5 einfach gute Ideen aus „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey

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Die einfachen Ideen sind oft die besten. Aber sie sind nicht immer leicht zu finden.

Ich lese Bücher, um für Dich die besten Ideen für ein einfacheres Leben herauszufiltern. Denn einfach lebt es sich deutlich besser. Die jeweils 5 besten Ideen aus einem Buch stelle ich Dir hier vor.

Jede Idee muss dabei 3 Kriterien erfüllen. Sie ist

  • einfach zu merken
  • leicht in die Praxis umzusetzen und
  • hat eine positive Wirkung.

Heute stelle ich Dir 5 einfach gute Ideen aus diesem Buch vor:

„Die 7 Wege zur Effektivität – Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“ von Stephen R. Covey*

Ausgangsfrage des Buches:

Wie steigert man nachhaltig die Effektivität von Menschen und Organisationen? Nicht irgendwelche Techniken, sondern Charakterstärke, Wertorientierung, Integrität und vertrauensvolle Kommunikation führen zu einem erfolgreichen und erfüllten Leben. Stephen R. Covey stellt in seinem 1989 erschienenen und inzwischen zigfach aufgelegten Bestseller „Die 7 Wege zur Effektivität“ die sieben zeitlosen Prinzipien vor, die uns Schritt für Schritt zu nachhaltigem persönlichen und beruflichen Erfolg führen.

5 einfach gute Ideen aus „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey

1. Halte Dich häufiger im 2. Quadranten auf

Es gibt unzählige Abhandlungen über gutes Zeitmanagement. Niemand hat die Zeit, das alles zu lesen. Stephen R. Covey fasst seine jahrelangen Erfahrungen mit effektivem Zeitmanagement für uns in einem einzigen Satz zusammen: Man muss seine Prioritäten planen und umsetzen.

Einer der 7 Wege zur Effektivität lautet deshalb: Das Wichtige zuerst tun.

Doch was ist wichtig? Bei erfolgreichem Zeitmanagement geht es nicht (nur) darum, Checklisten zu erstellen, Termine zu planen oder Prioritäten zu setzen. Was wirklich zählt, ist, Beziehungen zu erhalten und zu vertiefen und gewünschte Ergebnisse zu erzielen.

Alle unsere Aufgaben und Tätigkeiten können wir in zwei Kategorien unterteilen: dringend und wichtig. Dringend bedeutet, etwas verlangt nach sofortiger Aufmerksamkeit. Jetzt gleich. Dringende Aufgaben sind meist nicht zu übersehen, gehen uns leicht von der Hand oder machen uns bei anderen beliebt. Doch aufgepasst: Dringende Aufgaben sind in der Regel nicht wichtig!

Wichtige Aufgaben dagegen liefern gute Ergebnisse. Wenn etwas wichtig ist, trägt dessen Umsetzung zu unserem Leitbild, unseren Werten und unseren Prioritäten bei. Im Unterschied zu dringenden Aufgaben erfordern wichtige Aufgaben unsere Initiative. Wir müssen pro-aktiv sein, um Chancen zu ergreifen und die Ziele zu erreichen, die wir in unserem Leben erreichen wollen. Außerdem müssen wir lernen, „Nein“ zu anderen Aktivitäten zu sagen.

In einer Zeitmanagement-Matrix stellt Covey anhand der Kriterien dringend/wichtig die vier verschiedenen Formen von Aktivitäten in vier Quadranten dar:

dringendnicht dringend
wichtig1
Krisen, dringliche Probleme, Projekte mit anstehendem Abgabetermin
2
Vorbeugung, Gesundheit, Beziehungsarbeit, neue Chancen erkennen, Planung, Erholung
nicht wichtig3
Unterbrechungen, eingehende Anrufe, einige Berichte und Konferenzen, beliebige Tätigkeiten
4
Triviales, Geschäftigkeit, Zeitverschwendung, angenehmene Tätigkeiten

Effektive Menschen wenden laut Covey kaum Energie für die Aktivitäten aus den Quadranten 3 und 4 auf. Sie haben erkannt, dass diese Dinge unwichtig für sie sind.

Und wie steht es um die dringenden Aufgaben, die wichtig sind? Covey warnt uns davor, zu viel Zeit im 1. Quadranten zu verbringen. Zwar hat jeder von uns Quadrant-1-Tätigkeiten zu erledigen. Doch wenn wir nicht aufpassen, lenken uns dringende Aufgaben von wirklich Wichtigem ab. Wir werden zum hektischen Krisenmanager oder termingehetzten Problemlöser ohne genügend Zeit für die wichtigen, aber (noch) nicht dringenden Aufgaben.

Einen wahren Quantensprung erreicht unsere Effektivität dagegen, wenn wir uns auf den 2. Quadranten konzentrieren. Er ist das Herzstück des effektiven Zeitmanagements nach Covey. Hier stehen die langfristig erfolgsentscheidenden Tätigkeiten im Mittelpunkt: Beziehungen pflegen, Pläne schmieden, persönliche Weiterbildung, auf die Gesundheit achten oder Sport treiben – all die Tätigkeiten, die wir für gewöhnlich gerne auf die lange Bank schieben.

Um effektiver zu werden, empfiehlt uns Covey, uns häufiger Tätigkeiten aus dem 2. Quadranten zu widmen. Indem wir vorausdenken, vorbeugen und vorbereiten, erzielen wir letztlich bessere Ergebnisse und vermeiden künftige Krisensituation. Kümmern wir uns regelmäßig um die wichtigen Dinge, bewirken wir enorm positive Veränderungen.

Um Deine Quadrant-2-Tätigkeiten zu identifizieren, kannst Du Dir folgende Frage stellen:
Welche eine Sache wird, wenn ich mir regelmäßig Zeit dafür nehme, in meinem Leben einen riesigen positiven Unterschied machen?

Einfach gute Idee: Unterscheide das Wichtige von dem Dringlichen.

2. Nutze einen Wochenplan

Wie verbringt man mehr Zeit in Quadrant 2, also mit den Dingen, die wichtig sind?

Laut Covey gelingt dies am besten, wenn man sein Leben auf einer wöchentlichen Basis organisiert. Die Wochenplanung bringt mehr Ausgewogenheit und Handlungsspielraum als die Tagesplanung. Denn mit ihr können sowohl wichtige Tätigkeiten geplant, als auch kurzfristige Erfordernisse eingeschoben werden.

Im Kontext einer ganzen Woche können wir Termine für unsere Prioritäten festsetzen, anstatt Prioritäten nur dafür zu setzen was auf dem (täglichen) Terminplan steht. Eine wöchentliche Planung schafft auch Freiräume für die Beziehungen zu anderen Menschen. Im Zweifel sollten sich unsere Terminpläne immer unseren Mitmenschen unterordnen. Menschen sind schließlich wichtiger als Dinge.

Wenn Deine Gesundheit und Deine Beziehungen bei Dir Priorität haben sollen, könntest Du z.B. an mehreren Wochentagen Sport einplanen. An den anderen Tagen nimmst Du Dir Zeit für Familie und Freunde. Bei der Wochenplanung lassen sich auch täglich wechselnde berufliche und private Rahmenbedingungen, z.B. Meetingzeiten oder Termine der Kinder, besser als bei einer täglichen Planung berücksichtigen.

Für die Wochenplanung eignet sich laut Covey übrigens der Sonntag perfekt. Wir haben dann für gewöhnlich etwas mehr Zeit, uns zurückzuziehen, Inspiration zu suchen und unser Leben mit etwas Distanz zu betrachten.

Eine Vorlage, die auf dem von Stephen R. Covey in „Die 7 Wege zur Effektivität“ entworfenen Wochenplan beruht, kannst Du Dir beim Selbstmanagement Blog herunterladen.

Einfach gute Idee: Organisiere Dich wöchentlich statt täglich.

3. Pflege Deine emotionalen Beziehungskonten

Ein emotionales Beziehungskonto ist eine Metapher von Stephen R. Covey, die beschreiben soll, wie viel Vertrauen in einer Beziehung aufgebaut worden ist. Durch Höflichkeit, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Respekt und Zuverlässigkeit zahlen wir Guthaben auf unsere Beziehungskonten ein. Diese Reserve können wir beanspruchen, wenn wir Fehler gemacht haben. Durch das vorher aufgebaute Vertrauen, wird man uns einen Fehler auch wieder verzeihen.

Wird das emotionale Beziehungskonto jedoch zu sehr strapaziert – etwa durch Ignoranz, Unhöflichkeit bis hin zur Feindseligkeit – schwindet die Vertrauensebene. Die Kommunikation wird schwieriger. Beziehungen leiden oder gehen in die Brüche.

Hinzu kommt: Damit Beziehungen Bestand haben, benötigen sie immer wieder neue Einzahlungen. In einer fortlaufenden Beziehung brauchen sich die alten Guthaben irgendwann auf. Besonders die Beziehungskonten mit den Personen, mit denen wir regelmäßig zu tun haben – z.B. Partner, Kinder oder Freunde – verlangen nach regelmäßigen Einzahlungen.

Der Aufbau von starken, verlässlichen Beziehungen erfordert also Zeit und Aufmerksamkeit. Doch die Geduld, mit der wir Beziehungen pflegen, ist laut Covey die Grundlage für nachhaltigen privaten und beruflichen Erfolg.

Die folgenden sechs Formen von Einzahlungen auf das emotionale Beziehungskonto empfiehlt der Autor in „Die 7 Wege zur Effektivität“ regelmäßig zu leisten:

  • Den anderen verstehen:
    Die goldene Regel lautet bekanntermaßen: „Behandle andere so, wie Du auch von anderen behandelt werden willst.“ Das bedeutet wiederum, dass man sich bemühen sollte, den anderen wirklich so zu verstehen, wie man selbst verstanden werden möchte. Nur dann kann man ihn entsprechend behandeln (s. einfach gute Idee Nummer 5).
  • Kleinigkeiten beachten:
    Kleine Gefälligkeiten und Aufmerksamkeiten sind im menschlichen Miteinander enorm wichtig. Im Innersten sind die Menschen sehr zart und empfindsam – egal in welchem Alter. In Beziehungen machen die Kleinigkeiten oft den größten Unterschied.
  • Verpflichtungen einhalten:
    Vermutlich gibt es keine größere Belastung für das emotionale Beziehungskonto, als jemandem ein Versprechen zu geben und es dann nicht einzuhalten. Ein Versprechen oder eine Verpflichtung einzuhalten ist dafür eine extrem wertvolle Einzahlung.
  • Erwartungen klären:
    Die Ursache für fast alle Beziehungsprobleme liegt in unterschiedlichen oder widersprüchlichen Erwartungen bezüglich von Rollen und Zielen. Unklare Erwartungen führen immer zu Missverständnissen, Enttäuschungen und Vertrauensverlust. Besser ist es, Erwartungen frühzeitig klar und deutlich zu formulieren; die am Anfang investierte Mühe wird sich später auszahlen.
  • Integrität zeigen:
    Persönliche Integrität schafft Basisvertrauen. Integrität erfordert Ehrlichkeit, Versprechen zu halten und Erwartungen zu erfüllen. Einer der wichtigsten Wege, Integrität zu zeigen, besteht darin, auch gegenüber Abwesenden loyal zu sein. Wer Abwesende verteidigt, gewinnt das Vertrauen der Anwesenden.
  • Abhebungen entschuldigen:
    Wenn wir Abhebungen vom Beziehungskonto machen, sollten wir uns aufrichtig entschuldigen. Haben wir einen Fehler gemacht, ist es wichtig, ihn umgehend und ehrlich zuzugeben. Menschen vergeben Fehler, hinter denen keine böse Absicht steckt.

Einfach gute Idee: Lass Deine Beziehungen genauso wachsen wie Dein Bankkonto.

4. Denke in Gewinn/Gewinn-Kategorien

Den vierten der 7 Wege zur Effektivität nennt Covey „Gewinn/Gewinn denken“. Damit beschreibt er die innere Einstellung, „bei der Herz und Verstand immer Vorteile für beide Seiten suchen“. Gewinn/Gewinn ist dann erreicht, wenn Vereinbarungen und Lösungen in menschlichen Interaktionen für alle Seiten zuträglich und zufriedenstellend sind.

Die Gewinn/Gewinn-Haltung beruht auf der grundsätzlichen Annahme, dass der Erfolg eines Menschen nicht auf Kosten anderer geschehen muss. Das Leben ist keine Wettkampfarena, in der der Gewinn des einen notwendigerweise der Verlust des anderen sein muss. Vielmehr ist das Leben wie ein kooperatives Feld und es gibt für Herausforderungen einen Weg, der allen dient.

Menschen, die dagegen in Gewinn/Verlust-Kategorien denken, übersehen diese Chance. Entweder, weil sie sich mit anderen vergleichen und dabei stets besser abschneiden wollen. Oder indem sie anderen immer gefallen wollen, Streit vermeiden und nicht den Mut haben, ihre eigenen Gefühle und Überzeugungen zu äußeren.

Da jedoch die meisten Situationen, in die wir geraten, interdependent sind, d.h. wir auf die Kooperation unserer Mitmenschen angewiesen sind, ist Gewinn/Gewinn-Denken der Ansatz, der die besten Ergebnisse für alle Beteiligten liefert.

Einfach gute Idee: Suche die Alternative, die für alle Seiten ein Gewinn ist.

5. Praktiziere einfühlendes Zuhören

Kommunikation ist vielleicht die wichtigste Fähigkeit in unserem Leben. Sowohl privat als auch beruflich verbringen wir viel Zeit damit. Doch die meisten Menschen kommunizieren einseitig: sie hören nicht zu, um zu verstehen. Sie hören zu, um zu antworten. Nur um sich anschließend zu wundern, warum sie selbst nicht richtig verstanden wurden…

Covey widmet der zwischenmenschlichen Kommunikation ein ganzes Kapitel: Der fünfte Weg in „Die 7 Wege zur Effektivität“ lautet: Erst verstehen, dann verstanden werden. Der Schlüssel effektiver Beziehungen liegt mithin in einfühlender Kommunikation – welche wiederum das emotionale Beziehungskonto beachtlich füllt (s. einfach gute Idee Nummer 3).

Anstatt in Gesprächen nur zuzuhören, um zu antworten, zu kontrollieren oder zu manipulieren, empfiehlt Covey, „einfühlendes Zuhören“ zu praktizieren. Einfühlendes Zuhören bedeutet ein Zuhören mit der festen Absicht, den anderen zu verstehen. Verstehen wollen, um wirklich zu verstehen, was in einem Menschen vorgeht.

Beim einfühlenden Zuhören nutzt man natürlich auch die Ohren. Doch viel wichtiger sind Augen und Herz. Man achtet auf das Verhalten des Gegenübers, den Sinn hinter den Worten, das Gefühl.

Indem wir jemandem einfühlend zuhören, nutzen wir nicht nur die Gelegenheit etwas Neues zu lernen. Wie erfüllen demjenigen auch ein großes menschliches Bedürfnis: verstanden, bestätigt, geliebt und anerkannt zu werden. Erst wenn dieses Bedürfnis gestillt wurde, kann man sich darauf konzentrieren, Einfluss zu nehmen oder Probleme zu lösen.

Einfach gute Idee: Höre anderen Menschen mit dem Kopf und dem Herzen zu.

Alle 5 einfach guten Ideen aus „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey auf einen Blick:

  1. Unterscheide das Wichtige von dem Dringlichen.
  2. Organisiere Dich wöchentlich statt täglich.
  3. Lass Deine Beziehungen genauso wachsen wie Dein Bankkonto.
  4. Suche die Alternative, die für alle Seiten ein Gewinn ist.
  5. Höre anderen Menschen mit dem Kopf und dem Herzen zu.

Hast Du jetzt Lust bekommen, das ganze Buch zu lesen und alle 7 Wege zur Effektivität kennenzulernen?

Der Bestseller „Die 7 Wege zur Effektivität – Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg“ von Stephen R. Covey* ist 2020 in 56. Auflage (!) im GABAL Verlag erschienen und umfasst 416 Seiten. Neben den Originaltexten und vielen Schaubildern enthält es mehrere Interviews mit Covey, die dieser im Rückblick auf rund 25 Jahre „Effektivität“ gegeben hat.

*Affiliate-Link: s. dazu Ziff. 9 der Datenschutzerklärung

Meine Fragen an Dich: Welche der fünf einfach guten Ideen aus "Die 7 Wege zur Effektivität" von Stephen R. Covey gefällt Dir am besten? Welche möchtest Du persönlich umsetzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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