Der Herbst zieht ein: Wie Du jetzt zu Hause Platz schaffst

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Der Herbst zieht gerade wieder ins Land. Die Blätter färben sich rot-gelb-golden und tanzen von den Bäumen. Windiges, regnerisches Wetter lädt dazu ein, die eigenen vier Wände nach der Sommerpause wieder in Ordnung zu bringen, uns von Überflüssigem zu befreien und Platz für die nächste Jahreszeit zu schaffen.

Inspiriert vom Minimalismus stelle ich Dir hier Ideen vor, Dein Zuhause auf den Herbst und Winter vorzubereiten. Nicht in einer einzigen großen Kraftanstrengung, sondern Stück für Stück und Raum für Raum.

So schaffst Du Platz für den Herbst

1. Kleiderschrank

Sommerkleider nach hinten, Warmes nach vorn. Wenn ich dabei bin, meine Winterjacken und -schuhe aus dem Keller zu holen und die dicken Pullover aus den hinteren Schrankwinkeln nach vorne zu ziehen, nutze ich die Gelegenheit gleich, um meinen Kleiderschrank auszumisten. Der frei werdende Platz wird auch dringende benötigt, Winterkleidung nimmt schließlich viel Platz in Schränken und Schubladen ein.

In die Tasche für die Altkleidersammlung kommen z. B. abgetragene und löchrige Kleidungsstücke, Socken, von denen das zweite Paar unauffindbar ist und Frühjahrs- und Sommerkleidung, die ich in diesem Jahr (oder schon in den letzten Jahren) nie getragen habe. War die Kleidung sehr teuer, ist sie gut erhalten oder hängt sogar noch das Preisschild daran(!) verschenke oder verkaufe ich sie.

Beim Einräumen der Winterkleidung prüfe ich, ob mir noch etwas fehlt, und bei Bedarf kaufe ich es nach – v. a. warme Strumpfhosen und Rollkragenpullover kann man im Herbst und Winter wohl nie genug haben.

Mein Tipp für den Kleiderneukauf: Natürliche Materialien bevorzugen, denn Wolle, Baumwolle und Kaschmir wärmen besser als Kunstfasern wie Acryl.

2. Badezimmer

So wie meine Kleidung stelle ich auch meine Kosmetik langsam auf den Winter ein. Sonnencremes und After Sun-Lotions brauche ich jetzt auf, da sie sich in der Regel nicht bis zum nächsten Sommer halten. Bei der Gesichtspflege achte ich auch im Winter darauf, dass sie einen Lichtschutzfaktor enthält. Ganz generell empfiehlt es sich – abhängig vom Hauttyp – bei kälteren Temperaturen die Haut mit milden, ph-neutralen Reinigungsmitteln und fetthaltigeren Cremes als im Sommer zu pflegen.

Außerdem brauche ich Kosmetikproben und angefangene Produkte in Reisegrößen auf, um wieder mehr Platz im Badezimmerschrank zu schaffen. Bereits abgelaufene Kosmetikprodukte und Medikamente sowie über ein Jahr nicht genutztes Make-Up entsorge ich.

3. Wohn- und Schlafzimmer

Im Herbst und Winter verbringen wir naturgemäß mehr Zeit drinnen als draußen. In den Räumen, die wir am häufigsten nutzen, möchten wir uns deshalb auch besonders wohl fühlen.

Da ich meist nicht viel Lust auf einen umfassenden Herbstputz habe, konzentriere ich mich in den Wohnräumen auf die Arbeitsschritte, die die größte Wirkung erzeugen. Für mich gehört Fenster putzen dazu. Wenn im Winter die seltenen Sonnenstrahlen durch die Fenster strahlen, soll sie keine Staubschicht daran hindern in die Wohnung zu kommen.

Licht trägt in der dunklen Jahreszeit generell enorm dazu bei, sich in einer Wohnung behaglich zu fühlen. Ich achte darauf, dass genügend (indirekte) Lichtquellen im Wohn- und Schlafzimmer vorhanden sind, z. B. Tisch- und Stehlampen, Lichterketten und Kerzen. Sofas, Sessel und Betten vertragen jetzt eine zusätzliche Portion Kissen und Decken, damit wir uns nach einem nasskalten Spaziergang darin einwickeln und wieder aufwärmen können.

Und da es für mich nichts Gemütlicheres gibt, als eingekuschelt auf dem Sofa ein gutes Buch zu lesen, wenn es draußen kalt ist, lege ich mir jetzt schon die Bücher zurecht, die ich als nächstes lesen möchte und sortiere gleichzeitig die Bücher aus, die ich nicht (mehr) lesen werde.

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4. Küche

Meine Küche wird herbst- und winterfit, indem ich sie auf mehr warme Speisen vorbereite. Ohne heiße Suppen, Eintöpfe und Ofengerichte kommt wohl niemand gut gelaunt durch die kalte Jahreszeit. Große Töpfe, Auflaufformen und Bräter werde ich schon bald häufiger gebrauchen, genauso wie Backutensilien für leckere Kuchen und Kekse. All das Zubehör räume ich in in diesen Wochen in meinen Küchenschränken nach vorne.

Eine kleine Inventur vertragen auch die Lebensmittelvorräte: Abgelaufene Lebensmittel brauche ich nach Möglichkeit auf oder entsorge sie. Was sich die letzten Winter über in meiner Küche bewährt hat, ist ein großer Vorrat an Tee und Trinkschokolade sowie Hühnersuppe im Glas, wenn einmal eine Erkältung im Anflug sein sollte.

Kennst Du ein einfaches und leckeres Winterrezept? Teile es gerne mit den anderen Lesern in den Kommentaren!

5. Flur

Auch im Eingangsbereich brauchen wir im Herbst und Winter viel mehr Platz als im Sommer. Dicke Mäntel, Schals, Handschuhe und Mützen nehmen schon bald viel Raum bei uns ein. Deshalb gilt zunächst: Sommerschuhe putzen, Sommerjacken waschen (bzw. reinigen lassen) und bis zum Frühjahr im Schrank verstauen. Falls Du zusätzlichen Stauraum im Flur benötigst, kannst Du Dir mit einer Garderobe, zusätzlichen Kleiderhaken (auch für Türen), einem Schuhschrank, Regalen oder Körben weiterhelfen.

Meine Winterstiefel und -schuhe imprägniere ich vor dem ersten Tragen mit einem Spray gegen Nässe. Falls die Schuhe nicht gefüttert sind, helfen warme Einlegesohlen aus Wolle an eisigen Tagen gegen (zu) kalte Füße (ganz vermeiden lassen sie sich wohl nicht).

Mein Tipp bei Schmuddelwedda: Nasse Stiefel beim Betreten der Wohnung ausziehen und direkt neben der Eingangstür auf eine feste Fußmatte stellen oder auf ein dickes Tuch zum Trocknen, damit der Rest der Wohnung sauber bleibt.

6. Garten und Balkon

Auch draußen gibt es etwas zu tun: Auf meinem Balkon klappe ich im Herbst alle Möbel zusammen und verstauen sie an einem gegen die Witterung geschützten Platz. Bestimmte Pflanzen schneide ich zurück, empfindliche Blumen hole ich in die Wohnung. Winterharte Blumen kannst Du zum Schutz vor Frost abdecken, Blumenkübel an einen geschützten Platz tragen und in den Winterschlaf verabschieden.

Platz schaffen, um nach Innen zu gehen

Das wichtigste beim Aufräumen der Wohnung im Herbst: Nimm Dir nicht alles auf einmal vor, sondern kümmere Dich nach und nach jeweils um einen Teil der Wohnung. Alles sofort erledigen zu wollen, wäre verkehrt. Dabei würdest Du Dich wahrscheinlich nur schnell überfordert fühlen von der Menge an Dingen, die Du gerne machen würdest – wie in anderen Lebensbereichen oft auch.

Letztlich geht es jetzt doch darum, mit unserem Zuhause einen Ort zu schaffen, der uns gut tut. Ein aufgeräumtes, gemütliches Zuhause unterstützt uns dabei, zu entspannen, zu entschleunigen und uns zu erholen. Schaffen wir Ordnung in unserem Umfeld, finden wir auch leichter zur inneren Ruhe und können die kommende Zeit daheim besser genießen.

Meine Frage an Dich: Worauf freust Du Dich im Herbst am meisten?

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