Finanzcheck 2021: Was Du bis Ende des Jahres noch für Dein Geld tun kannst

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In nur wenigen Wochen endet das Jahr 2021 und bis dahin steht uns noch eine der Konsum-intensivsten Zeiten des Jahres bevor.

Für Deine Finanzen ist genau jetzt die perfekte Gelegenheit, einen Finanzcheck 2021 durchzuführen, d. h. Verträge, Konten und Ersparnisse zu kontrollieren und noch bevorstehende Ausgaben in den Blick zu nehmen.

In diesem Artikel zeige ich Dir, welche Checkpunkte Du bis zum Ende dieses Geschäftsjahres noch abhaken kannst, um das Jahr 2021 finanziell gut abzuschließen.

Die folgenden 11 Tipps reichen von einzelnen, recht schnell durchführbaren Handlungen über saisonbezogene Spartipps bis hin zu guten Gewohnheiten im Umgang mit Geld, die Dich beim Jahresendspurt konstruktiv begleiten sollen.

Diese Liste ist weder vollständig noch obligatorisch. Pick‘ Dir einfach die für Dich passenden Ideen heraus und setze sie entsprechend Deinen individuellen Bedürfnissen und finanziellen Zielen bis zum 31. Dezember um.

Finanzcheck 2021 – Das kannst Du bis zum Ende des Jahres noch für Dein Geld tun

1. Erkenne überflüssige Lockangebote zum Jahresende

November und Dezember entwickeln sich immer mehr zu Monaten, die von Werbeangeboten geprägt sind.

Der Startschuss für die Jagd nach den besten Schnäppchen fällt Ende November am Black Friday. Technikfans setzen auf günstige Angebote am darauf folgenden Cyber Monday. Nahtlos schließen sich Adventsmärkte, verkaufsoffene Sonntage und ein Werbe-Bombardement auf allen Kanälen an – immer mit Blick auf die nahende Bescherung.

Zwar spricht nichts dagegen, bei günstigen Angeboten für die Dinge, die man sich oder seinen Liebsten sowieso anschaffen wollte, zuzuschlagen. Allerdings ist in dieser Phase die Versuchung auch besonders groß, auf überflüssige Lockangebote hereinzufallen und leichtfertig Geld für etwas auszugeben, das man gar nicht braucht.

Mein Tipp: Ob reduziertes oder limitiertes Fitnessgerät, neues Gadget oder weihnachtliches Dekoobjekt – Kaufe nur dann etwas, wenn es für Dich einen ganz bestimmten Zweck erfüllt und Du auch bereit wärst, den normalen Kaufpreis zu bezahlen.

2. Begrenze Deinen Konsum im Advent

Als ich in diesen Tagen in den Supermarkt gegangen bin, wurde ich fast erschlagen vor lauter Adventskalendern, Schokoladen-Nikoläusen und anderen funkelnd verpackten Weihnachtssüßigkeiten. Auch „Gourmet“-Spezialitäten zum Fest der Feste werden immer früher und immer häufiger (vergleichsweise günstig) angeboten, sodass die Verlockung groß ist, schon vor Heiligabend mit dem Essen und Trinken der ganzen Leckereien anzufangen. Hinzu kommen Adventsfeiern und Besuche von Adventsmärkten, bei denen man sich auch gerne etwas gönnen möchte.

Sich in gemeinsamer Runde bei Glühwein auf den Advent einzustimmen ist wunderbar. Ich finde allerdings, zu viel Konsum in der Adventszeit tut uns nicht gut. Zum einen nehmen wir uns damit ein Stück der Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Zum anderen sind zu viel Zucker und Alkohol nicht gut für unser Wohlbefinden.

Deshalb betrachte ich den Advent gerne aus der Perspektive der kirchlichen Tradition. Derzufolge ist der Advent traditionell eine Fastenzeit, die uns auf die Geburtsfeier Jesu vorbereiten soll. Doch auch wer nicht besonders religiös lebt, profitiert in den letzten Wochen des Jahres – die zudem von Lichtmangel und Bewegungsarmut geprägt sind – von etwas Zurückhaltung beim Konsum von Genussmitteln.

3. Lege ein Budget für Weihnachtsgeschenke fest

Stille, aber teure Nacht: Immer mehr Menschen verschulden sich, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Klar möchte man gerne seinen Liebsten an Weihnachten einen Herzenswunsch erfüllen und die Augen der Kinder sollen mit den Kerzen am Weihnachtsbaum um die Wette strahlen. Im Januar und vielleicht sogar noch die folgenden Monate die Raten für zu großzügige Weihnachtsgeschenke zu zahlen, verdirbt die Freude aber ganz schnell wieder.

Falls Du dazu neigst, zu viel Geld für Geschenke auszugeben, empfehle ich Dir, in diesem Jahr ein Budget festzulegen. Bei der Höhe des Budgets orientierst Du Dich am besten an den Dir frei zur Verfügung stehenden Mittel, z. B. Deinem Weihnachtsgeld oder dem Geldbetrag, der Dir im November und Dezember nach dem Bezahlen Deiner Lebenshaltungskosten übrig bleibt.

Ist Dein Budget recht klein, wähle die Beschenkten und die Geschenke umso sorgsamer aus. Generell kommt es bei dem, was Du schenkst, sowieso weniger auf das Preisschild an, sondern mehr mit welcher Intention Du etwas ausgesucht hast und wie Du schenkst.

Du weißt nicht, was Du schenken sollst? Ich habe ein paar minimalistische Geschenkideen für Dich!

4. Erstelle eine Jahresbilanz

Kommen wir im Finanzcheck 2021 vom bewussteren Konsumieren zu Zahlen und Fakten.

Am Ende eines Jahres ist es sinnvoll, sich einmal mit seinen Finanzen in Gänze zu beschäftigen und eine finanzielle Jahresbilanz zu erstellen. Dazu bietet sich z. B. die ruhige Zeit zwischen den Jahren gut an.

Eine persönliche Jahresbilanz umfasst ähnlich wie bei einem Unternehmen einen Kassensturz zum Jahresende, der alle vorhandenen finanziellen Werte in den Blick nimmt. Als Privatperson kannst Du Dein Gesamtvermögen bewerten, indem Du etwa alle Deine Kontostände, Sparguthaben und Bargeldreserven zusammenrechnest.

Führst Du regelmäßig eine solche Jahresbilanz durch, kannst Du gut vergleichen, wie sich Dein Vermögen im Laufe der Zeit entwickelt. Sind Deine Ersparnisse im diesem Jahr gewachsen oder geschrumpft? Was sind die Gründe dafür? Wie viel möchtest Du im nächsten Jahr sparen?

Hast Du während des Jahres auch ein Haushaltsbuch geführt, lassen sich in der Bilanz auch Deine jährlichen Gesamtausgaben berechnen und damit wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf den Grad Deiner finanziellen Freiheit gewinnen.

5. Aktualisiere Deinen Notgroschen

Je nachdem, wie Dein Jahr finanziell verlaufen ist, bietet sich das Jahresende dazu an, Deine finanziellen Reserven einmal unter die Lupe zu nehmen.

Hast Du im Laufe des Jahres Deinen Notgroschen für einen bestimmten Zweck angerissen oder aufgebraucht, solltest Du daran denken, ihn in den nächsten Monaten wieder aufzustocken. Falls Du noch gar keine finanziellen Rücklagen hast, könntest Du jetzt mit deren Aufbau beginnen.

Wie Du einen Notgroschen anlegst und wie hoch er idealerweise sein sollte, erkläre ich in dem Beitrag Geordnete Finanzen in 5 einfachen Schritten.

6. Passe Freistellungsaufträge an

Um Deinen Freibetrag auf Kapitalerträge voll auszunutzen, passt Du am besten noch in diesem Jahr die Freistellungsaufträge bei Deinen Konten an. Denn nur so werden Deine Erträge in Höhe des Sparerpauschbetrags nicht direkt versteuert und Du profitierst von einer erhöhten Rendite.

7. Nutze Sparverträge aus

Mit dem Finanzcheck 2021 lassen sich noch mehr Sparpotentiale heben.

Hast Du Sparverträge mit einer jährlichen Mindesteinzahlung abgeschlossen, wie z. B. eine Riester-Rente? Dann denke daran, bis zum Jahresende den Mindestbeitrag zu überweisen, um in den vollen Genuss der Förderung zu kommen.

Außerdem kann es sich lohnen, jetzt noch den jährlichen Maximalsparbetrag einzuzahlen, z. B. bei Bausparverträgen, um von der festen Verzinsung zu profitieren.

8. Spende für einen wohltätigen Zweck

In der Adventszeit werden garantiert auch wieder die Spendenaufrufe zunehmen. Doch lass Dich davon nicht nerven, denn:

  1. ist der Wirkungsgrad von gespendetem Geld in der Hand von Profis recht hoch,
  2. kannst Du Deine Spende an eine gemeinnützige Organisation als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer absetzen und
  3. macht Spenden glücklich.

9. Vereinbare einen Zahnarztbesuch

Der Vorsorgetermin beim Zahnarzt kann Dir (als gesetzlich Versichertem) viel Geld sparen: Gehst Du regelmäßig mindestens einmal jährlich zur Prophylaxe und lässt Dir den Besuch in Deinem Bonusheft vermerken, übernimmt die Krankenkasse bis zu 75 Prozent der Kosten für Zahnersatz.

10. Prüfe Deine Verträge

Viele Abonnements und andere Verträge können nur zum Jahresende gekündigt werden. Deshalb sind die kommenden Wochen ein guter Zeitraum um zu prüfen, ob Du bestimmte Dienste überhaupt im nächsten Jahr noch brauchen wirst oder ob ein anderer Anbieter Dir ein besseres Angebot macht.

Typisches Beispiel: Bei einem Wechsel der KFZ-Versicherung muss die Kündigung schriftlich bis zum 30. November bei der Versicherung eingegangen sein, damit ein neuer Vertrag ab 1. Januar des Folgejahres gelten kann.

11. Löse Gutscheine ein

So praktisch und beliebt Gutscheine als (Weihnachts-)Geschenk auch sind – sie werden leider häufig vergessen und gar nicht eingelöst! Das solltest Du vermeiden.

In der Regel gilt: Gutscheine haben eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Die Frist beginnt am Schluss des Jahres, in dem der Gutschein erworben wurde. Aufgrund der Pandemie gilt übrigens für Gutscheine für Kultur- und Freizeitveranstaltungen eine Sonderregelung.

Lesetipp

Dein Finanzcheck 2021 ist schon erledigt? Dann empfehle ich Dir zum Weiterlesen das Finanzblogroll Magazin. Darin findest Du viele wertvolle Tipps zum klugen Vermögensaufbau, Investieren, Sparen und bewussten Konsumieren aus der Finanzblog-Community. Für die aktuelle November-Aufgabe durfte ich sogar einen Gastbeitrag beisteuern. Das Finanzblogroll Magazin ist kostenlos und erscheint jeden Monat. Hier kannst Du Dich dafür anmelden.

Meine Frage an Dich: Was nimmst Du Dir dieses Jahr finanziell noch vor? 
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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