Die Zukunft ist ein leeres Buch. Niemand weiß, was einmal dort geschrieben stehen wird.
Doch die heutige Ungewissheit sollte uns nicht davon abhalten, gute Entscheidungen für morgen zu treffen. Unsichere Zeiten sollten uns gerade dazu ermuntern.
Die Entscheidungen, die wir in Bezug auf unser Geld treffen, beeinflussen unsere Zukunft in besonders großem Ausmaß. Wir legen mit ihnen entweder den Grundstein für individuelle Freiheit oder schaufeln die Grube für ein Leben in Abhängigkeit.
Ein sorgsamer Umgang mit unseren Finanzen schenkt Wahlmöglichkeiten in den Jahren, die noch auf uns zukommen. Insofern ist finanzielle Bildung wahrscheinlich das Wichtigste, was Du für Dein künftiges Ich tun kannst.
Wie bei einem guten Leben insgesamt, lässt sich auch präzise definieren, was finanziellen Wohlstand verhindert. In diesem Sinne stelle ich Dir hier zehn finanzielle Entscheidungen vor, die Du wahrscheinlich irgendwann bereuen wirst.
Sie mögen Dir heute noch klein oder unbedeutend vorkommen, aber mit der Zeit können sie Dich von einem einfach besseren Leben abhalten.
Wenn Du finanziell unabhängig werden möchtest, solltest Du die folgenden Fehlentscheidungen unbedingt vermeiden.
10 finanzielle Entscheidungen, die Du wahrscheinlich in Zukunft bereuen wirst
1. Zu viel Geld für ein Auto ausgeben
Ein Auto erfüllt einen Zweck – es bringt Dich von A nach B. Einen großen Teil Deines Einkommens für ein teures Auto auszugeben, ist keine gute finanzielle Entscheidung. Es mag sich kurzfristig gut anfühlen und Kollegen und Freunde beeindrucken. Aber ein Auto verliert rasend schnell an Wert und zieht hohe Folgekosten nach sich. Dieses Geld hättest Du woanders viel besser investieren können.
Denke daran: Der beste Weg, finanziell voranzukommen, ist, unterhalb Deiner finanziellen Möglichkeiten zu bleiben. Für den Kauf eines Autos empfehle ich Dir die einfache Formel: Bar bezahlen und nicht mehr als drei Brutto-Monatseinkommen ausgeben.
2. Nicht für das Alter vorsorgen
Es ist verführerisch zu denken, dass der Ruhestand noch weit weg ist – besonders wenn Du in Deinen 20er oder 30ern bist. Außerdem wirkt die verfügbare Summe, die man zurücklegen kann, am Anfang des Berufslebens oft unbedeutend klein.
Doch die Kraft des Zinseszinses ist enorm, und früh anzufangen ist entscheidend. In zehn Jahren wirst Du Dir wünschen, Du hättest heute mit dem Sparen begonnen. Auch kleine Beträge summieren sich mit den Jahren.
Mein Tipp: Übe Dich früh in der guten Gewohnheit zu sparen und lege spätestens von Deinem aktuellen Gehalt einen kleinen Teil zurück.
3. Dauerhaft über Deine Verhältnisse leben
Wer immer mehr Geld ausgibt, als er einnimmt, macht sich nicht nur abhängig von anderen Menschen, sondern verliert auch Handlungsmöglichkeiten in der Zukunft. Sparen ist eine Tugend, die alle wohlhabenden Menschen gelernt haben. Wann fängst Du damit an?
Falls Du bislang noch jeden Monat über Deine Verhältnisse lebst, besteht der erste Schritt der Besserung darin, Dir einen Überblick über Deine persönliche Finanzen zu verschaffen. Anschließend kannst Du Sparpotentiale in Deinem Alltag suchen, Budgets festlegen und überlegen, wie Du mehr aus Deinem Geld machst.
4. Keinen Notgroschen zurücklegen
Das Leben ist unvorhersehbar. Du kannst Deinen Job verlieren, einem Familienmitglied finanziell unter die Arme greifen oder dringende Reparaturen am Haus beauftragen müssen. Diese unvorhergesehen Kosten können einen schnell aus der Bahn werfen.
Ein Notgroschen kann in solchen Situationen ein wahrer Lebensretter sein. Außerdem sorgt er für innere Ruhe inmitten von stürmischen Zeiten.
Eine Daumenregel besagt, dass Dein Notfallbudget etwa drei Monate lang Deine laufenden Kosten decken sollte. Wie Du eine finanzielle Rücklage ansparst und anlegst, liest Du in diesem Artikel.
5. Nicht lernen, wie man mit Budgets umgeht
Vielleicht hältst Du finanzielle Budgets für ein einengendes Konzept. Doch man kann es auch anders sehen: Ohne Budget verliert man leicht den Überblick über seine Ausgaben und lebt schließlich von Gehalt zu Gehalt.
Budgetieren dagegen muss nicht einschränkend sein, sondern kann sogar befreiend wirken. Ein Budget gibt Dir die Kontrolle über Deine Finanzen zurück und stellt sicher, dass Du Dein Geld genau für das ausgibst, was Dir wirklich wichtig ist.
6. Nicht an der Börse investieren
Der Aktienmarkt kann undurchsichtig wie ein Dschungel und infolgedessen einschüchternd wirken. Die Börse ist aber einer der besten Orte, an denen sich Dein Vermögen langfristig erhalten und vermehren lässt.
Historisch gesehen steigt der Markt über lange Zeiträume immer an, Rücksetzer werden mit der Zeit statistisch ausgeglichen. Im Aktienmarkt zu investieren hebt dieses Wachstumspotenzial. Du profitierst von der Wirtschaftsleistung erfolgreicher Unternehmen und lernst gleichzeitig, ein Investor Mindset zu entwickeln.
Am einfachsten verlierst Du die Angst vor dem Investieren, indem Du mit kleinen Beträgen beginnst und Dich nach und nach an das Auf und Ab an der Börse gewöhnst. Für den Einstieg eignen sich passiv gemanagten Indexfonds, die das finanzielle Risiko minimieren.
7. Ein zu teures Haus kaufen
Es gibt viele Nachteile, in einem großen Haus oder einer großzügigen Wohnung zu leben – viele davon gehen weit über den finanziellen Stress hinaus, der durch eine zu große Immobilie entsteht. Es geht auch um den Aufwand für das Instandhalten, Reparieren und Sauberhalten, der mit jedem Quadratmeter zunimmt.
Eine Immobilie zu kaufen ist wahrscheinlich die folgenreichste Entscheidung im Leben. Wir versprechen uns davon aber nicht nur ein sicheres Dach über dem Kopf, sondern auch ein freieres Lebensgefühl und einen höheren Status.
Auch wenn es verlockend ist, das Traumhaus zu kaufen: Wenn Du Dein Budget hier zu sehr strapazierst, führt das zu extremer finanzieller Belastung – oft auf Jahrzehnte.
Kaufe deshalb nicht so viel Wohnfläche, wie Dir die Bank gerade noch an Kredit zubilligt. Finde lieber heraus, wie viel genau genug ist bzw. wie wenig Du wirklich brauchst.
8. Schulden lange mitschleppen
Kreditkarten und Dispokredite können in bestimmten Situationen praktisch sein, sie verführen aber auch dazu, mehr Geld auszugeben, als man hat. Wenn man das kreditfinanzierte Geld nicht verantwortungsvoll einsetzt, gerät man schnell in eine Schuldenfalle, aus der man nur mühsam wieder herauskommt.
Es ist wichtig, den Kontostand jeden Monat im Blick zu behalten und vollständig auszugleichen, um hohe Zinsen zu vermeiden. Nach einem Ausrutscher in den roten Bereich, solltest Du so schnell wie möglich wieder für schwarze Zahlen sorgen.
9. Deine Kinder zu sehr zu verwöhnen
Natürlich will jeder nur das Beste für seine Kinder. Aber wenn wir ihnen jeden Wunsch erfüllen, fördern wir nur ihre Anspruchshaltung und bringen ihnen nichts über den Wert des Geldes bei. Das Nachgeben bei einer Bitte führt auch nicht dazu, dass die nächste ausbleibt – im Gegenteil, es ermutigt zu immer mehr.
Stattdessen ist es sinnvoller, Deinen Kindern (oder den Kindern in Deinem Umfeld) Freude an einem bewussten Leben, die Früchte aufgeschobener Belohnung und ein kluges Ausgabeverhalten vorzuleben.
Ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm für Kinder muss nicht viel kosten. Und es tut Kindern gut, ab und zu ein „Nein“ zu hören, wenn Du ihnen erklärst, warum die Grenzen gut für sie sind.
10. Nicht in Deine Gesundheit investieren
Es ist leicht, kurzfristige finanzielle Ziele über die langfristige Gesundheit zu stellen. Aber wenn man Vorsorgeuntersuchungen, Erholungsphasen oder einen gesunden Lebensstil vernachlässigt, drohen später teure und langwierige Behandlungen und starke Einbußen in der Lebensqualität.
Denke daran: Vorbeugen ist besser als Heilen. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, genug Schlaf und Pausen sollte jeder fest in seinem Alltag verankern. Dein zukünftiges Ich wird Dir dafür danken.
Finanzielle Entscheidungen für eine bessere Zukunft
Noch einmal: Niemand kann die Zukunft vorhersagen, aber mit den Entscheidungen, die wir heute treffen, beeinflussen wir unser Morgen. Jeder zurückgelegte Euro ist wie ein Baustein, um das Leben aufzubauen, das Du wirklich verdienst. Dabei hilft es, sich vorzustellen, welche finanzielle Entscheidungen Du wahrscheinlich in Zukunft bereuen wirst.
Bei der Reise zu finanzieller Verantwortung und Minimalismus geht es nicht um erzwungenen Verzicht – sondern darum, sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren. Wir sparen und investieren nicht einfach für Irgendetwas. Wir schaffen Raum für mehr Freiheit, Freude und Lebensqualität. Heute und in Zukunft.
Welche finanzielle Entscheidung würdest Du heute anders treffen?
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!
Zum Weiterlesen empfehle ich Dir besonders folgende Artikel:
- 5 einfach gute Ideen aus „Über die Psychologie des Geldes“ von Morgan Housel
- 13 wenig bekannte Denkfehler im Umgang mit Geld
- Sparen beim Reisen – aber am richtigen Ende!
Nimm‘ Deine Ziele selbst in die Hand!
„Wer nicht weiß, welchem Hafen er zusteuern soll,
Seneca
für den gibt es keinen günstigen Fahrtwind.“

Je genauer Du weißt, wohin Du möchtest, desto leichter findest Du einen Weg. Denn wenn Dein Ziel klar ist, erkennst Du die vielen Gelegenheiten viel besser, die Dich genau dorthin bringen.
Der 35-seitige Erfolgsplaner „Ziele setzen und erreichen – in 12 Monaten da sein, wo Du sein willst“ begleitet Dich ein Jahr lang beim erfolgreichen Setzen und Erreichen Deiner Ziele.
Du erfährst darin Schritt für Schritt, wie Du aus Deinen Träumen und Wünschen klare Ziele ableitest und was Du anschließend konkret tun kannst, um sie auch zu erreichen. Nimm‘ Deine Ziele selbst in die Hand!
Im Shop steht Dir der Erfolgsplaner zum sofortigen Download zur Verfügung.
