Jetzt Platz schaffen für den Herbst

Jetzt Platz schaffen für den Herbst

Der Herbst zieht gerade wieder bei uns ein. Die Blätter färben sich rot-gelb-golden und tanzen von den Bäumen. Windiges, regnerisches Wetter lädt dazu ein, die eigenen vier Wände nach dem Sommer wieder in Ordnung zu bringen, uns von Überflüssigem zu befreien und Platz für die nächste Jahreszeit zu schaffen.

Inspiriert vom Minimalismus stelle ich hier ein paar Ideen vor, unser Zuhause auf den Herbst und Winter vorzubereiten. Nicht in einer einzigen großen Anstrengung, sondern Stück für Stück und Raum für Raum.

Platz schaffen für den Herbst

Kleiderschrank

Sommerkleider nach hinten, Warmes nach vorn. Wenn ich dabei bin, meine Winterjacken und -schuhe aus dem Keller zu holen und die dicken Pullover aus den hinteren Schrankwinkeln nach vorne zu ziehen, nutze ich die Gelegenheit gleich, um meinen Kleiderschrank auszumisten. Winterkleidung nimmt schließlich viel Platz in den Schränken ein.

In die Tüte für den Altkleidercontainer kommen z.B. abgetragene und löchrige Kleidungsstücke, Socken, von denen das zweite Paar unauffindbar ist und Frühjahrs- und Sommerkleidung, die ich in diesem Jahr (oder besser schon in den letzten Jahren) nie getragen habe. War die Kleidung sehr teuer, ist sie gut erhalten (hängt sogar noch das Preisschild daran?) verschenke oder verkaufe ich sie.

Beim Einräumen der Winterkleidung prüfe ich, ob mir noch etwas fehlt, und bei Bedarf kaufe ich es nach – v.a. warme Strumpfhosen und Rollis liebe ich im Winter zu tragen. Mein Tipp für den Kleiderneukauf: natürliche Materialien wie Wolle, Baumwolle und Kaschmir wärmen besser als Kunstfasern wie Acryl.

Badezimmer

So wie meine Kleidung stelle ich auch meine Kosmetik langsam auf den Winter ein. Sonnencremes und After Sun-Lotions brauche ich jetzt auf, da sie sich in der Regel nicht bis zum nächsten Sommer halten. Bei der Gesichtspflege achte ich aber auch im Winter darauf, dass sie einen Lichtschutzfaktor beinhaltet. Ganz generell empfiehlt es sich – abhängig vom Hauttyp – bei kälteren Temperaturen die Haut mit milden, ph-neutralen Reinigungsmitteln und fetthaltigeren Cremes zu pflegen.

Außerdem brauche ich derzeit Kosmetikproben und angefangene Reisegrößen auf, um wieder mehr Platz im Badezimmerschrank zu schaffen. Bereits abgelaufene Kosmetikprodukte und Medikamente entsorge ich.

Wohn- und Schlafzimmer

Im Herbst und Winter verbringen wir mehr Zeit drinnen als draußen. In den Räumen, die wir am häufigsten nutzen, sollten wir uns deshalb auch besonders wohl fühlen.

Da ich meist nicht viel Lust auf einen umfassenden Herbstputz habe, konzentriere ich mich in den Wohnräumen auf die Schritte, die den größten Effekt erzeugen. Für mich gehört Fenster putzen dazu. Wenn im Winter die seltenen Sonnenstrahlen durch die Fenster scheinen, soll sie keine Staubschicht daran hindern in meine Wohnung zu kommen.

Licht trägt in der dunklen Jahreszeit sowieso enorm dazu bei, sich in einer Wohnung behaglich zu fühlen. Ich achte darauf, dass genügend (indirekte) Lichtquellen im Wohn- und Schlafzimmer vorhanden sind, z.B. Tisch- und Stehlampen, Lichterketten und Kerzen. Sofas, Sessel und Betten vertragen eine zusätzliche Portion Kissen und Decken, damit wir uns nach einem Winterspaziergang darin aufwärmen können.

Und da für mich nichts gemütlicher ist, als eingekuschelt auf dem Sofa ein gutes Buch zu lesen, wenn es draußen kalt ist, lege ich mir jetzt schon die Bücher zurecht, die ich als nächstes lesen möchte und sortiere gleichzeitig die Bücher aus, die ich nicht (mehr) lesen werde.

Küche

Meine Küche wird winterfit, indem ich sie auf mehr warme Speisen vorbereite, z.B. Suppen, Eintöpfe und Ofengerichte. Große Töpfe, Auflaufformen und Bräter werde ich schon bald häufiger gebrauchen, genauso wie Backutensilien für leckere Kuchen und Kekse. All das hole ich in in diesen Wochen in meinen Küchenschränken nach vorne.

Eine kleine Inventur vertragen auch die Lebensmittelvorräte: abgelaufene Lebensmittel brauche ich nach Möglichkeit auf oder entsorge sie. Was sich in den letzten Wintern in meiner Küche bewährt hat, ist ein Vorrat an Tee und Trinkschokolade sowie Hühnersuppe im Glas, wenn einmal eine Erkältung im Anflug sein sollte.

Flur

Auch im Eingangsbereich brauche ich im Winter etwas mehr Platz als im Sommer. Deshalb zunächst: Sommerschuhe putzen, Sommerjacken waschen und bis zum Frühjahr verstauen. Dicke Mäntel, Schals, Handschuhe und Mützen nehmen schon bald viel Raum bei uns ein. Falls Du zusätzlichen Stauraum im Flur benötigst, kannst Du Dir mit einer Garderobe, zusätzlichen Kleiderhaken, einem Schuhschrank, Regalen oder Körben helfen.

Meine Winterstiefel und -schuhe imprägniere ich vor dem ersten Tragen mit einem Spray gegen Nässe. Falls die Schuhe nicht gefüttert sind, helfen mir warme Einlegesohlen aus Wolle an eisigen Tagen gegen zu kalte Füße. Mein Tipp bei Schmuddelwetter: Nasse Stiefel stelle ich direkt neben der Eingangstür auf eine feste Fußmatte oder ein dickes Tuch zum Trocknen, damit der Rest der Wohnung sauber bleibt.

Garten und Balkon

Auf meinem Balkon klappe ich im Herbst alle Möbel zusammen und verstauen sie an einem gegen die Witterung geschützten Platz. Bestimmte Pflanzen schneide ich zurück, empfindliche Blumen hole ich in die Wohnung. Winterharte Blumen kannst Du zum Schutz vor Frost abdecken, Blumenkübel an einen geschützten Platz tragen und in den Winterschlaf verabschieden.

Platz schaffen, um nach Innen zu gehen

Das wichtigste beim Aufräumen: Ich nehme mir nicht alles auf einmal vor, sondern kümmere mich nach und nach um einen Teil der Wohnung. Alles sofort erledigen zu wollen, wäre verkehrt. Dabei würde ich mich schnell überfordert fühlen von der Menge an Dingen, die ich gerne machen würde – wie in anderen Lebensbereichen auch.

Letztlich geht es darum, mit unserem Zuhause einen Ort zu haben, der uns gut tut. Ein aufgeräumtes Zuhause unterstützt uns dabei, zu entspannen, zu entschleunigen und uns zu erholen. Schaffen wir Ordnung in unserem Umfeld, finden wir auch leichter zur inneren Ruhe und können die Zeit daheim besser genießen.

Teile diesen Beitrag

Schreiben Sie einen Kommentar