Jahresplanung (Teil 2): Erfolgreich Ziele erreichen

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Am Anfang eines jeden Jahres stellt sich erneut die Frage: Wie kann ich meine Ziele erreichen? Aus den guten Vorsätzen und den noch vagen Wünschen soll Realität werden.

Im ersten Teil der Jahresplanung ging es darum, Dich mit Deinen Träumen, Sehnsüchten und Bedürfnissen zu verbinden. An diesen Fixsternen richten sich Deine Jahresziele für die 5 wichtigsten Lebensbereiche aus.

Im folgenden zweiten Teil der Jahresplanung beschäftigen wir uns damit, diese Ziele möglich zu machen. Um Deine Ziele zu erreichen, benötigst Du passende Instrumente der Planung und Umsetzung. Welche Methoden Du nutzen kannst, beschreibe ich in diesem Artikel.

Hast Du schon eine Weile an der Umsetzung Deiner Ziele gearbeitet, empfehle ich Dir, eine konstruktive Halbzeitbilanz zu ziehen.

Wenn Ziele nicht verfolgt werden

Unsere Träume erfüllen sich nicht von alleine. Das reine Aufschreiben von Zielen – so konkret sie auch formuliert sein mögen – bleibt folgenlos und war überflüssig, wenn wir anschließend nicht an ihrer Umsetzung arbeiten. Die Wunschliste funktioniert höchstens beim Christkind.

Das Entscheidende nach der Zielsetzung ist zu handeln.

„Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.“

Johann Wolfgang von Goethe

Leichter geschrieben als getan, ich weiß. Selbst wenn unsere Ziele klar wie bei Föhnwetter vor uns liegen, gibt es (scheinbar) tausend Gründe, warum wir sie doch nicht verfolgen.

Die größten Hindernisse heißen:

Wir sollten dafür gewappnet sein, auf unserem Weg zum Ziel auf Widerstand zu stoßen. Seien es Angst vor Kritik, die Verlockung des Komforts im Jetzt oder die neuesten Serien-Trends – an Ausreden fehlt es uns in der Regel nicht.

Um große Ziele zu verfolgen braucht es deshalb eine gute Strategie. Meiner Erfahrung nach fällt das Erreichen von selbstgesetzten Zielen leichter, wenn wir auf diese drei Weggefährten setzen:

Erfolgreich Ziele erreichen

Die Macht der Klarheit: Was soll ich tun?

Unsere Ziele müssen in klare Handlungen übersetzt werden. Den Weg zu unseren Quartals- und Jahreszielen gehen wir in vielen einzelnen Schritten, die aufeinander aufbauen.

Für jedes Deiner Ziele gibt es eine individuelle Lösung, die Deine Erfahrungen und Deine persönliche Ausgangsposition berücksichtigt. Welche Handlungen im einzelnen zu Deinen Ziele führen können, kannst Du herausfinden, indem Du Dir die folgenden Fragen stellst:

  • Was kann ich tun, um meine Ziele zu erreichen?
  • Welche Kenntnisse brauche ich dafür?
  • Wie kann ich mir dieses Wissen aneignen?

Schreibe mindestens 20 Handlungen auf, die Dich Deinem Ziel näher bringen würden. Je mehr Einfälle Du notierst, desto besser. Die entscheidenden Ideen fallen uns meist erst gegen Ende der Liste ein.

Die Macht der kleinen Veränderungen: Mikroerfolge

Wenn Du ein Ziel erreichen willst, musst Du Dich verändern. (Sonst wärst Du ja schon am Ziel angekommen.) Große Veränderung fallen uns jedoch recht schwer, vor allem am Anfang. Wir können es uns ein wenig leichter machen, wenn wir sie in in kleinen, attraktiven Einheiten angehen.

Überlege Dir, welche kleinsten Veränderungen Du im Alltag in Richtung Deines Ziels vornehmen kannst, und betrachte selbst die (von außen) unscheinbarsten Bewegung als Erfolg. Ich nenne das Mikroerfolge.

Ein paar Beispiele:

  • Wenn Du abnehmen möchtest, könntest Du Deinen Tee oder Kaffee einmal ohne Zucker trinken. Wenn Du bisher Dein Heißgetränk immer mit Zucker getrunken hast, wäre diese kleine Veränderung ein Mikroerfolg für Dich.
  • Falls Du ein finanzielles Budget einhalten willst, könntest Du vor dem nächsten Einkauf eine Einkaufsliste erstellen. Schaffst Du es, Dich an die Liste zu halten, hast Du auch einen Mikroerfolg erzielt.
  • Besteht Dein Ziel darin, mehr Bücher zu lesen, bestünde ein Mikroerfolg darin, einmal 5 Minuten zu lesen, anstatt wie sonst ein weiteres Youtube-Video zu schauen.

Aus Deiner persönlichen Sicht ist jede kleine Veränderung in Richtung Deines Ziels als Mikroerfolg zu bewerten. Die einzelnen Mikroerfolge mögen zunächst wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken. Doch bei Mikroerfolgen geht es primär darum, überhaupt in Bewegung zu kommen und verschiedene Verhaltensänderungen auszuprobieren. Und steter Tropfen höhlt den Stein.

Behandle Deine Mikroerfolge auch als solche, indem Du z. B.

  • ein Erfolgstagebuch anlegst
  • anderen Menschen davon erzählst
  • Dir nach 5 Mikroerfolgen etwas gönnst.

Mein Tipp: Vergleiche Dich auf dem Weg zu einem Ziel nicht mit anderen, sondern immer nur mit Dir selbst. Frage Dich: Was kann ich heute besser machen als gestern?

Die Macht der Gewohnheiten

Das Geheimnis der Zielerreichung liegt in der Vielzahl an guten Entscheidungen auf dem Weg dorthin. Viele kleine Mikroerfolge summieren sich auf Wochen, Monate und Jahre gesehen zu großen Veränderungen in unserem Leben.

Gesund ernähren wir uns nicht, indem wir einmal in der Woche einen Salat essen und ansonsten nur Fast Food. Fit werden wir nicht, indem wir einmal im Monat ein 4-stündiges Workout absolvieren und den Rest der Zeit auf der Couch verbringen. Fit und gesund werden wir durch eine Reihe von Entscheidungen im Sinne unserer Gesundheit.

Gute Gewohnheiten nehmen uns diese täglichen Entscheidungen ab.

Weil sie unser Gehirn entlasten, sind sie unser vielleicht größter Verbündeter dabei, Ziele zu erreichen. Wir müssen nicht mehr lange überlegen, ob und wie wir etwas machen – wir tun es einfach aus Gewohnheit. Nach einer Phase der Eingewöhnung (etwa 30 bis 60 Tage) fällt es uns schließlich leichter eine Gewohnheit auszuführen als sie zu unterlassen.

Gute Gewohnheiten als Verbündete

Finde deshalb gute Gewohnheiten, die Dich auf Deinem Weg zu Deinen Zielen unterstützen.

Wenn Du Dich z. B. mehr bewegen möchtest, empfiehlt es sich, immer die Treppe statt den Aufzug zu nehmen, mit dem Rad oder zu Fuß den Arbeitsweg zurückzulegen oder nach dem Mittagessen einen 20-minütigen Spaziergang zu machen. Erinnere Dich an Deine Mikroerfolge: Welche Veränderungen kannst Du gut im Alltag weiterführen?

Aber Achtung. Nicht alles, was wir täglich tun, ist auch gut für uns. Wenn wir es zur Gewohnheit werden lassen, jeden Tag mehrere Stunden ziellos durchs Internet zu surfen, fühlen wir uns hinterher unzufrieden und überreizt. Ein gutes Erkennungszeichen für eine schlechte Gewohnheit: Wir fühlen uns kurzfristig gut, im Nachhinein dafür schlecht.

Der Erfolg guter Gewohnheiten wird sich mit der Zeit einstellen. Halte durch! Wir unterschätzen leicht, was wir durch tägliche Handlungen in einem längeren Zeitraum erreichen können. Allein jeden Tag 10 Seiten zu lesen, addiert sich zu rund 300 Seiten im Monat! Das entspricht einem ganzen Roman oder zwei kurzen Fachbüchern.

Als besonders hilfreich haben sich für mich übrigens die folgenden guten Gewohnheiten herausgestellt: 6 Gewohnheiten, die das Leben leichter machen

Regelmäßig Bilanz ziehen

Damit Du Deine Ziele erfolgreich erreichen kannst und sie nicht verfehlst, ist es wichtig zwischendurch Bilanz zu ziehen. Dadurch siehst Du, wie weit Du schon gekommen bist, auf welchen Gebieten es noch hakt und wo Du Nachbesserungen vornehmen kannst.

Um das Ausführen Deiner guten Gewohnheiten nachzuvollziehen, empfehle ich Dir einen Gewohnheiten-Kalender (kostenlos zum Download unter Material). Der Kalender motiviert Dich nicht nur täglich am Ball zu bleiben, sondern gibt Dir auch Hinweise darauf, ob Dir eine Handlung schon in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Auch nach jedem Quartal solltest Du Dir die Fragen beantworten:

  • Was habe ich in den vergangenen 3 Monaten geschafft?
  • Welche Quartalsziele habe ich nicht erreicht?

Überlege Dir in diesem Zusammenhang auch:

  • Wie habe ich das geschafft?
  • Warum habe ich ein bestimmtes Ziel (noch) nicht erreicht?

Anschließend setzt Du Dir neue Ziele für das nächste Quartal. Dabei berücksichtigst Du Deine bisherigen Erfahrungen und passt Deine Handlungen und Gewohnheiten entsprechend an, damit sie Dich auch zum richtigen Ziel führen.

Der Weg ist das Ziel

Mit den passenden Handlungen und Gewohnheiten wirst Du mit der Zeit Deine Ziele erreichen.

Es ist wie beim Wandern: Nachdem Du Dich entschieden hast, wohin Du willst, legst Du eine Wanderroute fest. Unterwegs prüfst Du immer wieder, ob Du noch auf dem richtigen Pfad bist. Hast Du Dich einmal verirrt, orientierst Du Dich kurz neu und setzt Deine Reise fort.

Ich wünsche Dir auf Deinem Weg zu Deinen Zielen viel Erfolg!

Meine Frage an Dich: Was kannst Du heute tun, um Deinem Ziel ein Stück näher zu kommen?

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