Der Herbst zieht ein: Wie Du jetzt zu Hause Platz schaffst

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Der Herbst zieht wieder ins Land. Die Blätter färben sich rot-golden und tanzen von den Bäumen.

Für die einen (mich eingeschlossen) ist es eine melancholische Zeit des Abschieds vom Sommer. Für die anderen eine Chance für Veränderung, vielleicht sogar Transformation nach dem Vorbild der Natur.

In jedem Fall lädt uns das windige, regnerische und kühle Wetter dazu ein, die eigenen vier Wände nach der Sommerpause wieder in Ordnung zu bringen, uns von Überflüssigem zu befreien und Platz für die kalte Jahreszeit zu schaffen.

Inspiriert vom Minimalismus stelle ich Dir hier 6 Ideen vor, wie Du Dein Zuhause einfach auf den Herbst und Winter vorbereiten kannst. Nicht unbedingt in einer einzigen großen Kraftanstrengung, sondern besser Stück für Stück und Raum für Raum.

Garantiert ohne Herbstblues!

So schaffst Du Platz für den Herbst

1. Herbst im Kleiderschrank

Sommerkleider nach hinten, Warmes nach vorn.

Wenn Du in diesen Tagen Deine Winterjacken und -stiefel aus dem Keller nach oben holst und die dicken Pullover und warmen Hosen aus den hinteren Schrankwinkeln nach vorne ziehst, kannst Du die Gelegenheit gleich nutzen, um Deinen Kleiderschrank auszumisten.

Der durch das Loslassen frei werdende Platz wird dringend benötigt; Winterkleidung nimmt schließlich viel Platz in Schränken und Schubladen ein.

In eine Tasche für die Kleiderkammer oder den Kleidercontainer kommen abgetragene und löchrige Kleidungsstücke, Socken, von denen das zweite Paar unauffindbar ist und Frühjahrs- und Sommerkleidung, die Du in diesem Jahr (oder sogar schon in den letzten Jahren) nie getragen hast.

War jetzt überflüssige Kleidung einmal sehr teuer, ist sie gut erhalten oder hängt sogar noch das Preisschild daran (!) kannst Du sie verschenken oder verkaufen. Vielleicht organisierst Du mit Freunden oder Kollegen auch eine herbstliche Kleidertauschbörse?

Beim Einräumen der Winterkleidung in den geleerten Schrank kannst Du dann direkt prüfen, ob Dir noch etwas Wichtiges für die kalte Jahreszeit fehlt, und es bei Bedarf nachkaufen – v. a. warme Strumpfhosen, Kniestrümpfe und Rollkragenpullover kann ich im Herbst und Winter nie genug haben.

Mein Tipp für den Kleiderneukauf:
Achte auf natürliche Materialien, denn Wolle, Baumwolle und Kaschmir wärmen besser als Kunstfasern wie Acryl oder Polyester. Wenn Du Dich zusätzlich für Kleidungsstücke mit einem zeitlosen Design entschiedest, wirst Du lange Freude daran haben.

2. Herbst im Badezimmer

So wie Deine Kleidung kannst Du jetzt auch Deine Kosmetik langsam auf den Winter umstellen.

Sonnencremes und After-Sun-Lotions brauchst Du am besten auf (z.B. als Ersatz für Bodylotion), da sie sich in der Regel nicht bis zum nächsten Sommer halten.

Bei der Gesichtspflege achte ich auch im Winter darauf, dass sie einen Lichtschutzfaktor enthält. Ganz generell empfiehlt es sich – abhängig vom Hauttyp – bei kälteren Temperaturen die Haut mit milden, ph-neutralen Reinigungsmitteln und fetthaltigeren Cremes als im Sommer zu pflegen.

Außerdem brauche ich Kosmetikproben und angefangene Produkte in Reisegrößen vom letzten Urlaub auf, um wieder mehr Platz im Badezimmerschrank zu schaffen. Bereits abgelaufene Kosmetikprodukte und Medikamente sowie über ein Jahr nicht genutztes Make-Up entsorge ich.

3. Herbst im Wohn- und Schlafzimmer

Im Herbst und Winter verbringen wir naturgemäß mehr Zeit drinnen als draußen. In den Räumen, die wir am häufigsten nutzen, möchten wir uns deshalb auch besonders wohl fühlen.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber da ich meist wenig Lust auf einen umfassenden Herbstputz habe, konzentriere ich mich in den Wohnräumen auf die Arbeitsschritte, die die größte Wirkung erzeugen. Ganz nach dem Pareto-Prinzip.

Für mich gehört im Herbst Fenster putzen unbedingt dazu. Wenn im Winter die seltenen Sonnenstrahlen durch die Fenster strahlen, soll sie keine Staubschicht daran hindern, in die Wohnung zu dringen.

Licht trägt in der dunklen Jahreszeit generell enorm dazu bei, sich in der Wohnung behaglich zu fühlen. Ich achte deshalb darauf, dass genügend (indirekte) Lichtquellen im Wohn- und Schlafzimmer vorhanden sind, z. B. Tisch- und Stehlampen, Lichterketten und Kerzen.

Sofas, Sessel und Betten vertragen jetzt eine zusätzliche Portion Kissen und kuschelige Decken, damit wir uns nach einem nasskalten Spaziergang darin einwickeln und wieder aufwärmen können.

Und da es für mich nichts Gemütlicheres gibt, als eingekuschelt auf dem Sofa ein gutes Buch zu lesen, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, lege ich mir jetzt schon die Bücher zurecht, die ich in den nächsten Wochen lesen möchte. Bei der Gelegenheit sortiere ich die Bücher aus, die ich nicht (mehr) lesen werde.

Übrigens:
Wenn Du Tipps für lesenswerte Bücher und gemütliche Leseabende suchst, schau doch bei meinen Buchempfehlungen vorbei!

4. Herbst in der Küche

Deine Küche wird herbst- und winterfit, indem Du sie auf mehr warme Speisen vorbereitest. Ohne heiße Suppen, Eintöpfe und Ofengerichte kommt wohl niemand gut gelaunt durch die nasskalte Jahreszeit.

Große Töpfe, Auflaufformen und Bräter werden wir schon bald häufiger nutzen, genauso wie Backutensilien für leckere Kuchen und Kekse. All das Zubehör räume ich deshalb in in diesen Wochen in meinen Küchenschränken nach vorne, um es schnell zur Hand zu haben.

Cocktailgläser, Strohhalme und Eiswürfelformen kannst Du weiter hinten im Schrank verstauen.

Eine kleine Inventur vertragen jetzt auch die Lebensmittelvorräte: Abgelaufene Lebensmittel brauche ich nach Möglichkeit auf – eine schnelle Online suche hilft, das passende Rezept zu finden. Was nicht mehr genießbar ist, entsorge ich.

Was sich die letzten Winter über in meiner Küche bewährt hat: ein großer Vorrat an Tee und Trinkschokolade sowie Hühnersuppe im Glas und Honig wenn einmal eine Erkältung im Anflug sein sollte.

Du kennst ein einfaches und zugleich leckeres Winterrezept?
Teile es mit den anderen Lesern in den Kommentaren!

5. Herbst im Flur

Auch der Eingangsbereich braucht etwas mehr Aufmerksamkeit zum Herbst und Winter hin. Dicke Mäntel, Schals, Handschuhe und Mützen nehmen hier schon bald wieder viel Raum ein.

Deshalb gilt zunächst: Sommerschuhe putzen, Sonnenbrillen einpacken, Sommerjacken waschen (bzw. reinigen lassen) und bis zum Frühjahr im Schrank verstauen. In kleinen Wohnungen helfen Dir Vakuumbeutel* dabei, sie platzsparend und staubgeschützt unterzubringen.

Apropos Platzmangel: Falls Du zusätzlichen Stauraum im Flur benötigst, kannst Du Dir mit einer Garderobe, zusätzlichen Kleiderhaken* (auch für Türen), einem Schuhschrank, Regalen oder Körben weiterhelfen.

Meine Winterstiefel und -schuhe imprägniere ich vor dem ersten Tragen mit einem Spray gegen Nässe. Falls Deine Schuhe nicht gefüttert sind, helfen warme Einlegesohlen aus Wolle* an eisigen Tagen gegen (zu) kalte Füße. Ganz vermeiden lassen sich diese meiner Erfahrung nach aber nicht.

Mein Tipp bei Schmuddelwedda:
Nasse Stiefel beim Betreten der Wohnung ausziehen und direkt neben der Eingangstür auf eine feste Fußmatte oder ein dickes Tuch zum Trocknen stellen, damit der Rest der Wohnung sauber bleibt.

6. Herbstlicher Garten und Balkon

Auch draußen gibt es im Herbst einiges zu tun: Auf meinem Balkon klappe ich zum Saisonwechsel alle Möbel zusammen und verstauen sie an einem gegen die Witterung geschützten Platz.

Bestimmte Pflanzen schneide ich zurück, empfindliche Blumen hole ich in die Wohnung. Winterharte Blumen kannst Du zum Schutz vor Frost abdecken, Blumenkübel an einen geschützten Platz tragen und in den Winterschlaf verabschieden.

Mein Gute-Laune-Tipp: Damit ich auch im Herbst und Winter beim Blick aus dem Balkonfenster lächeln muss, positioniere ich alle winterharte Pflanzen direkt davor.

Platz schaffen, um nach Innen zu gehen

Ich hoffe, meine Ideen und Tipps helfen Dir dabei, das Beste aus der kalten Jahreszeit in Deinen vier Wänden zu machen.

Das Wichtigste beim Aufräumen und Umgestalten der Wohnung im Herbst (und zu anderen Zeiten): Nimm Dir nicht alles auf einmal vor, sondern kümmere Dich nach und nach jeweils nur um einen Teil der Wohnung. Kleine Erfolge, die Du sehen kannst, werden Dich motivieren, weiterzumachen.

Alles sofort erledigen zu wollen, wäre dagegen verkehrt. Dabei würdest Du Dich sehr wahrscheinlich ziemlich schnell überfordert fühlen von der Menge an Dingen, die Du gerne machen würdest.

Geh‘ den Saisonwechsel zu Hause deshalb langsam und stetig an und gönn‘ Dir zwischendurch Pausen.

Letztlich geht es in dieser Zeit doch auch darum, mit unserem Zuhause einen Ort zu schaffen, der uns gut tut.

Ein aufgeräumtes, gemütliches Zuhause unterstützt uns dabei, zu entspannen, zu entschleunigen und uns zu erholen. Schaffen wir Ordnung in unserem Umfeld, finden wir auch leichter zur inneren Ruhe und können die kommende Zeit daheim besser genießen.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Herbst!

*Affiliate-Link: s. dazu Ziff. 9 der Datenschutzerklärung

Worauf freust Du Dich im Herbst am meisten? 
Ich freue mich auf Deinen Kommentar! 

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