nachricht lautet: Jede kann die grundlegenden Zusammenhänge der Wirtschaft und der Finanzmärkte lernen.

Und aus eigener Erfahrung weiß ich: Je mehr frau über Finanzthemen weiß, desto mehr Spaß wird ihr der Vermögensaufbau machen. Und mit wachsendem Vermögen baut sie auch mehr Selbstbewusstsein auf, das wiederum auf andere Lebensbereiche ausstrahlen wird.

2. Sich selbst informieren

Um Deiner neuen Verantwortung für Deine Finanzen auch gerecht zu werden, ist notwendig, dass Du selbst zur Geld-Expertin wirst.

Lebst Du in einer Partnerschaft könntet Ihr Euch ab sofort gemeinsam um Eure Finanzen kümmern. Es ist sogar sinnvoll, wenn jeder Partner sich entsprechend seiner Stärken ins Geldmanagement einbringt. Grundsätzlich musst Du als Frau aber genauso über Eure finanzielle Situation insgesamt informiert sein wie Dein Partner.

Nicht zuletzt für die (nicht zu hoffenden) Fälle einer Trennung, einer schweren Krankheit oder Berufsunfähigkeit, solltet Ihr beide finanziell vorbereitet sein.

Beginne mit einem Kassensturz und verschaffe Dir einen Überblick über alle Deine Vermögenswerte, Verträge und Versicherungen. Wie hoch sind Deine monatlichen Ausgaben im Vergleich zu Deinen Einnahmen? Hast Du Schulden, bekommst Du Zinsen, wie viel Geld kannst Du jeden Monat zurücklegen?

Interessiere Dich dafür, wohin Dein Geld fließt. Suche nach Einsparpotentialen. Vergleiche Angebote und achte auf das Kleingedruckte.

Um Dir einen ersten finanziellen Überblick zu verschaffen, empfehle ich Dir meinen Artikel: Geordnete Finanzen in 5 einfachen Schritten.

Zur Weiterbildung in Geld-Themen steht Dir eine große Auswahl an Finanzbüchern, Finanzblogs und Finanzpodcasts zum Teil kostenlos zur Verfügung. Außerdem gibt es unzählige Vorträge und Online-Kurse, mit denen Du Dich leicht von zu Hause in Finanzfragen weiterbilden kannst.

Unter den Finanzbloggerinnen empfehle ich Dir besonders:

Lerne aus dem Erfahrungsschatz dieser und anderer Vorbildfrauen. Finde heraus, welche Antworten sie auf weit verbreitete finanzielle Herausforderungen geben: Was bedeutet eine Teilzeitstelle für meine Rente? Wie vermeide ich, dass sich eine Scheidung negativ auf meine finanzielle Existenz auswirkt? Wie groß wird meiner Versorgungslücke voraussichtlich ausfallen? Welche Faktoren verhindern Altersarmut bei Frauen? Wie fange ich an zu investieren? Lohnt sich Bitcoin? Du bist mit Deinen Fragen nicht allein!

3. Kritisch werden

Wenn Frauen mehr aus ihrem Geld machen wollen, müssen sie in meinen Augen in Finanzfragen deutlich kritischer werden. Mit naiver Gutgläubigkeit zieht frau gerade beim Thema Geld leider immer den Kürzeren.

Auch wenn es uns schwer fällt zu erkennen und entsprechend zu handeln: Bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf und diejenigen, mit denen Du in der Regel Geschäfte machst, sind nicht einmal Deine Freunde!

Hinterfrage deshalb kritisch, was Du über Geld gelernt hast und glaubst darüber zu wissen:

  • Glaube nicht alles, was Du in den Medien hörst, liest und siehst
  • Frage Dich, warum Deine Familie und Deine Eltern Dir bestimmte finanzielle Ratschläge geben
  • Spüre Deine persönlichen Glaubenssätze über Geld auf
  • Prüfe die Versprechen von Bank-, Anlageberatern und Werbebroschüren kritisch. Welche finanziellen Interessen könnten jeweils dahinter stecken?
  • Kaufe keine Produkte allein weil sie reduziert sind oder subventioniert werden, sondern nur, wenn sie zu Deiner individuellen Lebenssituation passen.

4. Über Geld sprechen

Über Geld spricht man bekanntlich nicht – zumindest hierzulande.

Einkommen, Schulden oder Kosten für Reisen sind Themen, die selten zwischen Freundinnen oder Arbeitskolleginnen angesprochen werden. Auch mit Vorgesetzten fällt es oft schwer über das Gehalt zu sprechen – selbst dann, wenn Angestellte Zusatzaufgaben übernommen, Prozesse optimiert oder Weiterbildungen besucht haben.

Doch ohne Kommunikation in Geldfragen verpasst frau nicht nur die Gelegenheit auf eine Gehaltserhöhung. Auch Missverständnisse und falscher Neid könnten abgebaut werden.

Um mehr aus Deinem Geld zu machen, empfehle ich Dir deshalb, Dich häufiger mit Familie, Freunden oder Kollegen über Finanzen auszutauschen. Auch wenn es zunächst Ungewöhnlich scheint, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Gespräch über Geld für beide Seiten bereichernd sein kann. Ist das Eis einmal gebrochen, besteht in der Regel großes Interesse an einem Austausch und man lernt immer etwas Neues dazu oder bekommt sogar einen guten Tipp.

Apropos Tipps: Warum nicht einmal finanziell erfolgreiche Menschen nach einem Tipp fragen? Wahrscheinlich trauen sich das die Wenigsten zu, doch ich vermute, dass ein Grund, warum jene Menschen so erfolgreich sind, darin liegt, dass sie mutig nach dem gefragt haben, was sie sich wünschen.

Insofern lohnt es sich doppelt, wenn Du lernst, über Geld zu sprechen und z.B.

  • Deinen Vorgesetzten auf eine Gehaltsanpassung ansprichst
  • Dich bei (langjährigen) Vertragspartnern nach günstigeren Konditionen erkundigst
  • bei Händlern nach Rabatten fragst
  • Verkäufern Fragen zu Vertragsdetails stellst (z.B. noch nicht erwähnte Gebühren, Möglichkeiten der vorzeitigen Kündigung).

5. Weibliche Instinkte nutzen

Wenn Frauen investieren, sind sie häufig erfolgreicher als Männer. Frauen investieren meist ausgewogener und langfristiger, sie zocken und prahlen weniger.

Wer neben dem Job einen Haushalt schmeißen, Kinder erziehen und sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern kann, kann natürlich auch seine Finanzen mit Erfolg managen. Warum auch nicht?

Nutze also die Skills, die Du als Frau sowieso (gelernt) hast, um das Beste aus Deinem Geld zu machen!

  • Führe ein Haushaltsbuch und erkenne Deine Ausgabenmuster
  • Plane Deine Ausgaben mit Hilfe von Budgets
  • Setze bei Investitionen nicht alles auf eine Karte und habe Geduld.

Auch im Hinblick auf die nächste Generation kannst Du heute schon Gutes säen: Achte etwa darauf, dass Kinder früh den Zusammenhang von Leistung und Entlohnung mitbekommen, z.B. indem Du ihnen erklärst, wie lange Ihr auf einen schönen Urlaub gespart habt. Übertrage ihnen auch finanzielle Verantwortung z.B. indem sie mit ihrem Taschengeld bestimmte Dinge selbst finanzieren müssen. Außerdem lohnt es sich für Kinder früh mit dem Sparen zu beginnen, weil sie den Zinseszins über Jahrzehnte ausnutzen können.

6. Konsumgewohnheiten ändern

Wie sehen Deine Shopping-Gewohnheiten aus? Ist Einkaufen für Dich eine Freizeitbeschäftigung? Oder gönnst Du Dir öfter ein wenig Luxus zur Stimmungsverbesserung, wenn es Dir nicht gut geht? Nimmst Du sogar Schulden für Konsumprodukte (Handtaschen, Kleider, Urlaub) auf? Dann solltest Du Deine Einkaufsgewohnheiten überdenken. Retail Therapy funktioniert nicht.

Zumindest wirkt sie nur kurzfristig. Und abgesehen davon, dass Du schon bald den nächsten Konsumkick brauchst, könntest Du bedeutend besseres aus Deinem Geld machen, z.B. eine berufliche Auszeit finanzieren oder Dich auf den Weg zur finanziellen Freiheit machen.

Mein Tipp: Lerne, im Rahmen Deiner finanziellen Verhältnisse zu leben. Noch besser: Lerne, weniger auszugeben als Du einnimmst und investiere den Rest in eine finanziell freiere Zukunft!

Meine Frage an Dich: Nimmst Du Deine Finanzen schon selbst in die Hand? Wie machst Du mehr aus Deinem Geld? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. julia

    Hallo Rebecca,

    bei mir hat es vor ein paar Jahren klick gemacht, als mal wieder mein jährlicher Rentenbescheid kam. Dann fiel mit das Hörbuch von Madame Moneypenny in die Hände, ich habe es beim kochen gehört;)
    Danach fing ich an etwas zu ändern. Inzwischen legen wir in ETFs für uns und die Kinder an, haben klare Ziele wo es finanziell hingeht, sorgen privat fürs Alter vor. Witzigerweise manage ich in unserer Familie inzwischen die Finanzen und es tut gut, genau zu wissen, wo Du stehst, wie es weiter geht.
    Mittlerweile habe ich die Kids (16 und 14) angesteckt. Unsere Tochter bekommt beim Blick auf ihr Onlinekonto leuchtende Augen, unser Sohn hat sich einen großen Traum erfüllt.
    Weil ich erst spät (mit etwa 40) angefangen habe mich damit auseinanderzusetzen finde ich es umso wichtiger meine Kinder von Anfang an mit reinzunehmen.

    Allein die Frage von unserer Tochter: Was verdient ihr eigentlich? hat Glaubenssätze aufgedeckt: „über Geld spricht man nicht“. Wieso nicht, war die Frage an meinen Mann. Er konnte sie auch nicht beantworten.

    Finanzielle Bildung ist für Frauen wichtiger denn je. Ich kenne Frauen in meinem Bekanntenkreis die sich aus finanziellen Gründen nicht von ihrem Mann trennen, weil sie es sich nicht leisten können. Frauen, die keine Ahnung haben was ihr Mann verdient, die selbst nur ein sehr geringes Einkommen haben, welches auch noch mit Lohnsteuerklasse 5 versteuert wird. Ich habe schon oft gehört, dass Frauen eun gutes Bauchgefühl haben, was finanzielle Entscheidungen angeht.
    Ich habe uns privat einen riesen Schritt nach vorn gebracht…und bin ziemlich stolz drauf.
    Auch die Frage der Konsumgewohnheiten ist eine wichtige. Benötige ich wirklich die neue Hose, macht sie mich glücklich und zufrieden oder versuche ich etwas zu kompensieren?
    Und den wichtigsten Punkt benennst Du zuerst! Verantwortung übernehmen!
    Liebe Grüße
    Julia

  2. Lisa

    Ein unglaublich wichtiges Thema. Erst vorhin habe ich dazu den Artikel „Zahl der Rentner in Hartz IV erreicht Höchststand: Immer mehr Rentnerinnen und Rentner sind auf die Grundsicherung durch den Staat angewiesen. Frauen sind vom Altersarmut besonders betroffen.“ gelesen.

    (Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/altersarmut-zahl-der-rentner-in-hartz-iv-erreicht-hoechststand/28142088.html#:~:text=Die%20Gesamtzahl%20der%20Rentnerinnen%20und,in%20Grundsicherung%20als%20im%20Vorjahr)

    Eine schöne Zusammenfassung mit wertvollen Tipps. Toll, dass du dieses wichtige Thema hier aufgreifst.

    Vielen Dank auch für deine Empfehlung & Verlinkung, das freut mich sehr.

    Liebe Grüße
    Lisa

    1. Rebecca

      Liebe Lisa,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und den Linktipp. Ja, die aktuellen Rentendaten rütteln auf und verdeutlichen noch einmal, wie wichtig es ist, dass sich Frauen mit ihren Finanzen intensiver beschäftigen.
      Danke auch Dir, dass Du die Themen rund ums Geld auf Deinem Blog so anschaulich und nachvollziehbar aufbereitest.
      Liebe Grüße
      Rebecca

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