Die perfekte Abendroutine – wie Du den Tag zufrieden und entspannt abschließt

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„The Perfect Day Begins with a Good Evening“

Ryan Holiday

Bei Youtube sind Morgen- und Abenroutinen beliebte Videoformate. Meist geht es in ihnen darum, welche Kosmetikprodukte sich Teenager morgens oder abends ins Gesicht reiben, tupfen, pinseln und wieder abschminken.

Doch die täglichen Routinen können so viel mehr: Ein bewusst gewählter Anfang und ein achtsames Ende des Tages setzen die Weichen dafür, dass wir klügere Entscheidungen treffen, mehr erreichen und uns besser fühlen.

In einem anderen Blogbeitrag habe ich bereits darüber geschrieben, wie eine Morgenroutine Deinen Tag retten kann. In diesem Artikel wird es um die perfekte Abendroutine gehen, mit der Du den Tag entspannt ausklingen lässt und den Weg für einen erfolgreichen neuen Tag ebnest.

Wieso solltest Du eine (Feier-)Abendroutine etablieren?

Eine Abendroutine besteht aus einer Reihe von Ritualen, die am Abend ausgeführt werden, um den zurückliegenden Tag positiv abzuschließen und den bevorstehenden Tag gut vorzubereiten. Eine gute Abendroutine hilft Dir, körperlich und geistig zu entspannen. Außerdem enthält sie Elemente, die in Dir Vorfreude auf den nächsten Tag wecken und Dich gut einschlafen lassen.

Welchen Zeitraum eine Abendroutine umfasst, ist unterschiedlich. Wenn man die Definition weit fast, könnte darunter alles fallen, was Du ab Beginn des Feierabends bis dem Zubettgehen machst.

Nach einem arbeitsreichen und bewegungsarmen Tag am Schreibtisch könntest Du z. B. eine Feierabendroutine nutzen, um bewusst Abstand zum Büro zu gewinnen. Ein Abend ohne Plan vor dem Fernseher oder am Handy wirkt zwar auf den ersten Blick recht verlockend. Tatsächlich fühlen wir uns erfahrungsgemäß anschließend weniger entspannt als unruhig, unzufrieden und unausgeglichen.

Je nachdem, wie Dein vorheriger Tagesablauf aussieht, setzt Du für einen erholsamen und abwechslungsreichen Feierabend besser auf eine Mischung aus Bewegung, Genuss und Spaß. Nutze die freie Zeit für etwas Sport, einen Spaziergang, ein gesundes Abendessen, ein Hobby oder verbringe Zeit mit Deiner Familie und Freunden. Auch ein Film oder eine Serienfolge passen gut in den Feierabend – solange Du sie bewusst aussuchst und zeitlich begrenzt.

Die perfekte Abendroutine

Im engeren Sinne versteht man unter einer Abendroutine die letzten ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen. In Abgrenzung zur Feierabendroutine geht es dabei vor allen Dingen darum, langsam Ruhe einkehren zu lassen, den Tag gut abzuschließen und sich auf die Schlafenszeit vorzubereiten.

Aus meiner Erfahrung (ich experimentiere schon über 5 Jahre mit meiner Abendroutine) kann es mit einer perfekten Abendroutine gelingen, die Wohnung (grob) in Ordnung zu halten, den Start in den nächsten Tag so weit wie möglich vorzubereiten, dem Körper noch etwas Gutes zu tun und den zurückliegenden Tag positiv abzuschließen.

Zugegeben: Nicht immer gelingt es mir, alle Elemente in meine Abendroutine einzubauen. Auf Reisen oder an Tagen, an denen mein normaler Rhythmus durch späte Termine oder Spontanes durcheinander kommt, bin ich manchmal einfach nur froh, die Zähne geputzt zu haben, bevor ich müde ins Bett falle.

In der Regel versuche ich aber, mir genug Zeit zu nehmen und in meine Abendroutine mehrere der folgenden Aktivitäten einzubauen:

  • den Esstisch abräumen, das Geschirr abspülen bzw. die Spülmaschine einschalten und die Küchenarbeitsfläche aufräumen
  • das Frühstück und ggfs. ein Pausenbrot für den nächsten Tag vorbereiten
  • die Kissen und Decken auf der Wohnzimmercouch ordnen
  • Kleider und Unterlagen für den nächsten Tag herauslegen
  • ein paar Minuten Gymnastik, Dehn- oder Entspannungsübungen durchführen, z. B. für Rücken und Schultern
  • Zahnseide benutzen und Zähne putzen
  • 3 Fragen zum Tag in einem Journal beantworten, meditieren oder in Gedanken den Tag Revue passieren lassen
  • das Schlafzimmer lüften, abdunkeln, eine Flasche Wasser ans Bett und den Wecker für den nächsten Tag stellen (im Winter lege ich mir auch gerne eine Wärmflasche gegen kalte Füße unter die Bettdecke)
  • im Bett ein paar Seiten lesen oder ein Hörbuch hören.

Bilanz unter den zurückliegenden Tag ziehen

Der Autor Ryan Holiday beschreibt in diesem Artikel über Abendroutinen, dass es nicht nur wichtig ist, regelmäßig zur selben Uhrzeit ins Bett zu gehen. Das vielleicht wichtigste Instrument einer Abendroutine ist ein positiver Tagesabschluss in Form einer kleinen Bilanz.

Egal, wie viele Fehler Du heute gemacht hast, wie viel Kritik Du Dir an hören musstest und wie viele Aufgaben auf Deiner To-Do-Liste noch offen sind – am Ende des Tages zählt es, sich wieder ein Stück weit auf sich selbst zu besinnen und das, was Dir im Laufe des Tages passiert ist, anzunehmen.

Fällt es Dir schwer, gedanklich von der Arbeit Abstand zu nehmen oder fallen Dir noch Dinge ein, die Du erledigen möchtest, hilft es, diese Gedanken schriftlich festzuhalten und dann zur Seite zu legen. Wenn Du Dich über jemanden geärgert hast oder Dir etwas heute nicht so gut gelungen ist, kannst Du auch diese Gedanken aufschreiben und Dich fragen, was Du daraus lernst bzw. in den nächsten Tagen besser machen möchtest.

Frage Dich abends auch, wofür Du dankbar sein kannst, was Dir heute gut gelungen ist, worüber Du gelacht hast und worauf Du Dich am nächsten Tag freust. Durch solche Fragen lenkst Du Deine Gedanken bewusst auf die Sonnenseiten des Tages und das, was Du persönlich dazu beigetragen hast.

Wenn Du dann am nächsten Morgen aufwachst, weißt Du, dass Du besser beide Augen und Ohren offen hältst, um am Abend eine positive Bilanz ziehen zu können.

Meine Frage an Dich: Was gehört für Dich zu einer gelungenen Abendroutine? Ich freue mich auf einen Kommentar von Dir!

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Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Henry Chinaski

    Hi Rebecca,

    ich bin von Christofs Blog auch auf Deinem gelandet. Ich muss Dir ehrlich ein großes Kompliment machen, Deine Artikel sind echt klasse! Sie sind nicht nur inhaltlich erste Liga, sondern auch schön strukturiert mit Verlinkungen auf andere Artikel, Blogs etc. Man merkt, Du hast Bock darauf und steckst Dein Herzblut in Deine Texte.

    Seit Jahren „knalle“ ich mir alles rein, was ich an tollen Blogs, Youtube Videos, Bücher usw. zu diesen Themen finden kann. Diese Kombination aus den Themen Minimalismus, Finanzen und Psychologie treffen genau meinen Nerv. Gerade bei den vielen Blogs die es momentan gibt, muss ich sagen sticht Deiner (neben Christofs) besonders heraus. Ich hoffe, Du erreichst in Zukunft noch viel mehr Menschen mit Deinen Texten. Danke für Deine tollen Artikel.

    LG
    Henry

    1. Christof

      Hallo Charles, äh Henry 😉

      Kann Dir nur beipflichten. Rebecca schreibt mit viel Herzblut, bringt es oft auf den Punkt und behandelt Themen, die mich interessieren. Drei Gründe, warum ich den Feed von Frei-mutig abonniert habe. Also, weiter so Rebecca!

      Und natürlich vielen Dank fürs Loben meiner Seite.

      EBG

      Christof

    2. Rebecca

      Hi Henry,
      wow, danke für dieses tolle Feedback! Das ist eine große Ehre;-)
      Freut mich sehr, dass Du zu meinem Blog gefunden hast und die Texte Dich ansprechen.
      Lass mich gerne wissen, wenn es bestimmte Themen gibt, die Dich noch interessieren würden.
      Liebe Grüße
      Rebecca

  2. Christof

    Schöner Artikel, interessanter Einblick in Deinen Alltag – danke! Gerne mehr davon …

    Witzig finde ich, dass wir uns unabhängig voneinander etwa zur gleichen Zeit Gedanken zum Thema Abendroutine gemacht haben.

    Viele liebe Grüße aus Franken

    Christof

    1. Rebecca

      Lieber Christof,
      danke! Die Einblicke in Deine persönliche Abendroutine finde ich auch spannend 😉
      Ist es Zufall gewesen oder liegt es an den gerade wieder länger werdenden Abenden? Wer weiß…
      Herzliche Grüße ins schöne Frankenland
      Rebecca

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