Warum ich den Sommer liebe und fürchte – und wie ich ihn dieses Jahr nicht verpasse

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Sommer ist für mich die schönste Zeit des Jahres! Das Licht und die Wärme schenken mir mehr Energie, alles geht leichter von der Hand, man fühlt sich in den luftigen Kleidern freier und beweglicher, jeder Blick in den blauen Himmel verursacht gute Laune, man verbringt mehr Zeit draußen und in der Natur,… Ich könnte ewig die positiven Seiten dieser Jahreszeit aufzählen.

Warum der Sommer mich euphorisch und melancholisch macht

Doch schon mit der Sommersonnenwende fällt alljährlich ein Schatten auf mein Gemüt. Dass die Tage von nun an wieder kürzer werden, stimmt mich melancholisch. In nicht allzu weiter Ferne wird es wieder Zeit, Strümpfe anzuziehen, die Heizung aufzudrehen und die Tage unter künstlichem Licht zu verbringen.

Irgendwann Ende September stellt sich Traurigkeit ein, dass die unbeschwertesten Wochen des Jahres zu Ende gehen. Und mich beschleicht der leise Verdacht, die Sommerzeit nicht gut genug genutzt zu haben.

Denn so sehr ich mich auf die warme Jahreszeit freue, habe ich dennoch etwas recht Widersprüchliches festgestellt: Mit dem Sommer sehne ich Gefühle und Aktivitäten herbei, die dann oft gar nicht wie erhofft oder nur selten eingetreten sind. Viele Chancen, das schöne Wetter und die Urlaubszeit zu nutzen, blieben ungenutzt. Bestes Beispiel: Der brandneue Picknickkorb, der seit drei Jahren im Keller auf seinen ersten Einsatz wartet.

Der Moment, in dem es Klick machte

Als vor Kurzem drei Personen in meinem Umfeld unabhängig voneinander von ihren Freibadbesuchen erzählten, machte es endlich Klick bei mir: Worauf wartete ich eigentlich? Der Sommer ist längst da!

Wenige Tage später, an einem freien Vormittag, packte ich daraufhin flink meine Badesachen und fuhr ins nächstgelegene Freibad – etwas, das ich schon jahrelang nicht mehr gemacht hatte, obwohl ich Freibäder liebe.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – es war einfach großartig! Erst die Aufregung auf dem Weg ins Bad, dann die wohlbekannten Geräusche bei der Ankunft, das Schreien von Kindern, das Klatschen nach dem Sprung ins Wasser. Alles fühlte sich vertraut und zugleich erweckend an: der Rasen unter den nackten Füßen, die erfrischende Kälte beim Einstieg ins Becken, die einem kurz den Atem nimmt. Die wohlige Wärme der Sonne, wenn man später auf dem Handtuch liegend sich von der Sonne wieder trocknen lässt.

Meine Sommer-Wunschliste

Ein zeit- und schwereloses Zustand, wie man ihn in der Kindheit so oft erlebt. Entspannt auf einer Wiese liegen, den Blättern beim Rauschen zuhören und die Gedanken wie die Wolken schweifen lassen. Eigentlich fehlte nur die Portion heißer Pommes mit Ketchup.

Der Ausflug ins Freibad tat so gut und wie lange hatte ich das nicht mehr gemacht! Warum nur?

Ich erinnerte mich, dass ich in den zurückliegenden Jahren immer vergebens auf die passende Begleitperson gewartet hatte, mir abwechselnd einredete, es wäre zu warm oder zu kalt zum Baden oder einfach meinen Wunsch aufschob.

Doch diesmal hatte ich Nägeln mich Köpfen gemacht und es einfach durchgezogen. Und noch auf der Liegewiese mit Blick in die Baumwipfel nahm ich mir vor, solche besonderen Sommermomente öfter aktiv herbeizuführen. Im Kopf entwarf ich eine Liste mit Aktivitäten, die ich in diesem Sommer noch erleben möchte.

Sie umfasst folgende Unternehmungen:

  • einen Zoobesuch, weil ich noch ein Freiticket habe
  • ein Freiluftkonzert, bei dem ich die Seele baumeln und mit den Klängen mitschwingen lasse
  • eine Radtour, am liebsten mit einem schattigen Biergarten als Ziel
  • ausreiten, weil ich Pferde liebe und es für mich das Schönste auf der Welt ist
  • ans Meer fahren, weil das Rauschen der Wellen und der Blick in die Ferne mich auftankt
  • die Sterne beobachten, weil sie meine inneren Koordinaten wieder zurechtrücken
  • und natürlich einen großen Picknick-Ausflug, um den Korb endlich einzuweihen.

Dein perfekter Sommer wartet auf Dich

Es ist im Grunde eine kleine Maßnahme mit großem Veränderungspotential.

Dadurch, dass ich mir die Zeit genommen habe, meine Wünsche zu formulieren und aufzuschreiben, sind sie konkret geworden und haben Verbindlichkeit erhalten. Wenn sich demnächst wieder eine Gelegenheit ergibt – ein freier Tag oder ein freies Wochenende – werde ich die Sommerwunschliste zur Hand nehmen und überlegen, was davon gerade machbar wäre. Die Wahrscheinlichkeit, die Aktivitäten auch umzusetzen, ist deutlich gestiegen.

Was fehlt Dir noch zum perfekten Sommer?

Möchtest Du Freunde zu einem Grillabend einladen, auf die Berge steigen, einen Sonnenuntergang beobachten, ein fremdes Land kennenlernen? Dann fang heute noch an, Deine Wunschaktivitäten zu planen! Denn nur was geplant wird, wird auch umgesetzt.

Der Sommer ist kurz. Und er verfliegt noch schneller, wenn wir ihn nicht jetzt mit Leben füllen!

Was möchtest Du diesen Sommer unbedingt noch erleben?
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Zum Weiterlesen empfehle ich Dir besonders folgende Artikel:

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Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Claudia

    Hallo Rebecca,
    du hast ja so Recht! Man muss sich Ziele setzen für diese wunderbare Jahreszeit, auch wenn sie noch so klein erscheinen, wie dein so wunderbar beschriebener Freibadbesuch. Ich hatte direkt die Gerüche von Freibad-Pommes und Chlor in der Nase und das Platschen im Ohr, das entsteht, wenn jemand ins Becken springt.
    Ist doch echt verrückt, dass das in unserer Kindheit und Jugend so selbstverständlich passiert ist, und wir diese Dinge als Erwachsene ewig aufschieben.
    Ich will zum Beispiel schon seit Jahren bei uns um die Ecke in der Alster schwimmen gehen.
    Dein Artikel hat mich auf jeden Fall motiviert, mir zu überlegen, was für Sommer-Highlights ich mir noch vornehmen möchte. Danke dafür!
    Liebe Grüße
    Claudia

    1. Rebecca

      Liebe Claudia,
      freue mich sehr zu lesen, dass der Artikel bei Dir etwas in Bewegung gesetzt hat.
      Viel Spaß beim Schwimmen in der Alster und einen tollen Sommer!
      Liebe Grüße, Rebecca

  2. Petra Bäumler

    Liebe Rebecca!

    Herzlichen Dank für deinen schönen Bericht zum Sommer. Das mit dem Freibad kann ich total gut nachvollziehen, mir geht es genau wie dir! Danke also für den Tipp, Freibad steht jetzt definitiv auf meiner Liste für den nächsten freien Tag. Und zwar ganz für mich alleine, mit einem guten Buch und leichtem Essen im Gepäck.

    Hab einen schönen Sommer, es grüßt dich herzlich aus Nürnberg
    Petra

    1. Rebecca

      Liebe Petra,
      sehr gerne! Freue mich, dass ich Dich inspirieren konnte 🙂
      Herzliche Grüße ins schöne Frankenland
      Rebecca

  3. Verena

    Hallo Liebe Rebecca,

    Sommer ist neben Frühling meine Lieblingsjahreszeit.
    Ja man sollte sich wirklich mehr Zeit nehmen den Sommer zu genießen.
    Ein Freibadbesuch ist eine super Idee oder auch der Besuch im Zoo.

    Vielen Dank für die Tipps, wieder ein sehr schöner Beitrag

    Liebe Grüße

    Verena

    1. Rebecca

      Liebe Verena,
      ich freue mich immer sehr über Deine Rückmeldungen zu meinen Texten! 🙂 Tatsächlich plane ich dieses Wochenende, einen weiteren Punkt von der Sommer-Wunschliste umzusetzen…
      Herzliche Grüße und bis hoffentlich bald
      Rebecca

  4. Max Mustermax

    Hi,
    herrlich aufgeschrieben!
    Ich mache mir jeden Winter einen Jahresplan mit Wünschen. Dann gehe ich es unmittelbar an: Schreibe Freunde an oder reserviere schon mal. Proaktiv.

    Bspw. Möchte ich im Jahr mindestens einmal XYZ machen, dann schreibe ich das schon mal in den Kalender, schreibe einen Freund an, ob er auch möchte, reserviere es.
    Das klappt meist sehr gut.
    – 1 neues Freibad entdecken
    – einmal Wandern
    – einmal ins Stadion
    – einmal ins Kino mit
    – einen Kurs besuchen/ etwas Neues lernen
    – einmal zur Kirmes gehen

    Kann ich nur empfehlen. 🙂

    1. Rebecca

      Lieber Max,
      das klingt, als hättest Du Deine Ziele und Wünsche immer gut im Blick. Danke für die weitere Inspiration. Bei uns in Münster ist auch gerade Kirmes – vielleicht schau ich mal vorbei 🙂
      Herzliche Grüße
      Rebecca

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