Egal ob der Übergang von der heißen zur kalten oder von der kalten zur warmen Jahreszeit: Jeder Saisonwechsel bietet die optimalen Bedingungen dafür, mit Minimalismus zu starten!
Warum Minimalismus gerade jetzt so leicht fällt, warum Du überhaupt darüber nachdenken solltest, minimalistischer zu leben und 3 Tipps, wie Du am besten damit loslegst, verrate ich Dir in diesem Artikel.
Warum der Saisonwechsel die beste Zeit ist, um mit Minimalismus zu starten
Es gibt keinen falschen Zeitpunkt, aber wer den Einstieg in ein einfach besseres Lebens finden möchte, kann in den Phasen des jahreszeitlichen Übergangs regelrecht beflügelt werden!
1. Ein Wechsel im Kleiderschrank steht an
Die Zeit zwischen Sommer und Herbst bzw. Frühling und Sommer ist geradezu perfekt, um Minimalismus auszuprobieren oder wieder neu für sich zu entdecken.
In diesen Wochen des Übergangs muss sowieso jeder von uns seinen Kleiderschrank durchgehen und entweder die dünnen oder die warmen Sachen hervorholen und nicht mehr benötigte Kleider wegräumen.
Warum also nicht gleich beim Saisonwechsel ein bisschen Ballast abwerfen? Die Gelegenheit der Kleiderschrankumstellung lässt sich ganz leicht damit verbinden, Ungenutztes und Abgetragenes ein für allemal auszumisten.
Indem wir uns von den überflüssigen Teilen in unserem Kleiderschrank trennen, gewinnen wir nicht nur Platz und Übersichtlichkeit hinzu. Wir erleichtern uns auch von dem schlechten Gewissen, das ungetragene Kleidungsstücke verursachen können, und erleichtern uns die tägliche Outfitwahl.
2. Das Wetter motiviert uns
Wenn im Frühling die Welt draußen wieder auftaut und aufblüht, werden auch in uns neue Energien geweckt. Wir wollen Frische und Licht in unser Leben und unsere Wohnräume lassen. So wie wir dann von selbst mehr Lust auf Bewegung und leichteres Essen bekommen, fällt uns auch das Ausmisten und Loslassen überflüssiger Dinge leichter.
Ganz ähnlich wirkt sich der Herbst auf unsere Bereitschaft aus, alte Dinge gehenzulassen: Wir verbringen mehr Zeit im Haus und möchten es uns in den eigenen vier Wänden schön behaglich einrichten. Trübe Regentage lassen sich gut nutzen, um den Eingangsbereich neu zu ordnen, ein angefangenes Buch endlich zu Ende zu lesen oder lange liegengebliebenen Papierkram zu erledigen. Danach sieht die Welt immer ein bisschen heller aus.
3. Die Veränderung im Außen öffnet uns für innere Veränderung
Ich glaube, der Hauptgrund, warum ein Saisonwechsel so gut für einen Minimalismus-(Neu)Start geeignet ist, liegt darin, dass sich die äußere Veränderung auf unser Inneres auswirkt. Wie außen so innen.
Wenn sich unsere Umgebung neu färbt und das Wetter einen anderen Takt einschlägt, fühlen auch wir den Drang, Vergangenes loszulassen und Neues auszuprobieren. Wir wollen uns neu erfinden, neue Ziele setzen.
Die Zyklen der Natur wirken auf unser Psyche zurück. Warum sie nicht zu unserem Vorteil nutzen?
Warum Du genau jetzt Minimalismus ausprobieren solltest
Es gibt viele Gründe, minimalistischer zu leben. Bei mir begann Minimalismus mit der Einsicht, dass die Ursache für das Platzproblem im Einraumappartement, das ich mir mit meinem Freund geteilt habe, nicht zu wenig Stauraum, sondern zu viel Zeug war.
Du weißt nicht, ob ein minimalistischeres Leben etwas für Dich wäre? Es gibt mehrere sichere Anzeichen dafür, dass Du von Minimalismus profitieren könntest:
- Obwohl Dein Kleiderschrank voll ist, hast Du nichts anzuziehen
- Du hast das Gefühl, dass Du keine Zeit für die wichtigen Dinge im Leben hast
- Obwohl Du fleißig bist und Dein Terminkalender voll ist, kommst Du nicht voran
- In jeder freien Minute lenkst Du Dich in den sozialen Medien ab.
Es gibt unzählige Dinge, Termine und Aktivitäten, die uns von dem abhalten, was uns wichtig ist. Wenn Du diesen Ballast reduzierst, der weder schön noch hilfreich ist, wird sich Dein Leben dramatisch verändern.
Du möchtest etwas für Deine Gesundheit tun? Ein lange gehegtes Herzensprojekt umsetzen? Mehr Zeit mit Deiner Familie und Freunden verbringen? Egal, was für Dich in der nahenden Saison (und längerfristig) relevant ist – Minimalismus wird Dir helfen, die notwendige Zeit und Energie dafür zu finden.
Probiere es aus! Indem Du Dich als angehender Minimalist darin übst, das Wichtige vom Unwichtigen klar zu unterscheiden und das Überflüssige loszulassen, gewinnst Du viel mehr als nur Stauraum für die neuesten Trends.
Du wirst erkennen, dass Minimalismus auch zu positiven Veränderungen in anderen Lebensbereichen führt und etwa Deine Finanzen und Deine Beziehungen verbessert.
Minimalismus macht Dein Leben einfacher, reicher und tiefgründiger. Was hast Du also zu verlieren?
3 Tipps, wie Du mit Minimalismus beginnst
Du möchtest Minimalismus ausprobieren? Super!
Die beste Nachricht nach dieser Entscheidung lautet: Du kannst sofort damit beginnen, minimalistischer zu leben. Schon kleine Veränderungen werden Dich spürbar entlasten und Dich ermutigen weiterzumachen.
Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es sich anfangs überwältigend anfühlen kann, Ordnung ins lange gepflegte Chaos zu bringen.
Wenn Du Minimalismus ausprobieren möchtest, empfehle ich Dir deshalb folgende 3 Schritte für den Einstieg:
1. Starte in einem kleinen Bereich
Der erste Schritt in ein minimalistischeres Leben gelingt am leichtesten, wenn Du bei Deinen physischen Dingen beginnst. Am besten fängst Du in einem kleinen, gut abgrenzbaren Bereich an.
Gute Ausgangspunkte sind zum Beispiel Dein Kleider- oder Schuhschrank, der Nachttisch oder Schreibtisch. Du kannst auch mit einer einzelnen Schublade, einem Regalfach oder Deiner Handtasche anfangen und dort ausmisten, was Du nicht mehr brauchst.
Der Aufwand des Aussortierens sollte überschaubar sein, damit Du schnell Fortschritte sehen kannst. Das Erfolgsgefühl einer aufgeräumten Zone wird Dich motivieren, auch an anderen Stellen in Deiner Wohnung fortzufahren. Ordnung hat eine positive Ausstrahlung.
Das Ausmisten an sich ist ein Prozess in 4 Schritten: ausleeren, reinigen, sortieren und nur das Wesentliche wieder einräumen. Wie Du im Detail vorgehst, habe ich am Beispiel eines Portemonnaies in diesem Artikel beschrieben.
Wenn Du bei einigen Dingen unsicher bist, ob Du sie in Zukunft noch gebrauchen könntest (was ziemlich sicher vorkommt), kannst Du sie zur Probe vorübergehend in eine Kiste packen und bei Bedarf zurückholen.
Du musst nichts überstürzen und sollst später nichts bereuen. Geh lieber langsam vor und dafür konsequent.
2. Achte auf Deinen Konsum
Zur Wahrheit über Minimalismus gehört zweitens: Die Erfolge des Ausmistens werden nicht lange anhalten, wenn Du anschließend in gewohnter Geschwindigkeit neue Sachen einkaufst.
Für einen längeren Effekt solltest Du Dein Einkaufsverhalten etwas abbremsen. Hör auf, Dich glücklich zu kaufen.
Achte daher nach dem Ausmisten eine Weile auf Deinen Konsum, zum Beispiel indem Du einen oder mehrere der folgenden Tipps umsetzt:
- einen Monat lang nichts (außer Essen und notwendige Drogerieartikel) kaufen
- vor dem Einkaufen eine Einkaufsliste schreiben
- ein Haushaltsbuch über alle Deine Ausgaben führen
- Dinge erst aufbrauchen, bevor Du etwas Neues kaufst (z.B. Kosmetik und Lebensmittel)
- größere Wünsche auf einer Wunschliste notieren und eine Kaufentscheidung mindestens 7 Tage aufschieben.
3. Verändere Deine Mediennutzung
Zum dritten empfehle ich Dir für ein minimalistischeres Leben, den Saisonwechsel zu nutzen, um Deine Mediennutzung (zumindest vorübergehend) zu verändern.
Heutzutage sind wir fast ununterbrochen online, konsumieren Unmengen an Nachrichten und Infohäppchen, und lassen uns von leichtester Unterhaltung berieseln. Kein Wunder, dass wir unruhig, oberflächlich informiert und unkonzentriert sind.
Minimalismus kann auch hier für Erleichterung sorgen, weil wir durch ihn zu einem bewussteren Medienkonsum finden.
Beim Nutzen von YouTube, Social Media & Co. gibt es viele Möglichkeiten anzufangen. Wie wäre es zum Beispiel mit diesen Schritten?
- Lies nur einmal am Tag Nachrichten online
- Reduziere die Werbung in Deinem Leben, z.B. indem Du Newsletter von Shops abbestellst oder Adblocker installierst
- Räume den Startbildschirm auf Deinem PC und Smartphone auf, lösche ungenutzte Programme und Dateien
- Begrenze die Zeit, die Du in den sozialen Medien verbringst, z.B. durch die Einstellung „Digital Wellbeing“ oder Konzentrationsapps
- Führe Zeiten ein, während derer Du Dein Handy nicht nutzt, z.B. die erste Stunde am Morgen, beim Essen oder abends im Bett
- Unternimm mehr Offline-Aktivitäten.
Von wo aus immer Du gerade startest: Ich wünsche Dir eine gute minimalistische Reise! Wenn Du noch mehr Inspiration suchst, wirst Du auf diesem Blog zahlreiche Artikel finden.
Fällt Dir Loslassen beim Saisonwechsel leichter?
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!
Zum Weiterlesen empfehle ich Dir besonders folgende Artikel:
- 14 Dinge, die ich nicht mehr kaufen werde
- 6 einfache Minimalismus-Regeln für ein leichteres Leben
- 3 Dinge, die Dich davon abhalten, minimalistisch zu leben – und wie Du damit umgehst
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Danke für den Tipp mit der Funktion Wellbeeing (Android) bzw. Screetime (iOS). Hatte es mir sowieso schon länger auf die ToDo geschrieben hier zu optimieren, um weniger Zeit mit dem Handy zu verbringen, wusste aber nicht genau wie ich es anstellen soll.
Lieber Nico,
danke für den Hinweis zu den verschiedenen Betriebssystemen und viel Erfolg beim Umsetzen!
Liebe Grüße
Rebecca
Mal wieder ein super Beitrag!
Jetzt wo der Sommer vorbei ist, weiß man auch ganz genau welche Sommerklamotten nicht angerührt wurden. 😉
Außerdem ist es gerade jetzt, wo es immer früher dunkel wird besonders wichtig seinen Medienkonsum zu beobachten und genug Zeit an der frischen Luft und im Tageslicht zu verbringen denke ich.
Liebe Grüße
Kristina 🙂
Liebe Kristina,
danke für das Lob! Komme gerade von einem Spaziergang zurück und kann mich Deiner Beobachtung nur anschließen 😉
Herzliche Grüße
Rebecca