Corona-Blues? 4 wirkungsvolle Mittel gegen die Antriebslosigkeit

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Nach über einem Jahr Pandemie hattest Du vielleicht auch schon eine Begegnung mit dem Corona-Blues – eine beklemmende Gefühlsmischung aus Langeweile, Lustlosigkeit und Lethargie, gepaart mit Unsicherheit, Überforderung und Überreizung.

In diesem Artikel geht es darum, warum die aktuelle Situation so nervenaufreibend wirkt und ich gebe Dir 4 wirkungsvolle Mittel an die Hand, mit denen Du dem Corona-Blues entgegenwirken kannst.

Wie kommt es zu dem Corona-Blues?

Der Begriff „Corona-Blues“ beschreibt, wie sich die andauernde Gemengelage aus Einschränkungen, zusätzlichen Herausforderungen und Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie anfühlen kann. Eine Art schwebender „Zustand des Dazwischen“ – machtlos und ohne Antrieb.

Je nach persönlicher Situation, Belastbarkeit und Einstellung reagieren wir auf die äußeren Reglementierungen und Herausforderungen idealerweise mit Resilienz, d. h. wir passen uns den neuen Stressoren an. Manchmal sind wir aber auch einfach nur genervt, erschöpft und enttäuscht.

Dass wir nicht wissen, wie lange wir noch durchhalten müssen, verschärft die innere Anspannung bei gleichzeitiger Antriebslosigkeit.

Doch egal wie stark die Welt uns fordert: Es gibt immer Bereiche, die jeder von uns unter seiner Kontrolle hat. Dort können wir ansetzen und handeln, um uns besser zu fühlen.

4 wirkungsvolle Mittel gegen den Corona-Blues

Was können wir gegen die angespannte Lethargie des Corona-Blues tun?

In einem früheren Artikel habe ich bereits 12 Tipps gegen die Lockdown-Langeweile vorgestellt. Empfehlenswert sind in der aktuellen Situation meiner Meinung nach besonders Aktivitäten, die uns in Bewegung oder einen Flow-Zustand versetzen, Neues lernen lassen oder unsere Beziehungen intensivieren.

Du könntest zum Beispiel:

  • beim (täglichen) Spaziergang immer wieder neue Wege ausprobieren
  • Serien- und Filmklassiker anschauen, für die Du früher nie Zeit hattest
  • lange Romane lesen, mit denen Du die Welt um Dich herum vergisst
  • einem lieben Menschen einen Brief schreiben.

Annabel vom Blog CheerUpYourLife hat eine inspirierende Liste erstellt mit vielen kleinen Glücksbringern, die Dir sofort mehr Freude ins Leben zaubern.

Neben diesen schnell umzusetzenden Tipps habe ich noch 4 weitere Vorschläge für Dich, die den Auslösern des Corona-Blues auch über längere Zeit etwas Positives entgegensetzen können:

1. Achte auf Deinen Körper

Bewegen

Dank Homeoffice und Homeschooling sparen wir uns zwar mittlerweile viele Wege, dafür bewegen wir uns aber auch deutlich weniger im Alltag. Doch gerade Sport unterstützt uns dabei, uns besser zu fühlen, Stress abzubauen und soll sogar Depressionen vorbeugen.

Sorge deshalb jeden Tag bewusst für mehr Bewegung, z. B. indem Du Sport in Deine Morgenroutine einbaust, regelmäßig nach draußen gehst oder einen Online-Fitnesskurs buchst (manche Krankenkassen bieten ein Fitness-Coaching kostenlos online an).

Ernähren

Ich weiß, dass es unfassbar schwer ist, sich während einer Pandemie gesund zu ernähren. Allzu leicht greift man immerfort zu Süßigkeiten oder Alkohol und wärmt ein Fertiggericht nach dem anderen auf – schließlich braucht man Nervennahrung und verzichtet sowieso schon auf so vieles!

Ab und zu etwas Ungesundes ist auch ok. Auf Dauer ist eine ausgewogene Ernährung aber besser für den Körper und das Wohlbefinden. Achte deshalb darauf, was Du zu Dir nimmst. Gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein. Probiere z. B. die Mittelmeerkost oder lies meine Buchzusammenfassung 5 einfach gute Ideen aus „Der Ernährungskompass“ von Bas Kast.

Pflegen

Viel Zeit zu Hause zu verbringen verführt dazu, sich gehen zu lassen: Warum nicht das Wochenende im Bett und auf der Couch verbringen, den Jogginganzug nicht mehr ausziehen und sich so verhalten, wie man es in Gesellschaft nie tun würde? Durch solches bequemes Verhalten fühlen wir uns leider oft nur noch müder, unproduktiver und lustloser als wir sowieso schon sind.

Auch wenn es niemand kontrolliert: Baue gute Gewohnheiten in Deinen Tagesablauf ein, pflege Deinen Körper, ziehe Dir auch daheim etwas Schönes an. Du tust es für Dich und ich verspreche Dir: Du wirst Dich besser fühlen.

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2. Sorge bewusst für Abwechslung

Angesichts der reduzierten Freizeitaktivitäten schleicht sich langweilige Routine in unsere Tage, Wochen und Monate. Selten erleben wir etwas Neues. Auch die Vorfreude auf den nächsten Urlaub, Feste und andere wichtige Auszeiten vom Alltag fällt weg.

Das Leben wird eintönig, die Zeit vergeht unfassbar schnell.

Die Chancen, die wir noch zur Gestaltung haben, sollten wir deshalb ganz bewusst nutzen. Sorgen wir also selbst für mehr Abwechslung in unserem Alltag und bringen wir etwas Farbe zurück ins Leben!

Du könntest zum Beispiel:

  • mit dem Rad Dir noch unbekannte Routen erkunden
  • (Halb-)Tagesausflüge in die Natur unternehmen (in den Wald oder die Berge, an einen See oder ans Meer)
  • das Wochenende bewusst anders gestalten als Werktage (z. B. ohne Social Media, als Familien-, Garten- oder Hobbytag)
  • mit einem Freund einen langen Spaziergang unternehmen
  • Deine Wohnung umstellen, streichen oder neu dekorieren
  • neue Koch- und Backrezepte ausprobieren
  • auf dem Markt einkaufen gehen anstatt in den Supermarkt.

3. Beginne in eigenes Projekt

Das Gefühl der Ohnmacht angesichts der Verbote und des ungewiss langen Lockdowns können wir teilweise kompensieren, indem wir wieder eigenen Kontrolle erfahren. Den persönlichen Spielraum erleben wir besonders gut, wenn wir ein Projekt selbst initiieren und zum Erfolg führen.

Suche Dir dazu etwas in Deinem Leben, das Du gerne verändern möchtest und gehe es in diesen Tagen an.

Vielleicht möchtest Du ein Möbelstück selbst bauen, etwas in Deiner Wohnung reparieren oder Deinen Kleiderschrank aussortieren? Magst Du ein Kräuterbeet auf dem Balkon anlegen? Oder träumst Du auch davon, einen eigenen Blog aufzubauen oder eine Kurzgeschichte zu schreiben?

Jedes (zeitlich überschaubare) Projekt mit einem sichtbaren Endergebnis eignet sich dafür, Dir Deine eigene Macht wieder zu zeigen.

4. Beschränke Deinen Nachrichtenkonsum

Während der Pandemie haben unser Nachrichtenkonsum und die Zeit, die wir vor Bildschirmen verbringen, deutlich zugenommen.

Zwar ist es notwendig, über relevante Entwicklungen informiert zu bleiben. Allerdings zeigen sich bei übermäßigem Medienkonsum auch dessen Schattenseiten:

  • Die Nachrichtenportale und soziale Medien übertreiben, dramatisieren und betonen die negativen Seiten eines Ereignisses. Die Meldungen erhalten die meiste Aufmerksamkeit, die polarisieren und die Realität stark vereinfacht abbilden.
  • Die realen Wahrscheinlichkeiten von Gefahren werden nicht adäquat abgebildet. Es folgen irrationale Handlungen, wie Hamsterkäufe oder Panikverkäufe an der Börse.
  • Negative Nachrichten hinterlassen in uns das fatalistisches Gefühl, nichts an der (schlechten) Welt ändern zu können. Wir vernachlässigen, was wir in der Hand haben.

Mein Tipp: Beschränke Deinen Nachrichtenkonsum. Es reicht, wenn Du Dich einmal am Tag bei einer seriösen Nachrichtenquelle informierst. Reduziere auch die Zeit, die Du in den sozialen Medien verbringst. Nutze dafür zum Beispiel die Timerfunktion oder lösche Apps ganz von Deinem Smartphone.

Eine gute Alternative? Trage jeden Tag ein paar wertvolle Gedanken in ein Dankbarkeits- und Erfolgstagebuch ein. Das wird Deinen Blick auf das Schöne und Gelungene in Deinem Leben lenken.

Immun gegen den Blues?

Es gibt leider keine Art Impfung, die uns völlig immun gegen den Corona-Blues macht. Aber es gibt Wege, den negativen Begleiterscheinungen der Pandemie entgegenzuwirken:

  1. Achte auf Deinen Körper
  2. Sorge bewusst für Abwechslung
  3. Beginne ein eigenes Projekt
  4. Beschränke Deinen Nachrichtenkonsum

Lass mich gerne über einen Kommentar wissen, wie Du konstruktiv mit der Situation umgehst.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Annabel

    Liebe Rebecca,

    danke für die Erwähnung in deinem Beitrag! 😊

    Das sind sehr wertvolle Tipps, die du da zusammengetragen hast. Wie wichtig Bewegung und die Ernährung für eine ausgeglichene Stimmung sind, wird leicht unterschätzt. Und auch ein eigenes Projekt zu haben, das man verwirklichen kann, ist eine sehr gute Sache, um sich auf etwas Sinnstiftendes zu konzentrieren. Ich bin selbst sehr froh, dass ich meinen Blog habe, der mir das Gefühl gibt, trotz allem produktiv sein zu können.

    Liebe Grüße

    Annabel

    1. Rebecca

      Liebe Annabel,

      danke auch Dir für Deine guten Tipps, die unsere Laune in diesen Tag aufhellen!

      Ich bin ebenfalls sehr froh, dass ich während der Pandemie mit dem Bloggen angefangen habe. Jeder veröffentlichte Artikel ist ein kleines Erfolgserlebnis und jeder einzelne Kommentar von meinen Lesern motiviert mich weiterzumachen 😉

      Herzliche Grüße
      Rebecca

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