Warum Ausdauer wirkungsvoller ist als Talent

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Was glaubst Du, ist der wichtigste Faktor für Erfolg?

Häufig halten wir günstige Umstände oder die natürliche Begabung einer Person als ausschlaggebend für ihren Erfolg. Jemand hatte Glück, weil er die richtigen Leute kannte, oder, weil er einfach dazu geboren ist.

Keine Frage: Ein weit verzweigtes Netzwerk kann dabei helfen dabei, eine bestimmte Position zu erreichen. Und in jedem Fall ist es förderlich, ein gewisses Grundtalent mitzubringen, um auf den vorderen Plätzen zu landen.

Doch ein Erfolgsfaktor, den wir häufig vernachlässigen, ist viel banaler: Ausdauer.

Beständigkeit ist langfristig viel wirkungsvoller in allen Lebensbereichen als reine Begabung und Vitamin B.

Damit entfällt allerdings auch eine unserer beliebtesten Ausreden.

Talent allein macht keinen Meister

Jemand gewinnt einen sportlichen Wettbewerb nach dem anderen, startet Business für Business oder veröffentlicht Bestseller am laufenden Band.

Wenn Profis etwas machen, sieht das von außen kinderleicht aus. Und es lässt sich leicht kritisieren.

Wenn wir dann versuchen, es ihnen gleichzutun, erkennen wir meist schnell, dass es gar nicht so einfach ist, wie es aussieht.

Fehlendes Talent allein kann aber nicht die Erklärung fürs Scheitern sein. Von Begabung allein bauen sich keine Muskeln auf und sammeln sich keinerlei Erfahrungen. Auch Talent muss fokussiert, trainiert und weiterentwickelt werden.

Was steckt also hinter wahrer Meisterschaft?

Erfolg ist immer ein Ergebnis vorheriger Leistung. Doch Die Arbeit, die vor dem Erfolg steht, bleibt meist im Verborgenen.

Das regelmäßige Üben. Unbeirrte Weitermachen. Nicht Aufgeben.

Wir unterschätzen die Mühe, die jemand jahre- oder jahrzehntelang investiert hat, um das Ergebnis zu erhalten, das wir sehen:

  • die unzähligen Musikstunden und privaten Wiederholungen, die ein Klavierspieler seit früher Kindheit in Kauf genommen hat, um ein Konzert zu geben
  • die Wochen voller Training und disziplinierter Ernährung, um einen Marathon zu überstehen
  • die zahlreichen Textentwürfe, Korrekturen und Verwürfe, die es braucht, um den eigenen Schreibstil zu finden.

Wusstest Du, dass die Ausbildung zum Sushi-Meister in Japan zehn Jahre dauert? Zehn Jahre, um perfekt Reis zu kochen und Fisch aufzuschneiden! Was für eine Ausdauer.

Egal, um welchen Bereich es geht: Niemand, der etwas von Wert schafft, erreicht das über Nacht. Es braucht vielmehr viel Übung und Geduld, um etwas so gut wie möglich zu machen. Wiederholung macht den Meister.

Ausdauer zahlt sich länger aus

„Wer hohe Türme bauen will,
muss lange beim Fundament verweilen.“

Anton Bruckner

Wenn ein Hochhaus gebaut wird, passiert scheinbar lange nichts auf der Baustelle. Zunächst gibt es nur ein großes Loch im Boden. Irgendwann stehen dann plötzlich Gerüste an den Seiten und Wände wachsen nach oben. Und schon kurze Zeit später ragt der Rohbau in den Himmel.

Wir sind überrascht von dem schnellen Fortschritt, weil wir von den vorausgehenden Planungen, Genehmigungsprozessen und Abstimmungen überhaupt wir nichts mitbekommen haben. Doch die Vorarbeiten haben den Bau erst möglich gemacht.

Genauso ist es in unserem Leben. Wir müssen uns zunächst über einen längeren Zeitraum anstrengen, bevor wir Ergebnisse sehen können. Es braucht Zeit, um Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen und aus den Erfahrungen zu lernen.

Besonders im Bereich der persönlichen Finanzen kann man diesen Zusammenhang gut beobachten. Erst nach Jahren des konstanten Sparens und Investierens stellen sich Erfolge in Form von Zinsen und merklichen Guthaben ein.

Auch im Berufsleben macht sich Ausdauer bezahlt: Nach rund drei Jahren in einer neuen Position kennt man das Unternehmen in der Regel recht gut und hat sich im Idealfall auch das Vertrauen der Kollegen und Kunden erarbeitet. Dann geht die tägliche Arbeit schnell von der Hand und Aufgaben, die einem zu Beginn noch Kopfschmerzen bereitet haben, lassen sich fast reibungslos umsetzen.

Alle Formen von Beziehungen blühen auf, je länger und intensiver wir uns um sie kümmern. Familienbeziehungen, Freundschaften, Nachbarschaften – wenn wir sie beständig pflegen, schaffen wir eine Kommunikations- und Vertrauensbasis, die auch Krisensituationen aushält.

Egal auf welchen Lebensbereich Du blickst – alles, was von Wert ist, erfordert Ausdauer.

Bloß nicht aufgeben

Ausdauer wird uns leider nicht in die Wiege gelegt. Der Mensch ist ein Wesen, das am liebsten Entscheidungen trifft, die sich kurzfristig auszahlen. Das Schokoladeneis ist verlockender als der Apfel. YouTube ist abwechslungsreicher als ein Buch. Langfristiges Denken erfordert Selbstreflexion. Und Disziplin.

Um erfolgreich zu sein – also das zu erreichen, was wir uns vorgenommen haben – müssen wir einerseits verstehen, welche Entscheidungen sich langfristig für uns auszahlen. Und andererseits die Fähigkeit entwickeln, diese Entscheidungen auch zu treffen.

Beides ist notwendig. Denn selbst wenn wir uns etwas bewusst vorgenommen haben, scheitern wir oft beim Versuch genau das umzusetzen. Sei es, indem wir Dinge aufschieben, uns ablenken (lassen) oder uns im entscheidenden Moment der Mut verlässt. Das ist normal.

Ausdauer heißt, immer wieder neu anfangen. Wenn etwas nicht so läuft wie geplant, ist das Schlechteste, das Du machen kannst, aufgeben. Wer aufgibt, wird nie den mühelosen Zustand erreichen, der sich nur mit Ausdauer einstellen kann.

Wenn Du aufhörst zu sparen, kann der Zinseszins nicht wirken. Ohne Übung wirst Du Dich nicht verbessern.

Und: Je häufiger Du nicht das umsetzt, was Du Dir vorgenommen hast, desto mehr leidet Dein Selbstvertrauen.

Kurze Unterbrechungen sind dabei nicht das Problem – aber Du solltest die Kette so schnell wie möglich fortsetzen und zum Beispiel nach einem finanziellen Engpass wieder anfangen zu sparen oder nach einer Krankheit wieder Sport machen.

Wie Du Beständigkeit erreichst

Gute Entscheidungen treffen und dranbleiben. Was einfach klingt, ist für viele die größte Herausforderung. Wie baut man die Ausdauer auf, die man benötigt, um seine Ziele zu erreichen?

Denke daran: Erfolg ist ein Prozess, kein einmaliges Ereignis.

Wenn Du etwas von Wert schaffen willst, musst Du es schaffen, über einen längeren Zeitraum gute Entscheidungen zu treffen. Du musst Dir im Klaren darüber sein, welches Ziel Du erreichen willst und dann konsequent Schritt für Schritt darauf zugehen.

  • Immer wieder früh aufstehen und Dich bewegen, um fit zu werden
  • Immer wieder die gesündere Alternative essen, um abzunehmen
  • Immer wieder Probleme lösen und Aufgaben beenden, um anderen zu helfen.

Klare Ziele und gute Gewohnheiten sind die Schlüssel für langfristigen Erfolg.

Indem wir selbst unsere Ziele definieren, geben wir unserem Handeln die Richtung, die wir wollen. Gute Gewohnheiten machen es leicht, genau in diese Richtung zu gehen. Mehr oder weniger automatisch tun wir genau das aus, was wir uns vorgenommen haben.

Gewohnheiten, die uns in Fleisch und Blut übergegangen sind, ziehen wir durch, ohne uns jeden Tag neu entscheiden zu müssen. Selbst dann, wenn wir keine große Lust verspüren.

Das, was wir uns angewöhnen, wird ein Teil von uns.

  • Nach einem Jahr täglichen Lesens bist Du ein Mensch, der viel liest.
  • Nach einem Jahr täglichen Workouts bist Du ein sportlicher Mensch.
  • Nach einem Jahr täglichen Lernens bist Du ein Mensch, der eine andere Sprache versteht.

Gute Gewohnheiten stellen sicher, dass sich die gewünschten Ergebnisse einstellen können. Aus anfänglicher Motivation wird Beständigkeit.

„We become what we repeatedly do.“

Brian Tracy

Wir werden das, was wir immer wieder tun. Ganz ohne Talent, dafür mit Ausdauer.

In welcher Hinsicht hat sich Ausdauer in Deinem Leben schon ausgezahlt?
Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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„Wer nicht weiß, welchem Hafen er zusteuern soll,
für den gibt es keinen günstigen Fahrtwind.“

Seneca

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Chris

    Schöner und sehr guter Artikel.
    Dinge fallen einem idR nicht einfach zu. Wir müssen hart arbeiten – täglich aufs Neue – um ans Ziel zu kommen.

    1. Rebecca

      Lieber Chris,
      danke für Deine Rückmeldung!
      Viele Grüße
      Rebecca

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